Nach Gleichung 2) wird dann:
P =— — 0,0003 und
S =— —0,092
mit einem mittleren Fehler von -+ 0,02.
Die Linie, welche sich aus Tafel IV nach Anbringung der Correctionen
construiren lässt, ist auf Tafel 6 angegeben.
Nach den Correctionen zu urtheilen, ist das Aneroid Bohne II sehr gut,
dürfte sich aber nur dann zum Gebrauch an Bord eignen, wenn es cardanisch
aufgehängt wird, da es zu empfindlich gegen Erschütterungen ist, Der Zeiger
desselben ist, wie aus einer Vergleichung der Stände in Tabelle V und VI er-
sichtlich, nicht genau genug balancirt.
Wir haben hierdurch die Wege für die Bestimmung der Correctionen
von Aneroidbarometern an die Hand gegeben und wollen zum Schluss auf den
grossen Vorzug hinweisen, den diese Instrumente für den Schiffsgebrauch ‚im
Allgemeinen noch dadurch haben, dass sie mit dem Uebelstande des Pumpens,
welcher das Ablesen des Quecksilberbarometerstandes bei schlechtem Wetter so
häufig erschwert, nicht behaftet sind. Gerade dieser Umstand sollte zu häufigen
Vergleichungen und Bestimmungen der Correetion veranlassen. Diese Ver-
gleichungen dürfen jedoch, wie früher erwähnt, nur dann stattfinden, wenn der
Luftdruck wenig schwankt, da die Marinebarometer sehr langsam demselben
folgen, und demnach nicht den eben stattfindenden Luftdruck, gondern einen
früher stattgehabten angeben. In Folge dessen können auch die Unterschiede
zwischen der Ablesung eines solchen Barometers und der eines Normal-
barometers bedeutend unter einander differiren, wie aus folgender Liste zu
ersehen ist:
Marinebarometer Stand desselben
K.M. 69 .
7160,88 mm .
160,68 „
755,25
155,43 »
158,00
157,40
757,06
757,68
757,88
758,38
759,47
759,74
761,20
761,39
764,82
764.32
4 0,60mm
+0,24
—0,34 *
—0,17 „
—0,12
—0,23
—0,14
+0,25
—0,04 »
—0,26 „
—0,24
—0,16 „
—0,28
—0,40
0,00
— 17
42
_—_—
29)
'
D9
8A
RO
Die Preise der drei, zu den Vergleichen verwendeten Barometer stellen
sich pro Stück, wie folgt:
Naudet A. . . 871M,
BohneI .. . 3250
Bohne IL... 684
Jedes Schiff und Fahrzeug der Kaiserlichen Marine wird ausser mit einem
oder zwei Quecksilberbarometern, mit einem Aneroidbarometer ausgerüstet.
Bis vor kurzer Zeit wurden denselben Naudet’sche Instrumente der beschriebenen
Art mitgegeben. Neuerdings werden jedoch Barometer Bohne I beschafft. Die
Construction Bohne II muss, wie bereits erwähnt, bei einer Verwendung an
Bord cardanisch aufgehängt werden. Sie wird sich in solcher Aufhängung für
Schiffe empfehlen, welche neben dem Aneroidbarometer keine Quecksilber-
barometer führen und deshalb auf jenes allein angewiesen sind. Herr Bohne
ist mit Versuchen beschäftigt, welche zu weiterer Vervollkommnung seiner
zuletzt genannten Construction führen sollen.