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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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westlicher endeten, waren zu überstehen; sie traten so heftig auf, dafs die Bark 
wiederholt zum Beidrehen gezwungen wurde. Der stärkste, von einem niedrigsten 
Luftdruck von 745,6 mm begleitete Sturm ereignete sich in 44,5° S-Br und 
103° O-Lg am 6. und 7. April. Der Verlauf dieses Theils der Reise war 
folgender: 90° O-Lg wurde in 44,0° S-Br am 1. April, die Länge des Kap 
Leeuwin in 45,2° S-Br am 10. April und die des Südkaps von Tasmania in 
45° S-Br am 19. April überschritten, 
Einen zwischen Australien und Neu- Seeland nach NO führenden Kurs 
verfolgend, fand man nördliche und westliche Winde bis nach 37° S-Br in 
160,2° O-Lg. Nicht weit von diesem Punkte drehte sich der Wind durch Süd 
nach SE, um aus letzterer Richtung kräftig und beständig bis nach 22,5° S-Br 
in 164,5° O-Lg, also bis in geringe südliche Entfernung von der Insel Neu- 
Caledonien, zu herrschen. Hier sank der Wind zum gauz leisen Zuge herab, lief 
dann durch Nord nach West und hielt die Bark mehrere 'l’age in Sicht des hohen 
Landes fest. Nachdem man nördlich gut frei von der Insel gekommen war, 
kam leichter nordöstlicher Zug durch, der aber nur wenig beständig und 
wiederholt von Windstille unterbrochen war. Die Bark sogelte zwischen der 
südöstlichen Insel der Salomons-Gruppe und dem Santa Cruz-Archipel nach 
Norden. AuclKi nördlich von diesen Inseln herrschte NE-Wind, der aber noch 
schwächer und unbeständiger war als weiter südwärts, und so wurde in der 
That im Norden von 20° S-Br keine Spur von einem SE-Passat gefunden. Am 
22. Mai stand „Batavia“ in 160,7° O-Lg auf der Linie, in deren Nähe ein mit 
bedeutender Schnelligkeit nach Westen laufender Strom heobachtet wurde. 
Vorher war 40° S-Br in 159° O-Lg am 22. April, 30° S-Br in 163,5° O-Lg am 
27. April, 20° S-Br in 162° O-Lg am 5. Mai und 10° S-Br in 164,2° O-Lg am 
14. Mai gekreuzt worden. 
In nördlicher Breite fand man den SE-Wind, der im Süden der Linie 
gefehlt hatte. Er wehte frisch und beständig bis nach 5,7° N-Br in 160° W-Lg, 
dann erhielt man nach einigen Wochen der Windstille NE-Passat, der, zwar 
nur leicht, aber doch beständig wehend, „Batavia“ bis nach 24° N-Br und 
144° O-Lg führte. 
Nördlich vom Gebiete des NE-Passats wurde die Reise wieder an 
mehreren Tagen durch Windstille und leisen südlichen Zug verzögert, bis 
endlich in 24,8° N-Br und 143° O-Lg ziemlich frischer und beständiger SW-Wind 
durchkam, mit dem der letzte Theil des Weges zurückgelegt wurde. Am 
16. Juni kam die Küste Japans in Sicht, und am nächsten Tage wurde im 
Hafen von Yokohama geankert. Die Dauer der Reise vom Kanal ab betrug 
161 Tage. Auf dem letzten, nördlich der Linie liegenden Theil derselben war 
10° N-Br in 156,2° O-Lg am 28, Mai, 20° N-Br in 149,5° O-Lg am 3. Juni und 
30° N-Br in 137,3° O-Lg am 13. Juni gekreuzt worden. 
Nachdem in Yokohama ein Theil der Ladung gelöscht worden war, ging 
„Batavia“ am 24, Juni wieder in See, um die Reise nach dem in Kamtschatka 
gelegenen Hafen Petropawlowsk fortzusetzen. Man traf auf dem Wege dahin bis 
in die Nähe von 42,5° N-Br in 149° O-Lg vorherrschend mäfßige ESE-Winde, 
nördlich von diesem Punkte frischere SW-Winde und, nachdem 50° N-Br über- 
schritten worden war, meist nordöstliche Winde. Einen sehr heftigen Sturm 
aus letzterer Richtung erlebte man am 7. Juli in Sicht der Küste Kamtschatka’s, 
Das Barometer erreichte während desselben mit 738,0mm seinen niedrigsten 
Stand. „Batavia“ kreuzte 40° N-Br in 146° O-Lg am 28. Juni und 50° N-Br 
in 158,5° O-Lg am 5. Juli und ankerte am 9. Juli nach 15tägiger Reise in der 
Awatscha-Bai, 
Nach Entlöschung der Ladung sogelte „Batavia“ nach dem an der 
Küste Sibiriens gelegenen Urt Ajan, um dort Bauholz zu laden, welches nach 
Petropawlowsk zu bringen war. Am 29. Juli wurde bei südwestlichem Winde 
die Reise angetreten, am 2, August bei nördlichem Winde die Amphitrite-Strafse 
passirt und in das Ochotskische Meer eingesegelt. In demselben wurden mäßige 
West- und NE-Winde angetroffen, mit deren Hülfe „Batavia“ am 20. August, 
nach 22tägiger Reise, zum Bestimmungsplatz gelangte. 
Am 8. September trat die Bark die Retourreise nach der Awatscha-Bai 
an. Auf dieser Fahrt hatte man im Ochotskischen Meer zwei schwere NE-Stürme 
zu überstehen, vorherrschend waren indessen westliche Winde. Am 17. September
	        
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