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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

15 
Eingänge von meteorologischen Journalen bei der Deutschen Seewarte 
im Monat März 1880. 
vos} 
Name 
des Schiffes 
„Mercur“ 
) 
„George Washington“ 
„Wera“ 
3 
„Gottlieb“ 
„Batavia“ 
„Christine“ 
„Ceres“ 
„Mozart“ 
„Hans“ 
„Victoria“ 
„Louise Poll“ 
D. „Hermann“ . 
D. „Hohenstaufen“ 
5 
4 
Se 
3 
4) 
1 
‘| 
:3| 
‘4 
D. „Montevideo“ 
15 | 
D, „Graf Bismarck“ 
Kapitän 
J, Geffken 
J. D. Probst jun, 
J. E. A. Mähl 
P. C. A, G. Dunckler 
C. Haesloop 
A. Schulze 
N. Koop 
Ad, Jülicher 
C, H, Le Moult 
C. Wieting, 
A, Je 
8. Richter 
F, Himbeck 
HK, E. Kier 
Ä. Hagemann 
Rheder 
J. H. Hustede 
Siedenburg, Wendt 
& Co. 
A. J. Hertz Söhne 
G. L. Gaiser - 
Metzendorff, Wil- 
manns & Co, 
Reck &. Boyes 
H, Bauer 
D. AH. Wätjen & Co. 
H, C. W. Bock 
H. Addicks 
H. F. Poll 
Norddeutscher Lloyd 
Norddeutscher Lloyd 
Hamburg-Südamerik, 
‚ Dampfschiff-Ges, 
Norddeutscher Lloyd 
Heimaths- 
hafen 
Elsfleth 
Bremen 
Hamburg > 
Hamburg 
Hamburg 
Bremen 
Rostock 
Bremen - 
Hamburg 
Bremerhaven 
Stettin 
Bremen 
Bremen 
Hamburg 
Bremen 
Reise 
Liverpool, Guayaquil, Fal- 
mouth 
Bremen, New-York, Bremen 
Hamburg, Chefoo,. China- 
küstenreisen, Rangoon, 
Callao, Xquique, Fal- 
mouth 
Hamburg, Lagos, Hamburg 
Hamburg, Yokohama, Petro- 
pawlofsk 
Hamburg, Honolulu, Magda- 
lena-Bai, Liverpool 
New-York, Singapore, Eng- 
land 
Hamburg, New-York,Bremen 
Chinaküstenreisen, Hong: 
kong, England 
Bremen, New-York, Triest 
Stettin, Minatitlan 
Süd-Amerika 
Süd-Amerika 
Süd-Amerika 
Süd- und Nord-Amerika 
Dauer der 
Beobachtung 
7 Mon. 6Tgz. 
2, 9x 
24 . 16. 
3 
3 
% 
6. 13, 
6 „ 10, 
8. 
1 
2a . 
m 
12. 27, 
2 21, 
2 . 212. 
5 
1 
6. 
15, 
21, 
1 
1, 2. 
l. Reise des Elsflether Schoners „Mercur“, Kapt, J. 6. Geffken. 
Am 8. März 1879 trat von Liverpool aus der Schoner „Mercur“ cine Reise 
nach Guayaquil an. Fünf Tage später wurde bei frischem südöstlichem Winde 
der Parallel von 50° Nord passirt und dann bei leichten veränderlichen West- 
winden, die am 14. März einsetzten, die Reise.nach Süden fortgesetzt. In der 
Nähe von 44,5° N-Br nahm dor auffrischende Wind hoch nördliche Richtung 
an, und eine Strecke weiter südwärts entwickelte sich aus ihm nordöstlicher 
Wind, der olıne weitere Unterbrechung „Mercur“ in das Passatgebiet führte. 
Für längere Zeit verlief die Reise nun in recht befriedigender Weise. Bis nach 
6° N-Br hin wurde kräftiger Passat angetroffen; in dieser Breite wurde er 
Hauer und unbeständig, so anhaltend, bis in 3° N-Br und 25,4°. W-Lg die süd- 
liche Grenze seines Gebietes erreicht wurde, Zwei Tage waren erforderlich, 
um bei vorherrschend aus nordnordöstlicher Richtung kommendem leisen Zuge 
den Stillengürtel zu überschreiten. Nach Verlauf derselben gelangte der Schoner 
am 4, April in 2,2° N-Br und 25,5° W-Lg in den SE-Passat, welcher ihn schon 
am folgenden Tage in 27° W-Lg über den Acquator- führte. Die Strecke von 
50° N-Br bis zu diesem Punkte hatte „Mercur“ in der kurzen Zeit von 23 Tagen 
zurückgelegt und dabei 40° N.Br in 15,8° W-Lg am 20. März, 30° N-Br in 
20,8° W.Lg am 23. März, 20° N-Br in 25° W-Lg am 27. März und 10° N-Br 
in 26° W-Lg am 30. März überschritten. : 
Weniger. günstig als der NE-Passat erwies sich der Passat des Süd- 
atlantischen Oceans, Er trat nur in sehr geringer Stärke auf und endete schon 
in 15° S-Br. und 33,5° W-Lg, nachdem er in der Nähe von 13° S-Br eine 
Richtung nördlich von Ost angenommen hatie. Veränderliche Ostwinde, die 
nur zwischen 26,5° und 29° S-Br durch leichten südwestlichen Wind für mehroro 
Tage mterbrochen wurden, traf „Mercur“ aber noch bis nach etwa 37° S-Br
	        
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