accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

351 
Chronometer Bröcking No. 937 zum Preise von 1500 ‚/, Mager No. 60 zum 
Preise von 1200 „4, Knoblich No. 1953 zum Preise von 1000 „A und Bröcking 
No. 982 zu 900 ‚A — angekauft worden. 
Es folgen hierauf die drei Chronometer No. 5, 6 und 7, — wo die 
charakteristischen Zahlenwerthe 41,3 bis 41,7 Sekunden fast genau zusammen- 
fallen, — denen das Prädikat „von besonderer Güte“ gebührt. 
Als „recht gut“ sind ferner die Chronometer der Gruppe No. 8—14, mit 
den charakteristischen Zahlenwerthen 44 bis 48 Sekunden zu bezeichnen. Aus 
den Kolumnen A und B erkennt man, dafs, mit Ausnahme des Chronometers 
No. 10, der Werth B bei diesen Uhren sich nahezu gleich bleibt, während der 
Werth A, der gröfste Unterschied im Dekadengange, die Reihenfolge der 
Chronometer hier bestimmt. Da sämmtliche Uhren dem Vernehmen nach neue 
Instrumente sind, so steht zu erwarten, dafs die Gröfse A, — welche bei allen 
an und für sich nur eine geringfügige ist,, — hier von der Acceleration be- 
einflulßst wird, und sind diese Uhren wohl als nahezu von gleicher Güte zu 
betrachten. 
Auf die Gruppe No. 8—14 folgt Gruppe No. 15—21, mit den Zahlenwerthen 
52 bis 55 Sekunden, welche gleichfalls als „gut“ und für die Zwecke der Schiff- 
fahrt durchaus verwendbar bezeichnet werden darf. . 
Die jetzt folgende letzte Gruppe umfalst die Chronometer No, 22—40; 
es zeigen sich hier die Einwirkungen einer ungenügenden Kompensation, ver- 
bunden mit anderen Fehlern und starker Acceleration, in stetiger Zunahme be- 
griffen, und mufs das Verhalten der letzten dieser Uhren als ein unbefriedigendes 
bezeichnet werden. Ein besonderes Interesse nimmt das Chronometer Petersen 
No. 82, das-letzte der Gangtabellen, für sich in Anspruch, weil es zeigt, wie 
ein Instrument, dessen sonstige Fehlerlosigkeit von Herrn Petersen nach be- 
endigter Prüfung konstatirt wurde, wesentlich dadurch eine tiefe Stelle in der 
Rangliste einnimmt, dafs es noch zu neu, demnach noch zu sehr mit Acceleration 
behaftet ist. Ich benutze deshalb die Gelegenheit, den Herren Fabrikanten 
dringend zu empfehlen, nur solche Instrumente zu den alljährlich auf dem 
Chronometer-Prüfungs-Institute stattfindenden Konkurrenzprüfungen einzuliefern, 
bei welchen sie sich durch längere Beobachtung überzeugt haben, dafs die 
Acceleration ihren Höhepunkt, wenn nicht ganz, doch möglichst erreicht hat. 
Auf Grund des von der Direktion der Seewarte an die Kaiserliche 
Admiralität erstatteten Berichtes über die Resultate dieser dritten Konkurrenz- 
prüfung hat das Hydrographische Amt der Kaiserlichen Admiralität außer den 
bereits angeführten Chronometern. No. 1—4 noch die anderen in den Tabellen 
mit den Nummern bis inkl. 17 bezeichneten Chronometer für die Zwecke der 
Kaiserlichen Marine zu den von den Fabrikanten geforderteu Preisen angekauft. 
Schliefslich kann ich nicht umhin, meiner grofsen Befriedigung über den 
Ausfall dieser dritten Konkurrenzprüfung Ausdruck zu geben und meine Ansicht 
dahin auszusprechen, dafs dieselbe,. gleichwie die beiden vorhergehenden, ein 
beredtes Zeugnifs für das Bestreben der betheiligten deutschen und schweizer 
Fabrikanten ablegt, das möglichst Beste auf dem Gebiete der Chronometer- 
fabrikation für diese Untersuchungen anzufertigen. 
Hamburg, Juni 1880. 
George Rümker.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.