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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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Tabellen- und Karten-Werken geschritten werden soll, die bei der Herstellung 
leitend gewesenen Gesichtspunkte und Maximen aufgeführt werden, indem wir 
dabei unterscheiden solche, welche sich auf das Material und die Behandlung 
desselben, und solche, die nur_auf das Aeufsere, das Formelle der Karten 
Bezug haben. 
A. Das Material und die Behandlung desselben. 
1. Es wurde von Material, wie es in Tabellen und Karten vorhanden 
ist, benutzt, was zugänglich war. Dabei wurde jedoch mit einer strengen 
Kritik verfahren, indem namentlich solchen Arbeiten und deren Resultaten, 
über welche eine, die Methode u. s. w. beleuchtende Erörterung vorlag, der 
Vorzug gegeben wurde, 
2. Es wurden in erster Linie neuere Beobachtungsreihen und Darstellungen 
bei dem Entwerfen der Kurvensysteme benutzt, und zwar hauptsächlich, um die 
Fehlerquelle, die in der Unsicherheit der Säkular-Aenderungen liegt, möglichst 
anschädlich zu machen. Wo eine Reduktion wegen Säkular-Aenderung. noth- 
wendig wurde, gelangten die Werthe dieses Elementes, wie sie sich aus einer 
strengen Ableitung ergaben, für den betreffenden Ort in Anwendung. 
3. Bei den neueren Beobachtungen wurde überall da, wo es sich als 
möglich erwies, d.h. wo die nöthigen Daten dafür vorlagen, auf das Mittel des 
Tages der Beobachtung reducirt, was für störungsfreie Tage anstatt -einer strengen 
Reduktion auf einen Normalstand gesetzt werden kann; es kamen jedoch dabei 
nur mittlere Werthe der täglichen Schwankungen zur Verwendung, sowie auch 
die Lage der betreffenden Beobachtungszeit mit Bezug auf die elfjährige Periode 
eine Berücksichtigung nicht fand. 
4. Als erste Grundlage der Darstellung, welche später gemäfs neuerer 
Beobachtungen oder gemäfs ausgeführter Reduktionen verbessert wurde, sind 
die in den betreffenden Abschnitten des Literatur-Nachweises aufgeführten 
Kartenmaterialien anzusehen. 
5. Von einzelnen Beobachtungsreihen und magnetischen Aufnahmen, die 
zum Theil zur Zeit der Konstruktion der Karten noch nicht veröffentlicht 
waren, wie beispielsweise die Resultate der magnetischen Beobachtungen der 
norwegischen Forschungsreise unter Mohn und Kapt. Wille, die Resultate der 
Beobachtungen der holländischen Nordpolar-Expedition des „W. Barendz“ und 
die magnetischen Untersuchungen im indischen Insel-Archipel von Dr. van 
Rijckevorsel, wurde benutzt, was zu erhalten war, dabei wurde die Reduktion 
auf die Epoche 1880.0 mit aller Vorsicht und unter Anwendung der Werthe der 
Säkular-Aenderungen, welche für die in Frage stehenden Gegenden sich ent- 
weder aus den Beobachtungsreihen selbst ableiten liefsen oder, die besten 
Quellen benutzend, abgeleitet werden konnten, ausgeführt, 
6. Bei Verwendung der Resultate der Einzelaufnahmen und der bereits 
für dieselben abgeleiteten: Kurvensysteme wurde in der Herstellung der Karten 
nirgends der Versuch gemacht, die oft durch lokale Verhältnisse bedingten Un- 
vegelmäfsigkeiten (Ausbiegungen) in den Kurven zu übertragen; vielmehr wurde 
durch Ausgleichung dieser Unregelmäfsigkeiten im Verlaufe die normale Richtung 
für die in Frage stehende Gegend abgeleitet uud ein Anschlufs (eine Ueberein- 
3atimmung) an die Arbeiten über Gegenden erzielt, von welchen solche ins 
Einzelne gehenden Vermessungen nicht vorliegen. 
B. Die äufsere Form. 
1. Da es sich vorzugsweise um die Darstellung der erdmagnetischen 
Elemente innerhalb der Gebiete, welche durch den Weltverkehr zur See belebt 
werden, handelt, so wurde für die Grundlage dieser Darstellung die Merkators- 
Projektion gewählt, und die Karten innerhalb der Breitengrenzen 80° Nördlicher 
Breite und 68° Südlicher Breite ausgeführt. Es ist dies nach dem Vorgange der 
meisten, gleichem Zwecke dienenden Karten geschehen, 
2. Der Maafsstab der Karten wurde so gewählt, dafs eine Eintheilung in 
je zwei Grade der Länge und der Breite ohne Unzuträglichkeiten möglich war. 
Durch diese Eintheilung ist es angängig, ohne Gebrauch eines Zirkels für einen 
bestimmten Ort die Werthe der erdmagnetischen Elemente mit genügender 
Schärfe zu entnehmen.
	        
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