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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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Die Deckpeilung des Signals A und der Tonne des Fahrwassers Couy 
kennzeichnet ein auf die französische Küste zu. führendes Fahrwasser in der 
Mitte des Flusses.‘ Das Signal K in Deckpeilung mit einem auf dem holländi- 
schen Ufer stehenden schirmförmigem Baum kennzeichnet gleichfalls ein auf die 
französische Küste führendes Fahrwasser. Man steuere zunächst auf das 
Signal P nach der Tonne zu im Fahrwasser von: Saint Laurent, und von dieser 
Tonne nach dem Ankerplatz von Saint Laurent. Auf dem Ankerplatz von 
Saint Laurent liegt gleichfalls eine Tonne, dieselbe kennzeichnet eine Felsen- 
bank, welche bei Niedrigwasser trocken fällt. . . 
Segelanweisung. Man steuere West auf die Spitze Grosbois zu, bis man 
die Ansegelungstonne in rw S50° W und die Spitze Panato etwas frei von der 
Spitze Frangatse in rw S29° W peilt. Von hier steuere man auf die Tonne zu 
und behalte dieselbe an B.B. Auf der Barre sind bei Niedrigwasser nicht 
weniger als 3m Wasser. Wenn man bei der inneren Tonne angelangt ist, 
steuere man rw S3°W auf die Spitze Panato zu. ; 
Auf der Bank im Fahrwasser Vaches findet man nicht mehr als 2m Tiefe 
bei Niedrigwasser. Seewärts dieser Bank ist ein noues Fahrwasser mit 3m 
Tiefe betonnt worden. Die Richtung desselben ist durch die Deckpeilung der 
Insel Aronabo und der Bake auf der Spitze Coswine gekennzeichnet. 
Die Mifsweisung beträgt im Flusse Maroni 1° 30‘ Ost 1879. 
Der Hafen von Manta in Ecuador.” 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) 
Ueber die Ansegelung ‘dieses in letzter Zeit von deutschen Schiffen viel 
besuchten Hafens und über dessen nautische Verhältnisse enthält das Journal 
des Kapitäns N. J. Hundewadt von der deutschen Bark „Berend“ die 
folgenden Bemerkungen: . 
„Wenn man, von Süden kommend, nach Manta bestimmt ist, so ist os 
gerathen, die Küste schon bei St, Helena Point in Sicht zu laufen, denn ge- 
wöhnlich setzt eine starke Strömung längs der Küste nach Norden, und bei der 
diesigen Luft, welche während der meisten Tageszeit über dem Lande liegt, 
ist es sehr leicht möglich, dafs beim Orientiren nach Sichten des Landes ein 
Fehler gemacht wird. U 
St. Helena Point ist leicht zu erkennen. Aus der Ferne gesehen, erscheint 
die,Spitze wie eine allein liegende Insel, da das Land rings umher sehr niedrig 
ist. Sie ist von bedeutender Höhe und springt weit vor; ihre Oberfläche ist eben; 
das Nordende verläuft schräg, der südliche Vorsprung fällt steil ab. Das Kap 
sieht gelb und kahl aus; man bemerkt auf ihm weder Baum noch Strauch, nur 
an der oberen Kante einige dunklere Stellen, wie von Moosen bedeckt. 
Von hier, auf reghtweisend Nord-Kurs in passendem Abstande längs der 
Küste segelnd, sichtet man das hohe Gebirge von Solango und die gleichnamige 
Insel, welch letztere ebenfalls von beträchtlicher Höhe, aber nur geringer Aus- 
dehnung ist. Hat man dieses hohe Land in die Peilung mw Ost gebracht, 
und ist die Luft einigermafsen klar, so wird man recht voraus die Insel Plata 
sehen. Dieselbe ist etwas weniger hoch, aber von-gröfßerer Ausdehnung, als 
St. Helena Point. Die Insel hat ein schmutzig braunes, verwittertes Aussehen; sie 
ist von grauen Furchen durchzogen und auf den Gipfeln mit Gesträuch be- 
wachsen, Sie ist auf allen Seiten von Klippen umgeben, doch liegen diese in 
keinem gröfseren Abstande, als 1 Sm vom Lande. Das Kap St. Lorenzo, welches 
bei ziemlich klarer Luft schon bei der Plata-Insel gesichtet wird, ist ebenfalls 
hoch. und in geringer Entfernung vom Lande von Klippen umgeben. - ; 
') Vgl. „Ann, d. Hydr. etc.“, 1880, pag. 164. 
Ann. d. Hydr., 1880, Heft YI (Juni)
	        
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