accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

319 
wehte, drehte sich am folgenden Tage nach NE, und .ohne dafs eine nennens- 
werthe Störung eintrat, wurde das Passatgebiet erreicht. Die polare Grenze 
desselben, durch Abflauen des hier aus ostsüdöstlicher Richtung kommenden 
Windes angedeutet, schien in 31,5° N-Br und 22° W-Lg zu liegen. Auf der 
Strecke zwischen 31° und 24° N-Br wurde sehr kräftiger Wind angetroffen; 
nachdem 20° N-Br überschritten worden war, fand man nur noch flaue Briese 
and in 9° N-Br und 26° W-Lg erreichte man die aequatoriale Grenze des 
Passatgebietes, Südlich derselben wurde die Bark einen Tag durch leichte 
östliche Mallung aufgehalten, dann setzte in 7,9° N-Br und 25,5° W-Lg der 
Westmonsun ein, mit dem nach SE gesegelt wurde. KEin starker, nach ENE 
setzender Strom begleitete diesen Wind, Nachdem 4,5° N-Br in 17° W-Lg 
erreicht worden war, wurde meistens über St. B. gesegelt, zu Zeiten aber auch 
noch über B. B., wenn die Windrichtung dies rathsam erscheinen liels. Am 
6.- Oktober wurde in 21° W-Lg der Aequator überschritten. Die Reisedauer 
von 44° N-Br ab betrug 28 Tage und während dieser Zeit war 40° N-Br in 
18° W-Lg am 10. September, 30° N-Br in 22,5° W-Lg am 15. September, 
20° N-Br in 25° W-Lg am 19. September und 10° N-Br in 26° W-Lg am 
25. September geschnitten worden. 
Im Südatlantischen Ocean fand „San Francisco“ bis nach 20° S-Br in 
29,5° W-Lg, wo man sich am 13. Oktober befand, recht kräftigen Passat. 
Weiterhin war derselbe nur flau, doch erstreckte sich sein Gebiet bis nach 
30,8° S-Br in 26,5° W-Lg. Zwei Tage wurden südlich von ihm in Windstille 
verbracht, dann erhielt man einen leichten Nordwind, der bald auffrischte und 
westlich lief und die Bark in rascher Fahrt zum ersten Meridian führte. Nach- 
dem 10° S.Br in 27,5° W-Lg am 10. Oktober, 30° S-Br in 27,8° W-Lg am 
18. Oktober überschritten worden war, gelangte man am 28. Oktober in 
40,8° S-Br zum Meridian von Greenwich. Es waren bis dahin 22 Tage südlich 
von der Linie zugebracht worden. 
Beim ‘Ablaufen der Länge erreichte: die Bark als südlichsten Punkt 
50,2° S-Br in 110° O-Lg. Von hier ab hielt man sich längere Zeit zwischen 
50° und 49° S-Br; erst in 160° O-Lg gelangte man wieder nördlich vom 
letzteren Parallel. Die angetroffenen Winde waren durchgehends günstige 
und gar nicht stürmisch. Nennenswerthe östliche Winde wurden erst östlich 
vom 160° O-Lg und besonders in-der Nähe der Südspitze von Neuseeland 
angetroffen. Die Bark überschritt den Meridian von 80° Ost in 48,5° S-Br 
am 15. November, den des Kap Leeuwin in 49,5° S-Br am 22. November und 
den des Süd-Kap von Tasmania in 49,1° S-Br am 28. November, Der Aufent- 
halt durch östliche und nordöstliche Winde in der Nähe der Stewart-Insel, welche 
„San Francisco“ am 5. Dezember erreichte, dauerte mehrere Tage; am 8. De- 
zember kam jedoch wieder südwestlicher Wind. durch, der fast ohne Unter- 
brechung das Schiff bis nach 34° S-Br in 172° W-Lg begleitete. Schon in 
32° S-Br erhielt man südöstlichen Wind. Derselbe wurde zwar in 28° S-Br 
und 170° W-Lg noch wieder durch eine einen Tag anhaltende Windstille 
unterbrochen, dann kam er aber als Passat in 27° S-Br und 169° W-Lg wieder 
frisch durch und führte die Bark am 26. Dezember zum Bestimmungshafen, 
Auf dem letzten Theile der Reise wurde 40° S-Br. in 176,5° W-Lg am 
14. Dezember, 30° S-Br in 169,8° W-Lg am.19. Dezember, 20° S-Br in 
169,8° W-Lg am 24. Dezember und der Meridian von 180° in 43,7° S-Br am 
19 Dezember geschnitten. Die Dauer ‘der Reise von 44° N-Br ab war 
Tage. 
Von Apia aus trat die Bark am 5. Februar 1879 eine Reise nach. der 
Stewart-Insel. in der. Salomon-Gruppe, an. Der nordöstliche Wind, bei dem 
sie angetreten. wurde, lief, gleichzeitig auffrischend, allmählich nördlicher und 
drehte sich schliefslich nach NNW, aus welcher Richtung dann der Wind, wenn 
auch flau und wenig beständig, für längere Zeit vorherrschend wehte. Als 11°S-Br 
in. 175° O-Lg erreicht worden war, gerieth man in eine Region der Mallung 
and Stille, welche sehr schwierig zu durchkreuzen war. Besonders hinderlich 
erwiesen sich hier, wie während dieser ganzen Reise, die ungünstigen, fast 
ununterbrochen nach östlicher Richtung setzenden Strömungen, In 7,5° S-Br und 
168° O-Lg kam wieder leichter östlicher Wind durch, der dann auch ganz bis 
zum Bestimmungsplatze anhielt. Es wurden 180° O-Lg in 11,2° S-Br am
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.