accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

318 
27° S-Br und 99,5° W-Lg lag die südliche Grenze seines Gebietes. Der östlich 
gelaufene Wind drehte sich hier allmählich nach Nord, dann aber wieder rasch 
durch West und Süd nach SE. Erst nach der zweiten Drehung wurde der 
Westwind beständig. Am 21. September, in 57° S-Br und 76° W-Lg, wehte 
er bei einem geringsten Luftdruck von 735 mm als sehr heftiger Sturm. 
Es wurde 10° S-Br in 95,8° W-Lg am 28. August, 20° S-Br in 100° W-Lg 
am 2. September, 30° S-Br in 98,5° W-Lg am 7. Scptember, 40° S-Br in 
95° W-Lg am 12. September und 50° S-Br iu 90° W-Lg am 17. September 
überschritten. 
Am 23, September, dem 52, Tage nach dem Abgange vom Hafen, wurde 
der Meridian des Kap Horn passirt. 
Im Atlantischen Ocean herrschten anfänglich die Winde aus nordwestlicher 
Richtung vor; nördlich von 40° S-Br waren sie veräuderlich und häufig auch 
merwünscht Sau. Sehr günstige Verhältnisse wurden dagegen auf der Strecke 
zwischen 30° und 20° S-Br angetroffen, wo an der Stelle der gewöhnlichen 
Nordwinde zunächst südwestlicher Wind und schon von 26,5° S-Br und 
36,5° W-Lg an Passat wohte. 
Vom Kap Horn her wurde 50° S-Br in 48,5° W-Lg am 29. September, 
40° S-Br in 41,5° W-Lg am 7 Oktober, 30° S-Br in 39,5° W-Lg am 16. Ok- 
tober, 20° S-Br in 33° W-Lg am 22. Oktober und 10° S-Br in 27° W-Lg am 
29, Oktober überschritten. Am 2, November ging „Schwan“ in 27,2° W-Lg 
von südlicher in nördliche Breite über. Um vom Kap Horn dahin zu kommen, 
waren 40 Tage erforderlich gewesen. 
Am 9. November wurde in 14° N-Br und 32° W-Lg mit der Führung 
des Journals eingehalten, weil es sich herausstellte, dafs das Barometer in Un- 
ördnung gerathen war. 
9, Reise des Bremer Schiffes „Charlotte“, Kapt. E. F. Gutsmuths, 
Am 10. September 1879, also sieben Tage eher als das auf derselben Reise 
begriffene Bremer Vollschiff „Hansa“, befand sich die nach Baltimore bestimmte 
„Charlotte“ in Sicht von Fair Island. Gegen Westwinude, die sehr häufig als 
heftige Stürme auftraten, mußte auch dieses Schiff seinen Fortgang nach Westen 
erkämpfen. Vom 9, bis 12. Oktober erfuhr man in der Nähe von 45° N-Br und 
17° W-Lg heftige Stürme aus SE und NW, während welcher das Barometer 
auf 735,2 mm sank. Auch nachdem man westlich von der Neufundland-Bank 
gekommen war, wo im kalten Küstenstrome der noch übrige Theil der Reise 
zurückgelegt wurde, trat keine Veränderung zum Bessern ein. Das Schiff 
wurde hier am 17. Oktober von einem Wirbelwinde getroffen, ohne jedoch Schaden 
zu erleiden. Man gelangte während der Reise nach 30° W-Lg in 50,3° N-Br 
am 2. Oktober, nach 50° W-Lg in 43,5° N-Br am 16. Oktober, nach 60° W-Lg 
in 42,2° N-Br am 23. Oktober und nach 70° W-Lg in 39,4° N-Br am 30. Ok- 
tober. Am 1. November, nach 52tägiger Reise und einen Tag früher als der 
Mitsegler „Hansa“, erreichte die „Charlotte“ die Chesapeake-Bai. 
Am 3. Januar 1880 verliels „Charlotte“, welche von der Chesapeake-Bai 
nach Philadelphia versegelt war, die Mündung des Delaware-Flusses, um nach 
Bremen zurückzukehren. Auch auf dieser Reise wurden häufig stürmische 
Winde und nicht allein aus westlicher, sondern auch aus östlicher Richtung 
angetroffen. Nur auf der Strecke zwischen 68° und 39° W-Lg waren die 
Westwinde die herrschenden. Westlich von jener Länge wehten für längere 
Zeit Ostwinde, und der Weg von den Aufsengründen bis in den Kanal wurde 
bei Süd- und SSE-Winden zurückgelegt. Man kreuzte 70° W-Lg in 38° N-Br 
am 5. Januar, 50° W-Lg in 41,1° N-Br am 15. Januar und 30° W-Lg in 45,7° N-Br 
am 25. Januar. Am 2, Februar, nach 30tägiger Reise, wurde der Meridian 
von Lizard erreicht. 
{0. Reise der Hamburger Bark „San Francisco“, Kapt. J. Blanck, 
Am 8. September 1878 wurde in 44° N-Br und 15,5° W-Lg an Bord 
der von Hamburg nach Apia bestimmten‘ Bark „San Francisco“ die Führung 
des meteorologischen Journals begonnen. Der frische Nordwind, der hier
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.