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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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doch noch die Möglichkeit vorhanden, dafs vereinzelte kleinere Untiefen oder 
einzelne Steine, von denen das Loth abgleitet, unentdeckt geblieben sind. 
Die Zahl der aufgefundenen und speciell vermessenen Riffe, von weniger 
wie 8m Wassertiefe beträgt 13;!) ihre specielle Vermessung ergiebt das nach- 
stehende Resultat: 
das grofse Riff 
RifI . . 
RifII . 
Riff III . 
Riff IV. 
Riff V . 
Rift VI. . 
Riff VII... . 
Riff VIII und IX 
No. 1 . 
No. 2 
No. 3 
No. 4 
70200,32 kbm 
1343,12 
5615,12 
7405,04 
1869,00 
1436,64 
867,76 
4115,76 
5385,40 
4918,84 
1105,72 
4709,32 , 
1930,54 
ı Summa 110902,58 kbm, 
wobei zu bemerken ist, dafs die Ermittelung des Flächeninhaltes der einzelnen 
horizontalen Flächen mittelst des Planimeters geschehen ist, und dafs bei Be- 
rechnung der untersten Schicht jedes Riffes noch der kubische Raum unter der 
8m-Horizontalen in Höhe von 0,20m mitberechnet werden mufste, weil die 
Steinlagen ja nicht genau in Tiefe von 8m. abschliefsen, sondern doch meist 
zo liegen, dafs die einzelnen Steine noch unter 8m reichen. Um. die genaue 
Angabe des zu Leistenden zu machen, war diese Art der Berechnung durchaus 
erforderlich. 
Da namentlich im Frühjahr die Luft häufig so klar war, dafs die Küste 
von Jasmund mit Stubbenkammer und die Küste von Bornholm mit dem Rytters- 
knägten sehr deutlich sichtbar war, konnten wiederholt Peilungen vom Königs- 
stuhl und vom Ryttersknägten von der S. P.-Tonne aus genommen werden und 
ergaben dieselben: 
N54°O 
S 69° W. 
Ryttersknägten, in. . 
Königsstuhl, in. 
Aufer der S. P.-Tomne, deren Lago somit genau bestimmt ist, fanden 
sich noch nördlich vom Adler-Grund zwei Tonnen vor, welche identisch zu sein 
scheinen mit den in der von S. M. Transportschiff „Rhein“ aufgenommenen 
Karte vermerkten und dort mit W und R bezeichneten Tonnen; diese See- 
zeichen waren jedoch erheblich vertrieben. 
Die Tonne W, laut Karte vom „Rhein“ NNW*%/4AW von der S. P.-Tonne 
in 0,83 Sm Abstand liogend, wurde im Sommer 1879 NOz0°/sO in Entfernung 
von 5,8 Sm liegend gefunden, und die Tonne R, laut Karte SSO'/sO von der 
S. P.-Tonmne in 0,94 Sm Abstand liegend, fand sich in Nord von der S. P.-Tonne 
in 3 Sm Abstand. Es wurde der Anstrich dieser Tonnen erneuerf und die 
Tonne R mit eiserner Spiere und Flagge versehen. Da die die jetzige Lage 
der Tonnen die tiefe Fahrt zwischen Adler-Grund und Bornholm markirt, hat 
eine Verlegung dieser Tonnen nicht stattgefunden.“ 
Die ganze Kraft der Arbeiten wurde im Sommer 1879 ausschließlich 
auf die Wegräumung des grofsen Riffes und des Riffes III koncentrirt. Es be- 
theiligten sich hieran 16 Fahrzeuge (50—147kbm vermessen), aufser der Schiffs- 
besatzung mit erprobten Steinzangern und Tauchern bemannt, nebst dem für 
18 Sn uniketion mit dem Lande gecharterten dänischen Transportfahrzeug 
„Pernille“, 
Zum Schleppen der Steinzangerfahrzeuge diente außer dem Hauptschiffe 
der Expedition, dem „Blitz“, welches auch noch zu Vermessungsarbeiten 
1) Diese 13 Riffe sind auf der grofsen Arbeitskarte der Vermessungen des Adler-Grundes 
von dem Dirigenten dieser Arbeiten eingetragen.
	        
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