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Salzwasser von ca 3 °%y Gehalt gefüllten Gefäfs von 375mm Tiefe gestanden
hatten, zeigte sich bei
Röhre A eine Entfärbung des Belags von
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Der Verschlufs der Röhren B, C und D war also nicht luftdicht.
Man kann sich übrigens auch an Bord vor der Lothung leicht davon
überzeugen, ob der Verschlufs luftdicht ist, wenn man die Röhre, ehe man sie
in die Hülse einführt, kurze Zeit in Seewasser taucht. Als Gefäfs eignet sich
hierzu der Glasceylinder, welcher dem Aräometerbesteck beigegeben wird. Ist
die Röhre nicht luftdicht geschlossen, so wird man dies bald an der Länge
des entfärbten Theiles ihres Belags bemerken. Die Röhren etwa sämmtlich
vorher auf diese Weise zu prüfen und demnächst bis zum Gebrauch aufzu-
bewahren, scheint sich nicht zu empfehlen, — wenigstens hat bei solchen im
Hydrographischen Amte geprüften Röhren, welche demnächst an Bord einiger
Schiffe gegeben wurden, wahrscheinlich infolge der angenommenen Feuchtigkeit
eine derartige Veränderung des ganzen Belages stattgehabt, dafs bei Lothungen
in der Ostsee derselbe nicht mehr reagirte.
Die Glasröhren müssen, wo möglich, an einem trockenen, aber luftigen
Orte so aufbewahrt werden, dafs sich ihr Lackverschlufs nicht abstofsen kann.
S. M. Schiffe werden künftig nur noch Lothmaschinen erhalten, deren
Draht durchweg auf Haltbarkeit vom Hydrographischen Amte geprüft ist. In
Bezug auf guten Belag und luftdichton Verschlufs wird fernerhin von den ge-
lieferten Röhren nur eine bestimmte Procentzahl im Hydrographischen Amte
geprüft und eine Abnahme der Lieferung nur erfolgen, wenn diese geprüften
Röhren sich als vollkommen gut erwiesen haben.
Veber die im Sommer 1879 zur Wegräumung des Adler-Grundes
ausgeführten Arbeiten,
Der Königliche Wasser-Bauinspektor Herr Weinreich zu Colbergermünde,
welchem die Ausführung der zur Wegräumung des Adler-Grundes!) nöthigen
Arbeiten im Sommer 1879 von der Kaiserlichen Admiralität, unter specieller
Aufsicht des Hydrographischen Amtes, anvertraut war, hat über dieselben im
Januar d. J, einen ausführlichen Bericht abgostattet. In Anbetracht der grofsen
Wichtigkeit, welche die Beseitigung dieses der Schiffahrt zwischen den Inseln
Rügen und Bornholm gefährlichen Hindernisses bezw. die sichere Kennzeichnung
desselben bei Tage und bei Nacht für alle betheiligten Kreise hat, reproduciren
wir hier, theils im Auszuge, theils dem Wortlaute nach, diesen Bericht.
Die eigentlichen Arbeiten begannen Ende Mai, nachdem schon zu Anfang
dieses Monats der Dirigent der Arbeiten mit einem Gehülfen und neun Mann
Besatzung auf dem für diesen Zweck geheucrten Dampfer „Blitz“ bei den flachsten
Stellen des Adler-Grundes, welche Lieut. z. See Freiherr von Löwenstern im
1) S. „Ann. d. Hydr, ete.“, 1876, pag. 461, und Skizze des Adler-Grundes in Tafel zu
Heft XI. 1876.