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3. Das Lager D; auf welchem der ganze Apparat befestigt ist.
4.. Den Bock E, welcher die Trommel F trägt, auf die der Lothungs-
draht gewunden wird. Diese Trommel ist an einer Seite‘ mit einem Rade,
welches in seiner Rille das Bremstau &@ aufnimmt, und mit zwei Händeln ver-
sehen, welche zum Einwinden des Drahtes dienen, vor dem Fallenlassen des
Lothes. aber. abgenommen werden.
5. Den Zähler H, ein Zahnradgetriebe, welches zur KErmittelung der
Länge des abgelaufenen Draktes dient. .
- 6. Die Bremsvorrichtung J,. zum Hemmen des sich abrollenden Drahtes
und zum Stoppen dienend, wenn das Loth den Grund erreicht hat.
Zu der Maschine gehören ferner: N ,
Eine gröfsere Anzahl, gewöhnlich 100, mit einem innern Belag von chrom-
saurem Silber versehene Glasröhren von ca 610mm Länge.
Ein Mafsstab zum Messen der gelotheten Tiefe an dem roth gebliebenen
Theil der gebrauchten Glasröhre.
500 bis 540m Lothungsdraht.
Ein verzinktes Blechgefäfs zur Aufnahme der zunächst zur Verwendung
kommenden Glasröhren. Dasselbe ist so eingerichtet, dafs die für die Aufnahme
der Glasröhren bestimmten Hohleylinder von einem Raum umgeben sind, welcher
einige Zeit vor dem Beginnen des Lothens mit frisch aufgeschlagenem Seewasser
angefüllt wird, damit. die Luft in den Glasröhren die Temperatur des See-
wassers annimmt.
Ein Gefäß von galvanisirtem Eisen, in welchem die Trommel mit dem
aufgerollten Draht, in Kalkwasser liegend, aufbewahrt wird, wenn die Maschine
aufser Betrieb ist. ”
Ein Vorrath von ungelöschtem Kalk (Aetzkalk) in einem gut schliefsenden
Blechgefäfs, damit die Lösung in dem vorhin erwähnten Gefälfs hergestellt und
in wirksamem: Zustande erhalten werde.
S. M. Schiffen werden in der Regel noch 4 Lothe, 4 Messinghülsen,
4 Ringe für das untere Ende des Drahtes, 2 Mafsstäbe und 400m Reservedraht
mitgegeben.
Die Maschine muß am Heck, an der Bordwand oder an einem sonst ge-
eigneten Orte so aufgestellt werden, dafs das Loth durchaus frei fallen kann.
Nachdem ein solcher Ort ermittelt ist, wird die Maschine durch Verbolzen des
Lagers befestigt. ;
Die Handhabung der Maschine. Zuerst muls die Bremsvorrichtung adjustirt
werden, was in folgender Weise geschieht: Das Bremstau GG, an einem Ende
mit einem Knoten versehen, wird:durch das Loch am Ende des Gegengewichts a
geschoren und von oben herum in die Vertiefung des Trommelrades gelegt,
dann wieder nach oben über das Bremsrad &b geschoren‘ und zuletzt an der
Klampe c fostgesteckt. Ehe letzteres geschieht, mufls man den Bremshebel d
in seine höchste Stellung, welche die Linie e angiebt, bringen und das Bremstau
soweit anholen, dafs das Ende des Gegengewichts a gerade das Lager D be-
rührt, sich also in der Lage f befindet, Dann erst belegt man das Bremstau
an der Klampe c für fest. Befindet sich der Bremshebel in‘der Stellung, welche
die Linie e anzeigt, so wird wenig oder gar kein Widerstand auf die Umdrehung
der Trommel ausgeübt. Läfst man den Bremshebel in die Lage der gestrichelten
Linie d nieder, so findet das Maximum des auf die Umdrehung der Trommel F
wirkenden Widerstandes statt. Die dadurch verursachte Reibung reicht hin,
das Ablaufen des Drahtes zu verhindern, wenn das Loth an ihm.hängt. -
Nachdem die Bremse adjustirt ist, .wird der Hebel in die Lage d ge-
bracht und das Loth, dessen Vertiefung, Rand. und unterer Theil der Seiten
vorher mit Talg zu versehen ist, an der Leine und diese an dem Ring des
Lothungsdrahtes befestigt. Die Messinghülse . wird an der Leine festgemacht,
von oben eine noch nicht gebrauchte Glasröhre in dieselbe eingeführt und die
Hülse mittelst ihres Deckels geschlossen. .
Soll das Loth fallen, so bringt man den Bremshebel in die mittlere
Lage & der Figur, wobei das Gegengewicht zwischen seiner mittleren und
unteren Stellung schwebt; dadurch wird das Rad mit der Trommel aus seiner
Arretirung gelöst, Die Trommel geräth in rasche Drehung, bis das Loth den
Grund erreicht hat, worauf sie plötzlich stoppt, oder sich nur langsam weiter
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