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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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die leichte und sichere Navigirung des Schiffes ist, dafs die allgemeine Ein- 
führung desselben zum Gebrauch auf allen Schiffen diesseits nur empfohlen 
werden kann, wenn auch die Feinheit des Drahtes eine ganz besondere, subtile 
Behandlung erfordert, und wohl ein Brechen desselben und damit verknüpftes 
Verlieren des Lothes häufiger vorkommen wird. Namentlich bei geringerer 
Fahrt und flacherem Wasser ist es schwer, den Moment des Stoppens zu 
erkennen, und kommt es leicht vor, dafs alsdann mehr Draht abrollt, sich da- 
durch Kinken bilden und der Draht beim Eindrehen leicht bricht, wie einmal 
hier vorgekommen ist. Bei gröfseren Tiefen und mittlerer Fahrgeschwindigkeit 
ist mit Sicherheit zu lothen, ohne dafs das Schiff dadurch in seiner Fahrt oder 
im Manövyriren gehindert wird. Die ganze Manipulation nimmt, bis das Loth 
wieder klar zum Fallen ist, nur wenig Minuten Zeit in Anspruch und erfordert 
2 Mann.“ 
Aus diesem und den Berichten der übrigen oben genannten Schiffe geht 
hervor, dafs sich diese Lothmaschine zur Messung von gröfseren Tiefen während 
nicht zu langsamer Fahrt des Schiffes, also in den Fällen eignet, wo das Hand- 
loth nicht benutzt werden kann. Für Messungen grofser Tiefen auf hoher See, 
wie sie in neuerer Zeit im Interesse der Wissenschaft und zur Untersuchung 
der Terrainverhältnisse des Seebodens behufs Legung von Telegraphenkabeln 
angestellt werden, ist die Maschine nicht konstruirt, sondern, wie auch Sir 
Old) Thomson ausdrücklich sagt, nur für Tiefen bis zu ca 150 Faden 
274m). 
In der untenstehenden Figur ist die Seitenansicht der Maschine dar- 
gestellt. Dieselbe hat folgende Theile: 
1. Das Loth A von 0,99m Länge und 1l1kg Gewicht. Die 
Leine B von 2,7m Länge, an welcher das Loth und die Messing- 
hülse C befestigt werden. Die Leine wird an den Ring des Lothungs- 
drahtes festgemacht. 
2. Die Messinghülse C, zur Aufnahme der Glasröhren bestimmt. 
Dieselbe hat am obern Ende einen Verschlufs und quer über die 
antere Oeffnung einen mit Kautschuk umhüllten Messingstift, auf 
welchem die in die Hülse eingeführte Glasröhre ruht. Die Länge 
der Hülse von diesem Stift bis zum Verschlufsdeckel mufßs etwas 
gröfser sein als die der Glasröhren. Die Hülse wird an der Leine 
30 befestigt, dafs ihr oberes Ende etwa 9dm von dem Ringe des 
Lothungsdrahtes entfernt ist. 
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