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die leichte und sichere Navigirung des Schiffes ist, dafs die allgemeine Ein-
führung desselben zum Gebrauch auf allen Schiffen diesseits nur empfohlen
werden kann, wenn auch die Feinheit des Drahtes eine ganz besondere, subtile
Behandlung erfordert, und wohl ein Brechen desselben und damit verknüpftes
Verlieren des Lothes häufiger vorkommen wird. Namentlich bei geringerer
Fahrt und flacherem Wasser ist es schwer, den Moment des Stoppens zu
erkennen, und kommt es leicht vor, dafs alsdann mehr Draht abrollt, sich da-
durch Kinken bilden und der Draht beim Eindrehen leicht bricht, wie einmal
hier vorgekommen ist. Bei gröfseren Tiefen und mittlerer Fahrgeschwindigkeit
ist mit Sicherheit zu lothen, ohne dafs das Schiff dadurch in seiner Fahrt oder
im Manövyriren gehindert wird. Die ganze Manipulation nimmt, bis das Loth
wieder klar zum Fallen ist, nur wenig Minuten Zeit in Anspruch und erfordert
2 Mann.“
Aus diesem und den Berichten der übrigen oben genannten Schiffe geht
hervor, dafs sich diese Lothmaschine zur Messung von gröfseren Tiefen während
nicht zu langsamer Fahrt des Schiffes, also in den Fällen eignet, wo das Hand-
loth nicht benutzt werden kann. Für Messungen grofser Tiefen auf hoher See,
wie sie in neuerer Zeit im Interesse der Wissenschaft und zur Untersuchung
der Terrainverhältnisse des Seebodens behufs Legung von Telegraphenkabeln
angestellt werden, ist die Maschine nicht konstruirt, sondern, wie auch Sir
Old) Thomson ausdrücklich sagt, nur für Tiefen bis zu ca 150 Faden
274m).
In der untenstehenden Figur ist die Seitenansicht der Maschine dar-
gestellt. Dieselbe hat folgende Theile:
1. Das Loth A von 0,99m Länge und 1l1kg Gewicht. Die
Leine B von 2,7m Länge, an welcher das Loth und die Messing-
hülse C befestigt werden. Die Leine wird an den Ring des Lothungs-
drahtes festgemacht.
2. Die Messinghülse C, zur Aufnahme der Glasröhren bestimmt.
Dieselbe hat am obern Ende einen Verschlufs und quer über die
antere Oeffnung einen mit Kautschuk umhüllten Messingstift, auf
welchem die in die Hülse eingeführte Glasröhre ruht. Die Länge
der Hülse von diesem Stift bis zum Verschlufsdeckel mufßs etwas
gröfser sein als die der Glasröhren. Die Hülse wird an der Leine
30 befestigt, dafs ihr oberes Ende etwa 9dm von dem Ringe des
Lothungsdrahtes entfernt ist.
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