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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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die Zeichen für diejenigen Erscheinungen, welche im Moment der Beobachtung 
nicht mehr statt haben, in Klammern zu setzen sind, nur unter Hinzufügung 
m ‘m das Studium höchst interessanten Dauer des betr.. Hydrometeors in 
tunden. 
Der erste Theil der Arbeit, deren Resultat wir hiermit der Oeffentlich- 
keit übergeben, nämlich die Extrahirung der Schiffsjournale, wurde bereits im 
Spätherbst 1876 ausgeführt. Es wurden hierbei, mit Bewilligung der Direktion 
der Seewarte, aus dem an der Seewarte vorhandenen Material 161 Journale 
von Segelschiffen und 17 von Dampfern benutzt, welche sich sämmtlich auf in 
den Jahren 1868—1872 ausgeführte Reisen beziehen, In diesem Stadium musste 
die Arbeit unterbrochen werden, und die beabsichtigte Ausdehnung der Bearbei- 
tung auch über das neuere Material musste wegen anderer, dringenderer Arbeiten 
unterbleiben, welche auch den vorläufigen Abschlufs dieser Untersuchungen in 
den drei folgenden Jahren unmöglich machten. Es repräsentiren daher die be- 
nutzten Journale nur einen kleinen Bruchtheil des an der Seewarte vorhandenen 
Materials, das zudem in den späteren Jahren in erfreulicher Weise auch an 
Güte — allerdings vorzugsweise im instrumentellen Theile der Beobachtungen 
— zugenommen hat, Eine Weiterführung der Arbeit dürfte also sehr lohnend 
werden. Wenn wir uns trotzdem entschliefsen, die Resultate unserer Unter- 
suchung der Oeffentlichkeit zu übergeben, so geschieht es, weil dieselben schon 
in diesem unvollkommenen Zustande eine überraschende Gesetzmäfsigkeit offen- 
baren und über viele Punkte ein neues Licht zu giefsen scheinen, wie die kurze 
Zusammenfassung am Schlufs zeigen dürfte. Die Zahl der Beobachtungen in 
den verschiedenen Feldern des Oceans ist in den Tabellen angegeben. Der 
Grund, dafs aus den vielfach so spärlichen Beobachtungen sich ein im Ganzen 
so offenbar gesetzmäfsiges Resultat, insbesondere eine in den meisten Fällen 
so gute Uebereinstimmung der verschiedenen Monate ergiebt, ist einerseits in 
der Regelmäfsigkeit der behandelten, vorzugsweise tropischen Klimate, anderer- 
seits in dem Umstande zu suchen, dafs die benutzten Tage einzelne zufällig 
herausgegriffene Tage sind, die also sehr viel mehr verschiedene Witterungs- 
zustäude repräsentiren, als eine gleiche Reihe aufeinanderfolgender Tage, in 
welcher leicht eine anhaltende gleichsinnige Störung der Witterung angetroffen 
werden kann. 
Die benutzten 178 Journale sind unter einer erheblich grösseren Zahl 
von Wetterbüchern ausgewählt worden, welche der Prüfung unterzogen wurden. 
Es haben nämlich nur solche Wetterbücher Verwendung gefunden, bei welchen 
die Ausfüllung der betreffenden Spalten, und insbesondere der Spalte „Bemer- 
kungen‘ einen genügend sicheren Anhalt zur Entscheidung der Frage darbot, 
ob Regen an dem Tage gefallen ist oder nicht. In vielen Tagebüchern war 
dieses nicht vollständig der Fall; insbesondere mufste es in manchen Fällen 
unklar bleiben, wie weit unter den Ausdrücken „Böen“ oder selbst „Schauer“, 
sowie auch „Gewitter“, Niederschläge, oder blofse Windstöfse resp. elektrische Ent- 
ladungen ohne Regen zu verstehen seien; solche Journale wurden ausgeschlossen. 
Die Zählung der Tage erfolgte, indem jeder Tag von Mitternacht bis Mitter- 
nacht gerechnet, und je nachdem, ob während desselben Niederschlag (Regen, 
Schnee, Graupeln oder Hagel) gefallen war oder nicht, in eine der beiden Spalten 
desjenigen Feldes, in welchem sich das Schiff um Mittag befand, ein Strich ge- 
macht wurde. 
Um die Abgrenzung der zusammenzufassenden Gebiete nach anderen Ge- 
sichtspunkten Jedem freizustellen und die Vereinigung dieses Materials mit 
weiterem gleichartigen möglich zu machen, geben wir zuvörderst für die ein- 
zelnen Felder von 5 Breiten- und 10 Längengraden die Zahl der Tage mit 
und ohne Regen in 14 Tabellen an, auf welche wir alsdann in einer gröfseren 
zusammenfassenden Tabelle (XV.) die Zahl der Tage mit Regen und der Beobach- 
tungstage überhaupt nebst dem Verhältnils zwischen beiden (der sogenannten 
Regenwahrscheinlichkeit) für etwas gröfsere, möglichst passend gewählte Ge- 
biete folgen lassen. 
In den folgenden Tabellen I—XIV, bedeuten die liegenden 
Zahlen die Anzahl der Tage mit Niederschlägen, die aufrecht 
stehenden die Anzahl der regenfreien Tage, welche in den benutzten 
Journalen für diesen Meerestheil enthalten waren.
	        
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