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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

ud 
Zeit 
1879 
April 
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Ort 
N-Br | O-Le 
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15,5° 
15,6° 
15,8° 
16,1° 
16,5° 
131,1° 
131,0° 
130,8° 
130,7° 
130,2° 
129,8° 
16,90 
17,3° 
17,7° 
18,1° 
18,6° 
18,9° 
129,7 
129,6° 
129,4° 
129,2° 
129,0° 
128,8° 
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19,2° 
19,2° 
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20,3° 
20,6° 
20,9° 
21,2° 
914° 
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127,9° 
127,7° 
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Bemerkungen 
Fortwährender Regen und anhaltender Sturm. Am 
Nachmittage wird vor gereffter Fock und Unter- 
marssegel flach vor den Wind abgehalten. Das 
Marssegel zerreifst um 6h p, m, in einer schweren 
Bö. Um 10h p, m, sehr starkes Gewitter mit 
vielen Elmsfeuern in der Takelung. Die seit dem 
16. beobachteten heftigen Schwankungen des Regel- 
kompafses hören auf. 
Regen und Gewitter während des gröfseren Theiles 
des Tages, Der Wind nimmt allmählich ab und 
in der Zeit von 4h bis 8h p.m. ist es zwischen 
den Böen mitunter fast windstille. Gegen Ende 
des "Tages nimmt der Wind östlich holend wieder 
zu. Drehten um 10 p.m, das Schiff wieder bei, 
Es läuft eine hohe, lange Dünung aus Süd und 
SSQO. 
Schwerer, zunehmender Sturm; nach Mittag unauf- 
hörlicher Regen und nach 6" p. m. voller Orkan 
aus ESE. Häufiges Blitzen und Elmsfener auf 
Mastspitzen und Raanocken, Die Seen brechen 
son allen Seiten über das Schiff. 
Bei steigendem Barometer allmählich nachlassender 
und südlich holender Sturm. Bei Tagesanbruch 
hielten vor gereffter Fock und Untermarssegel 
wieder vor den Wind. Um 4" p, m. nahm das 
Schiff eine schwere Sturzsee über, welche vieles auf 
Deck zertrümmerte. Da der Sturm von neuem 
zunahm, so legten wir das Schiff wieder bei, 
Häufiges Blitzen. 
SA EEE 
Mehr und mehr abnehmender und westlich holender 
Wind; am Ende des "Tages wehie nur noch eine 
mäfsige Briese aus West. Zum ersten Male seit 
neun Tagen sahen wir heute den blauen Himmel 
wieder. Das Schiff wie die Mannschaft haben 
durch das lange schwere Wetter aufserordentlich 
gelitten. Drei Mann sind ganz dienstunfähig ge- 
worden und mehrere andere haben Wunden an 
Händen und Füßen. Sechs Deckstützen sind ge- 
brochen, alle Decknähte sind gesprungen, eine 
grofse Anzahl der Verschraubungen und Niete in 
der Verschanzuug haben sich gelöst und alle Segel 
sind unter den Beschlagzeisingen vom Winde zer- 
rissen worden. 
Die ebonfalls nach Hongkong bestimmte Bremer Bark „Rossini“, Kapitän 
C. H. Albers, welche in der Djılolo-Passage noch in der Nähe von „Fulda“ 
war, nördlich der Linie aber mit den dort zunächst angetroffenen leichten Winden 
als hölzernes Schiff mit reinem Boden gegen den weniger segelfähigen eisernen 
Mitsegler einen bedeutenden Vorsprung gewann, wurde von dem Teifun nur 
wenig berührt, traf indessen auch in Anbetracht der Jahreszeit ziemlich un- 
gewöhnliche Wetterverhältnisse. 
„Rossini“ erhielt schon in 2,5° N-Br und 130° O-Lg am 4. April frischen 
Nordostwind und unbeständiges Wetter und erreichte damit am 6. April 6° N-Br.
	        
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