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Von der Spitze North Negril erstreckt sich die hier 18m hohe, steil
abfallende Küste 1!/2 Sm weit bis zu der Spitze Orange nach NNO. - Dieser
Küstentheil ist ganz frei von Untiefen. Die kleine Insel Orange liegt '/2 Sm
östlich der gleichnamigen Spitze und dicht bei der Küste. Von der Spitze
Orange erstrecken sich ostwärts viele Untiefen.
Die Orange - Bucht liegt 1 Sm östlich der Spitze Orange; dieselbe ist
zwar ca !a Sm tief, jedoch so flach, dafs sich kein Ankerplatz in ihr befindet,
auch ist die Einfahrt sehr unrein. .
Zwischen der Spitze Samuel, der östlichsten Einfahrtsspitze der Orange-
Bucht, und der 1'/z Sm in NOzN davon liegenden South-west-Spitze besteht die
Küste aus Sand und Fels. Zwischen diesen beiden Spitzen befindet sich. eine
flache Einbuchtung, welche Rhodes-Bucht genannt wird. Man kann in dieser
Bucht zeitweilig auf 14m Wasser, Sand- und Steingrund, ankern; wenn South-west-
Spitze NO, die Spitze Samuel S!/2W und die Spitze Orange SWzW peilen. Die
Kante des Küstengrundes ist an diesem Theil der Küste steil abfallend.
Green Island- Hafen.‘) Beim Einsegeln in diesen Hafen mufßs man
die Westseite des gelben Hauses, welches. am Strande an der Westseite der
Einfahrtsspitze steht, in Linie (SzO) mit einem Hause bringen, welches ca 320m
südlich davon auf einem Berge steht. Diese Deckpeilung führt dicht an der
westlichen Kante des Riffes vorbei, welches die Ostseite. des Hafens bildet.
Bei Nord- und NW-Winden steht in den Hafen eine hohe Dünung hinein, so
dafs dann jedes Laden und Löschen von Ladung eingestellt werden mufs.
Zwischen der östlichen Einfahrtsspitze des Green Island-Hafens und der
3 Sm in nordöstlicher Richtung liegenden- Spitze Lances hat die Küste drei
kleine Einbuchtungen, welche XNegro- Bucht, Davis- und Cousin Cove heifsen.
Von der Spitze Lances erstreckt sich die Küste 1'/2 Sm weit bis zu der Spitze
Pedro, nach NO0!/0, auf dieser Strecke befinden sich zwei Einbychtungen, und
dann in beinahe gerader Linie 2! Sm weit nach Ost, bis zu der östlichen
Einfahrtsspitze des Hafens von St. Lucea. Dieser letztere Küstentheil ist niedrig
und felsig, aber im Innern des Landes erheben sich hohe Berge. Die Spitze
Pedro ist steil abfallend, jedoch östlich davon flacht der Grund nach der Küste
zu mehr und mehr ab.
St. Lucea-Hafen.?) Um östlich des sich von der Spitze Antonio, der
westlichen Einfahrtsspitze des Hafens, ostwärts erstreckenden Riffes zu bleiben,
muß man die alleinliegende ca 30m hohe Klippe, welche !/a Sm in West
von dem Hügel Thorn liegt, in Linie mit. dem Berge Dolphin Head, - in
S%/40 halten.
Zwischen der Spitze Lucea und der Mosqwito-Bucht ist die Küste niedrig
und besteht aus Sand und Felsen. Längs derselben ist bis auf ca '/2 Sm Abstand
ein Küstengrund; südlich der Spitze Lucea, ungefähr 1 Sm landeinwärts,
erreichen die Berge eine Höhe von 244m.
Vorgebirge Round Hill. Von diesem Vorgebirge erstreckt sich der Küsten-
grund bis auf 183m (100 Fad.) Tiefe. !/a Sm weit nach Norden, und zwischen dem-
selben und der Mosquito-Bucht befinden sich bis auf !/s Sm Abstand von der
Küste Riffe. An diesem Küstentheil kreuzende Schiffe müssen deshalb früher
wenden, als sie mit dem Loth Grund erhalten.
Great River. Der Ankerplatz bei diesem Flusse wird als Quarantäne-
Station für die Montego-Bucht benutzt. Der Flufs ist von See aus an der rothen
über denselben führende Brücke zu erkennen. ;
Die Montego-Bucht.!) Das auf der Spitze Old Fort, '/s Sm in Süd
von der Spitze Sandy liegende Marine - Hospital ist eine gute Landmarke.
Zwischen der Stadt Montego und der Spitze Sandy bildet die Küste einen ca 6m
hohen Abhang. An der Ostseite des Hafens, nördlich der Stadt, befinden sich
die Ueberreste eines Wellenbrechers, von dem einzelne Theile über dem Wasser
sichtbar sind:
Nach einem Bericht des Lieut. H. Sarille von I. Br. M.S. „Pert“, 1878,
ist der Ballastgrund in dem SW-Theil der Bucht durch eine kleine rothe kegel-
I) a. a. O. pag. 298,
7) a. a. O. pag. 298,
3) a. a. OO, pag. 300.