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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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Am 6. Dezember, an der Grenze der Tropen, wehte der Passat aus Ost, 
drehte am nächsten Tage (7. Dezember) auf 21° S-Br und 173° W-Lg nach 
EzN und wurde in der Nacht vom 7. zum 8. Dezember wieder östlich. Ich 
mufste daher, und der Nähe des Landes (der Vavau-Gruppe) wegen, über den 
andern Bug gehen. Am 8. Dezember schwankte der Wind zwischen NNE und 
ENE, und hohe nordöstliche Dünung machte sich bemerklich, Am 9, und 
10. Dezember traten leichte Winde und Stillen ein; an letzterem Tage hatte 
eine starke Stromversetzung nach ESE das Schiff bis in die Nähe von Tutuila 
gebracht. Erst am 11. Dezember wurde der Hafen von Apia erreicht.“ 
Wind- und Stromverhältnisse 
während der Reise von Auckland nach Apia. 
Datum 
1879 
Nov. 28 
‚„ 29 
„ 30 
Dez. ° 
> x 
Breite 
Süd 
250 207 
34° 42 
33° 25 
32° 19% 
30° 43’ 
28° 46° 
26° 24’ 
24° 25 
22° 38’ 
20° 52* 
19° 21‘ 
„7° 12 
14° 12‘ 
183047 
Länge 
„779230 
78°41’0 
179° 49’ W 
178° 29‘ W 
176° 59 W 
‚75° 41' W 
74° 45‘ W 
"73° 39° W 
173° 30° W 
73° 0’W 
129 39° W 
72° 9 W 
10° 14' W 
„11°37 W 
Wind 
Richtung Stärke 
NW 
umlaufend 
WSW 
SSE—ESE 
ESE 
SEzE 
SE—EzS 
ESE—E 
EzS—EzN 
EzS—EzN 
ENE—NNE 
nördlich 
NNE—-NW 
nordwestlich 
dns 
San 
af 
Mr 
4 
a 
ii. 
— 
7 
af 
Strom 
Richtung ; Stärke 
sS 929° E 
17 Sm 
NIE MM, 
N38°E ‘5, 
N70°W 151 - 
N50°W 477 
NT W 99% 
“590 W %5 
338°W 98; 
8850 W 22; 
S65°W 40, 
S78°E |38 ; 
Bemerkungen 
in 48 Stunden 
in 48 Stunden 
Ankunft in Apia 
2. Ansegelung von Auckland. 
„Man steuerc mit Süd-Kurs auf Mount Eden (Nachts dienen dem Lotsen 
dazu die Lichter der Stadt), bis Rangitoto nahezu querab ist, und halte dann 
mit S0!LS auf den Leuchtthurm ab. Auf diese Weise vermeidet man die linke 
Seite der Einfahrt resp. die gefährlichen Stellen bei Rangitoto und hält sich 
viel entschiedener nach dem westlichen Ufer, als man nach den vorhandenen 
Beschreibungen dies zu thun geneigt ist, Die Tonnen an St. B. (roth und weils 
geschacht und schwarz und roth gestreift) liegen richtig und wurden von 
S. M. Kbt. „Nautilus“ auf 1 Kblg Abstand passirt, Der Leuchtthurm würde 
besser als ein grofses weiß angestrichenes Gerüst mit einem Leuchtapparat 
bezeichnet werden. Derselbe wurde bei Regenwetter an der Stelle, wo darauf 
abgehalten werden mul, ohne Schwierigkeit ausgemacht, 
Die auf den Karten vor demselben liegende Tonne ist nicht vorhanden. 
Wenn man Mount Eden frei von North Head (Lotsenmarke) resp. die roth und 
schwarz gestreifte Tonne auf 1 Kblgy Abstand passirt hat, ist wieder Süd zu steuern, 
bis der Leuchtthurm in Ost peilt. Man hat dann Stadt und Hafen vor sich und 
freies Fahrwasser bis zum Ankerplatz, querab von der grofsen Landungsbrücke. 
Bei längerem Aufenthalt liegt man besser etwas südlicher und näher an Land, 
weil dort nicht so viel Strom ist. Hier mufs vertäut werden. ‘Leider ist das 
Ende der Untiefe bei der Spitze Cook noch nicht gekennzeichnet, dagegen ist 
oine rothe Tonne zwischen der Spitze Cook und der Spitze Depot, ungefähr in 
der Mitte, neu ausgelegt, so dafs Depot-Flach jetzt gefahrlos ist. Nach Angabe 
der Lotsen liegt diese Tonne in folgenden milsweisenden Peilungen: Ecke von 
North Head in NNOY:O und Spitze Depot in WzS. 
Der Strom auf dem Ankerplatz, querab von der Landungsbrücke, wurde 
0,5 bis 1,5 Sm stark gefunden. Es ist zu crwähnen, dafs die Lotsen, deren 
Schoner gewöhnlich an einer kleinen schwarzen Tonne innerhalb der Spitze Cook 
festgemacht ist, trotz oder wegen des schlechten Wetters, erst an Bord kamen, 
als S. M. Kbt „Nautilus“ zwischen Leuchtthurm und North Head bereits freies 
Fahrwasser vor sich hattoa“
	        
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