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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

188 
Tabelle IL 
Tiefe 
1. Reihe | 2. Reihe | 3. Reihe | 4. Reihe | 5. Reihe 
{ dön. | i dän. dän. ! dän. dän. 
m pad. | " |Fad.* © (ea M pFad.' ” | Fa 
vor dem ! 
Herab- 
lassen 
» 
15 
10 
20 
30 
— | 
+ 
+1 
+1,6 
+25 
+1,99 
+7? 
- +3 
— +2 
in + 
al +22 
500 | +27 
5 
_ „222 8 
bi — 1 — | 57) | — 
25) )E[=|5|: 9) 
— I — — a—— — — — — t— 
Temperatur 
nach dem 
Heraufholen 
Min. Ind.'Max. Ind. 
+1,2 
—1,2 
—1,6 
— 0,8 
—05 
+05 
+07 
+ 
+ 
ms, 
| 
1 
+25 
+1,2 
+85,3 
+5,9 
+62 
+63 
4-61 
+57 
N | 
A 
_- 
No. 
des * 
Thermo- 
meters 
Schlufs- 
Resultat 
‚0 
2708. +2,2 
26465 | — 1,2 
25270 | —1,6 
25270 | — 0,8 
26465 | +53 
26465 | +59 
27084 | +6,2 
26465 | +6,38 
27006 | +6,1 
26711 | — 0,5 
ı 27006 | —1.1 
Die Messungen wurden hiernach in verschiedene Reihen getheilt, wodurch 
es gelang, die Thermometer schnell bis zu bestimmten Tiefen hinablassen 
und von diesen wieder schnell an die Oberfläche heraufholen zu können; nach 
den Ablesungen wurde ein Räsounement angewendet, um zu entscheiden, ob 
die Maximum- oder Minimum - Indexe die richtige Wärme in der gelotheten 
Tiefe anzeigten. So ging z. B. in der öten Reihe das Thermometer No. 27006 
herunter mit einer Temperatur von + 2,7°; während der 6—8 Sekunden, die 
ps brauchte, um die oberste, 28m (15 Fad.) mächtige Schicht von eiskaltem 
Wasser zu passiron, kann es kaum mehr, als um einige Zehntelgrade abgekühlt 
worden sein (die Konstruktion des Thermometers bewirkt nämlich, dafs die 
Temperatur desselben sich nur langsam verändert); in 94m (50 Fad.) Tiefe 
hielt sich das Thermometer 1'/z Minute lang auf, während das Thermometer 
No. 26771 an derselben Leine befestigt wurde; sowohl bei diesem Aufenthalt in 
Wasser von 6° Wärme, als bei dem unmittelbar darauf erfolgenden Hernieder- 
lassen, wurde selbstverständlich der Maximum-Index eine gute Strecke weit 
Tortgeschoben, aber der Minimum-Index hielt sich unverändert auf ungefähr 
42°; erst als das Thermometer in das eiskalte Bodenwasser gelangte und am 
(irunde 7—8 Minuten verweilte, konnte es sich bis zu — 1,1° abkühlen. Bei 
dem Horaufholen stieg die Temperatur des Thermometers bei dessen Passiren 
durch die warme Schicht so schr, dafs es bei seiner Ankunft an der Oberfläche, 
trotzdem es das oberste eiskalte Wasser passirt hat, noch 2,9° zeigte; der 
Minimum-Index konnte seine Stelle nicht verändern, zeigte aber mit Sicherheit 
die Bodentemperatur in 659m (350 Fad.) Tiefe an. 
In der dritten Reihe ging No. 26465 hinab mit einer Temperatur 
von + 1,5°, verweilte in einer Tiefe von 38m (20 Fad.) in dem eiskalten 
Wasser, während No, 27084 an der Leine befestigt wurde, kühlto dort ctwas ab 
and kam wahrscheinlich in 107m (57 Fad.) Tiefe mit einer Temperatur von 
ca 1° an; bei seinem Verweilen von 7—8 Minuten Dauer in dieser Tiefe wurde 
es bis zu 4+6,3° erwärmt, und, da es bei dem Heraufholen nur das kältere 
Wasser passirte, konnte die Stellung des Maximum - Index nicht verändert 
werden, wohl aber mit Sicherheit die Temperatur des Wassers von 107m 
(57 Fad.) Ticfe anzeigen. 
Zusätze der Redaktion.!) 1. Die Tiefseeuntersuchungen der 
„Fylla“ bei Island im Sommer 1878. Unter dem Kommando des Kapt. 
Buchwald begab sich im April 1878 der dänische Kriegsschoner „Fylla“ auf 
1) Herr Kapitän N. Hoffmeyer wird in einem der nächsten Hefte dieser Annalen einen 
ausführlichen Bericht über die Ergebnisse dieser wichtigen "Fiefseeuntersuchungen der „F'yllu“ im 
Sommer 1878 und des „Ingolf“ im Sommer 1879 mittheilen, Die in diesen vorlänfigen Notizen mit 
Positions-Angabe aufgeführten Tieflothungen der „ZFyl/a“ (1878) und des „Iugolr“ (1879) sind in der 
Uebersichtskarte ete., Fig. 1, der diesem Hefte beigegebenen Tafel durch liegende Zahlen dargestellt, 
ebenso die Lothungen an den Endpunkten der drei Schnitte im Jahre 1877.
	        
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