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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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3. September, Schliefslich wurde am 11. September in 26,5° W-Lg der Aequator 
überschritten. Die Strecke vom Kap Horn bis zur Linie war in 27 Tagen 
zurückgelegt worden. 
In nördlicher Breite nahm der Wind eine mehr und mehr südliche 
Richtung an, bis er endlich durch Süd drehte und zum SW-Monsun wurde. 
Dioser begleitete als mäfsig starke Briese den „G', F. Muntz“ bis nach 11,5° 
N-Br in 26,5° W-Lg. Hier herrschte, bevor der NE-Passat einsetzte, während 
4 Wachen Windstille und Mallung. 
Von dem durchgehends nur sehr flau wehenden Passate geführt, kreuzte 
man 20° N-Br in 33,7° W-Lg am 24, September und 30° N-Br in 33,2° W-Ly 
am 30. September, In der Nähe des letzteren Punktes endete der NE-Passat 
in dieser Weise, dafs der leichte Wind zuerst südöstlich und bald darauf durch 
Süd nach Westen drehte. Bei westlichem Winde, der am 8. Oktober in 46° N-Br 
und 20° W-Lg als orkanartiger Sturm auftrat, wurde der letzte Theil der Reise 
zurückgelegt, Man überschritt 40° N-Br in 29,5° W-Lgy am 5. Oktober und 
erreichte am 16, Oktober die Mündung des Kanals. Die ganze Reisedauer 
betrug 124 Tage. 
3. Reise der Bremer Bark „Mozart“, Kapt. Ad. Jülicher. 
Die auf einer Reise von Hamburg nach Newyork begriffene Bark „Mozart“, 
befand sich am 17. August 1879 in der Nähe von Fair Island. Bin mäßig 
starker SE-Wind, der 4 Tage lang anhielt, führte von hier aus die Bark in 
den Ozean bis nach 15° W-Lg in 58° N-Br, hinaus. Hier angelangt, fand man 
zunächst umlaufende Westwinde, mit welchen man nach 20° W-Lg gelangte. 
Am 24, 25, und 26. August überstand „Mozart“ zwei sehr schwere, rasch ver- 
laufende Stürme, welche sich beide dadurch auszeichneten, dafs sich in ihnen 
die Windrichtung von Süd durch Ost uud Nord nach West veränderte, dadurch 
anzeigend, dafs sich in beiden Fällen das Schiff auf der nördlichen Seite einer 
in östlicher, beziehungsweise nordöstlicher Richtung fortschreitenden Depression 
befand. Der Luftdruck sank iu dem ersten Sturme bis auf 743,5 mm, bei dem 
zweiten auf 731,3 mm. Auf den letzten Sturm folgte wieder für längere Zeit 
westlicher Wind, mit deın man keinen befriedigenden Fortgang erzielen konnte. 
Am 2. September, als „Mozart“ in 49,2° N-Br und 37° W-Lg stand, kam 
kräftiger Ostwind durch, der anhaltend wehte und die Bark bis weit westlich 
von der Neufundland Bank führte. „Mozart“, welcher 30° W-Lg in 49,8° N-Br 
am 29. August geschnitten hatte, stand am 5. September in 50° W-Lg und 
14,4° N-Br. Auch westlich von der Bank traf man allgemein ziemlich günstige 
Verhältnisse. „Mozart“ konnte dort 60° W-Lg in 42° N-Br am 8. September 
and 70° W-Lg in 40,3° N-Br am 13. September überschreiten. Am 14. Sep- 
jember, nach 28tägiger Reise, wurde in der Nähe von Sandy Hook geankert. 
Am 30. September ging „Mozart“ wieder in See, um nach Hamburg 
zurückzukehren. Der Verlauf dieser Reise war stürmischer, als der der Aus- 
reise; und besonders bemerkenswerth war auf ihr die Veränderlichkeit der an- 
getroffenen Winde. Erst östlich von 30° W-Lg traten beständigere, erst aus 
südlicher, später aus nordwestlicher Richtung wehende Winde auf. „Mozart“ 
kreuzte 70° W-Lg in 39,8° N-Br am 2. Oktober, 50° W-Lg in 39,4° N-Br am 
9. Oktober und 30° W-Lg in 45,8° N-Br am 17. Oktober. Am 23, Oktober 
wurde der Kanal erreicht, nach einer Reise, deren Dauer 23 Tage betrug. 
4. Reise der Danziger Bark „Maria Adelaide“, Kapt. B. Krause, 
Am 26. Juli 1879, 7 Tage nachdem die Mündung dor Weser verlassen 
worden war, befand sich die nach Philadelphia bestimmte Bark „Maria Adelaide“ 
in Sicht von Fair Island. Gegen umlaufende, wenig stürmische, doch fast nur 
aus westlicher Richtung wehende Winde suchte man von hier aus nach Westen 
hin zu gelaugen. Es wurde 30° W-Lg in 54,5° N-Br am 8. August und 
50° W-Lg' in 42,4° N-Br am 21. August erreicht. Nördlich des Golfstromes, 
wo auch fast nur westliche Winde angetroffen wurden, verlief der letzte Theil 
der Reise. „Maria Adelaide“ überschritt hier 60° W-Lg in 41,1° N-Br am 
28. August und 70° W-Lg in 39° N-Br am 2. September. Am 4. September
	        
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