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Diese Ergebnisse stehen in einem merkwürdigen Widerspruch zu den
Angaben der Tabelle unter No. 34 und 35. Die Schwächung des Magnetismus
der Kompensationsmagnete liels eine beträchtliche Vergröfserung von B und
ein Konstantbleiben oder eine sehr geringe Vergröfserung von C erwarten, da
von den zehn verwendeten Magneten vier in der Richtung der Kiellinie und
sechs nur um 6° zu derselben geneigt lagen. Es ist aber eine Vergröfserung
von B um nur 0,49°, also nur einen kaum nennenswerthen Betrag und eine sehr
beträchtliche Aenderung von C, aber nach der entgegengesetzten Richtung ein-
getreten. Der durch die Schwächung der Kompensationsmagnete entstandene
Kinflußs auf die Koefficienten B und € ist also durch andere Einflüsse bedeutend
überwogen worden. Berücksichtigt man ‚die lokalen Verhältnisse, so werden
diese Thatsachen nicht mehr auffallend erscheinen. Der dicht unter dem Kom-
paßs stehende vordere Panzerdrehthurm ist — wie bereits erwähnt — mit zwei
Geschützen aus Gufsstahl von je 22 Tonnen Rohrgewicht armirt. Die obere
Thurmfläche ist ca 2,7 m, der Thurmmittelpunkt ca 5,5 m von .dem Kompafs ent-
fernt. Die Geschütze stehen in schweren eisernen Lafetten. Jedes Geschütz-
rohr und jede Lafette wirkt zunächst selbständig als Magnet. Diese Wirkung
kann bei den Geschützrohren sowohl durch den verschiedenen Zustand der Er-
wärmung, wie auch durch die Erschütterungen des Schiefsens geändert werden;
ähnlich wird auch der magnetische Zustand der Lafetten Aenderungen durch die
Erschütterungen des Schielsens ausgesetzt sein. Von ebenso grofem Einflufs
auf den Kompafs vor dem Dampfruder werden vielleicht die Aenderungen sein,
welche der Panzerdrehthurm selbst durch die Erschütterungen des Geschütz-
feuers erfährt. Derselbe besteht aus einem Eisengerüst, ist an den Seiten mit
ginem Eisenpanzer von 26 cm Stärke umgeben und oben mit einer dünnen Decke
aus Walzeisen versehen. Das Eisen der Thurmbalken, besonders aber das des
Panzers und der oberen Decke ist weicher, als das von Geschützen und Lafetten
and deshalb den Einflüssen der magnetischen Induktion zugänglicher, wenn
schon dieselbe auch wieder rascher verschwinden mufs, sofern nicht etwa das
weiche Eisen durch die Erschütterungen eine Aenderung seiner Struktur erfährt,
Ruft man sich die allgemein bekannte Thatsache ins. Gedächtnifs, dafs jeder
Bolzen aus weichem Eisen dadurch zu einem Magneten wird, dafs man ihn in
die Richtung des magnetischen Meridians legt und hämmert, so wird sofort
klar werden, wie mächtig die magnetische Induktion der Erde auf den Thurm,
die Lafetten u. s. w. wirken mufßs, während er den äufserst heftigen Schlägen
and Erschütterungen ausgesetzt ist, welche von den Lafetten beim Schiefsen
auf ihn ausgeübt und über-
ragen werden. Nehmen wir
an, der Thurm stände beim
Schiefsen mit seiner Geschütz-
achse fest in der Richtung des
magnetischen Meridians, 80
müfste sich seine Polarität,
wie in der nebenstehenden
Figur VII dargestellt, gestal-
ten; der ganze hintere und
obereTheil würde Südpolarität,
der vordere und untere Nord-
polarität haben; in der Nähe
der Punkte p und pı würden
die Polaritäten am meisten ent-
wickelt, auf der rechtwinklig
zur magnetischen Inklination
(dieselbe ist zu 68° angenom-
men) liegenden neutralen Linie
würde sie Null sein. Da der
Thurm drehbar ist und das
Schiff seinen Kurs ändert, ist
die Richtung des Thurmes zum
magnetischen ‚Meridian aber
Figur V1..