Deutsche Seewarte.
Mittel, Summen und Extreme für den Monat Januar 1880 aus den meteorologischen Aufzeichnungen der Normal-Beobachtungsstationen an der Deutschen Küste,
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Die monatlichen Extreme sind für das Barometer den regelmälsigen Beobachtungen zu den 3 Terminen am Tage entnommen und stellen daher nicht die absoluten Extreme dar. Diese waren nach den Aufzeichnungen der Barographen in Memel 776,9 mm, 11h p.m.
am 10. und 745,9mm, 3% a. m. am 15., in Neufahrwasser 778,5 mm, 9% p.m. am 10. und 751,1mm, 5% a. m. am 15., in Swinemünde 780,4 mm, 10% a. m. am 11. und 753,0mm, 1% agm, am 1., in Wustrow 780,3mm, 8b a. m. am 11. und 752,3 mm, 1b a.m. am 1., in Hamburg 781,8 mm,
10h a. m. am 11, und 751,6 mm, 1% a.m. am 1., in Keitum 781,5mm, 10% a, m, am 11. und 751,3 mm, 3h a. m. am 1, — Die mittlere Temperatur wird auf dreierlei Weise berechnet, als !/z (8a. +8p.), !/s Ga. + 2p. + 8p.) und 1/2 (Max, + Min.). Für die Monate September bis April
wird der Durchschnittswert aus der ersten und zweiten, für Mai bis August aus der ersten und dritten Kombination als allgemeines Temperaturmittel angenommen, was dem wahren Mittel sehr nahe entspricht. Für alle übrigen meteorologischen Elemente sind dagegen die Mittelwerte als
blofse arithmetische Mittel aus den 3 Beobachtungsterminen berechnet, . | .
In der Zusammenstellung für die Dekaden sind als Tage mit Niederschlag alle gezählt, an welchen Regen, Schnee, Hagel oder Graupeln fielen, ohne Rücksicht auf die Quantität; Tage mit blofser Taubildung sind ausgeschlossen, auch wenn die Taumenge eine mefsbare Gröfse
erreichte. Als Tage mit starkem Wind sind alle gezählt, an welchen die Geschwindigkeit des Windes wenigstens im Mittel einer Stunde 10m per Sekunde erreichte oder überstieg. Der letzte Teil desselben Horizontal-Abschnitts enthält das Prozentverhältnis der Windrichtungen in den
drei Dekaden, jedoch für die Stationen an der Ostsee und an der Nordsee in je eine Zahlenreihe zusammengezogen. Hier, wie in der darunter stehenden ebensolchen "Tabelle für den ganzen Monat und die einzelnen Stationen ist, um die Lage der Luvseite anzudeuten, von je zwei entgegen-
gesetzten Winden überall der häufigere durch fetten Druck hervorgehoben. . Der letzte Horizontal-Abschnitt giebt für jedes bürgerliche Datum die mittlere Windgeschwindigkeit ohne Rücksicht auf die Windrichtung an, wie dieselbe sich aus den Aufzeichnungen der Registrier-Anemometer
ergiebt, bei der Robinson’schen Annahme, dafs der Weg der Schalenmitten !/3s des Windweges betrage. (Die Anemometer sind ganz übereinstimmend in derselben Werkstätte konstruiert und möglichst frei aufgestellt.) Das Mittel dieser Werte oder die mittlere Windgeschwindigkeit des
zanzen Monats findet man in der vorletzten Spalte des nächst oberen Horizontal-Abschnitts; daneben ist das Datum der Tage angeführt, an welchen die Windgeschwindigkeit im Mittel mindestens einer Stunde 15m ver Sekunde erreichte oder überstieg.
Die Direktion der Seewarte.
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