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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte  —  1900  No.  .

ganzen  1  |a~|  +  2  [ct 3 ]  +  3  [«*]  -f.....  +  (re«—  1)  [re ?l “]  mal  die  Möglichkeit,  dass  auf  ein  a  wieder  ein  a  folge.
Da  die  ßeilie  re«  Grössen  a  enthält,  so  ist  demnach  die  Wahrscheinlichkeit,  dass  auf  a  wieder  a  folge,
gegeben  durch:
*  j|a 2 |  +  2|ß J1  1  ,  im  r " n "

W a

■+(«•-  !)[«"“]

Diese  Wahrscheinlichkeit  lässt  sich  aber  auch  direkt  unmittelbar  herleiten.
(»«,  î.,ï—2)!

Heben  wir  nämlich  aa

heraus,  so  gestatten  die  übrigen  Grössen-,

  ,  ,  verschiedene  Gruppirungen.  Da  die  Folge  aa  in
\n a  •

jeder  Reihe  1)  verschiedene  Stellungen  einnehmen  kann,  so  wird  in  allen  Reihen  aa  im  ganzen
6 »  *—Vorkommen  und  somit,  wenn  man  durch  die  Zahl  aller  möglichen  Reihen  Z a  h  <■  divi--2)!
  «6!  re<-!  ö

(re«
dirt,  im  Mittel

re«  (fl  g  1)
fia,  b,  c

mal  zu  erwarten  sein.  Da  weiter  re«  Grössen  a  vorhanden  sind,  so  erhält  man

demnach  auf  diesem  direkten  Wege  für  die  Wahrscheinlichkeit,  dass  auf  eine  Erwärmung  wieder  eine  Erwärmung

  folge,  den  Werth  W aa *)  =

re«—1
re«,  b,  c

als  einen  einfachen  Ausdruck  für  die  dem  Zufall  zukommende

Erhaltungs-Tendenz  des  Vorzeichens  der  interdiurnen  Temperatur-Aenderung.
Eine  mit  der  Erhaltungs-Tendenz  in  gewissem  Zusammenhang  stehende  Grösse  ist  die  Anzahl  der
in  einer  gegebenen  Periode  beobachteten  Zeichenwechsel  der  interdiurnen  Aenderungen.  Zählen  wir  diese
so,  dass  ein  Tag  ohne  interdiurne  Aenderung  (0.0)  bei  dem  Zählen  der  Uebergänge  von  +  zu  —  einfach
überschlagen  wird,  so  würden  in  unserer  obigen  Bezeichnung  alle  Folgen  ab,  ach,  ac 2 b  u.  s.  w.  und  die  entsprechenden ­
  ha,  bca,  hc-a  u.  s.  w.  in  Betracht  kommen.  Verfährt  man  in  derselben  Weise  wie  oben  bei
der  Herleitung  der  mittleren  Häufigkeit  von  aa,  so  erhält  man  als  Werth  für  die  dem  Zufall  allein  zu  dankende ­
  mittlere  Zahl  von  Zeichenwechseln

2  n a  n h

Mire, ­



4s+

rea,b.v  V  re«,  b,  e  1  rea,b,c  1  fia,b,c
Für  den  Fall,  dass  es  sich  bei  einer  Reihe  um  nur  zwei  und  an  Zahl  gleichhäufig  auftretende  verschiedene ­
  Grössen  handle,  hat  Quetelet**)  eine  Formel  für  die  dem  Zufall  zu  dankende  mittlere  Häufigkeit
der  Perioden  verchiedener  Länge  gegeben:  »En  nommant  Wie  nombre  total  de  jours,  les  périodes  de  1,
de  2  etc.  jours,  sont  représentées  par  les  termes  de  la  série  -- 2 -+  93-+  ^¡-+  •  •  ■  -  ,  dont  la  somme  vaut  ;  il
en  résulte  que  le  nombre  des  périodes  devrait  être  la  moitié  du  nombre  des  jours.  D’ailleurs,  il  est  bien  clair
qu’en  multipliant  le  nombre  de  fois  que  chaque  période  se  présente  par  le  nombre  de  places  qu’elle  comprend, ­
  on  doit  trouver  la  totalité  des  jours,  ce  qui  se  montre  par  l’égalité  +.  -  •  =  W«.
Diese  letztere  Bedingung  müsste  allerdings,  falls  jene  Formel  für  die  Länge  der  Periode  richtig  wäre,  erfüllt
sein  —  ist  es  jedoch,  was  Quetelet  übersieht,  keineswegs  allgemein,  sondern  nur  für  N  =  00  ,  also
für  eine  unendlich  lange  Beobachtungsreihe.  Da  es  sich  jedoch  stets  um  endliche  Reihen  bei  derartigen
Aufgaben  der  Meteorologie  handelt,  so  gilt  die  von  Quetelet  aufgestellte  obige  Formel  nur  angenähert  und

*)  Durch  Gleichsetzung  der  beiden  Werthe  Woa  ergiebt  sich  durch  Einführung  neuer  Grössen  A,  B,  C\
A  .  „  A  ,1-1  + f4j _ n A  1  =  _  (£+1)  i*+2)
B  B-1

1+2

B

+(jî+ i)4é4=ï>
1  ;  £  B-1

Diese  Relation  schien  die  Verallgemeinerung  zuzulassen:
v  1  ,  ,,  An  (B+k)u
2,  (n  +  A—Jhn-p—  =
DH

R-A  +  l  (B-A+l){B-A+‘2  '

wo  die  Indices  n  und  k  Binomial-Koefflzienten  andeuten.

(B—A  +  k)k
Bei  dem  Versuch,  diesen  Satz  für  k  =  p  +  1  als  richtig  zu  erweisen,  falls  er  für  K  =  ¡i  gilt,  ergab  sich  die  allgemeinere ­
  Formel

Pk
Qk

:«  (P-k+k-n),

(n  +  A  —  A—1)»

(P-Qh

Z 0  (P-A+A,)i  v  '  (P~kl„
für  /’>  Q,  für  die  vom  Verfasser  späterhin  der  Beweis  gefunden  und  gezeigt  wurde,  dass  sie  nebst  weiteren  ähnlichen  Formeln,
auch  solchen  für  Q  >P,  für  alle  positiven  und  negativen  ganzzahligen  Werthe  von  P.  Q,  A  und  k,  auch  für  P  und  >  Q  gilt.
**)  Quetelet:  Mémoire  sur  la  température  de  l'air  à  Bruxelles  (S.  38).  Bruxelles  1867.
            
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