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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

Chemurupo oder Chemulpo. 
677 
Unterschiede im Wasserstande während der Wintermonate 1887/88 in Chemurupo nach den 
Beobachtungen des Hafenmeisters Kapt. F. H. Mörsel. 
Datum 
1887 
15. XI. 
15. XI. 
293. XII. 
22. XI1. 
30. XI. 
20. XIL 
1888 
6; I 
6. I. 
4, I 
14. I. 
21. 
21. dd. 
28. I. 
28. I. 
5. IL. 
5.11. | 
12. IT. 
12. II. 
20. II. 
20. II. 
27. II. 
937. II. 
Mond 
05] 
3 
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8) 
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EI 
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CT 
Unterschied 
in m zwischen 
Hoch- und 
Niedrigwasser 
8.3 m 
9.4 m 
4.8 m 
5.3 m 
79m 
86m 
5.3 m 
6.1m 
7.9 m 
8.3 m 
6.5 m 
5.5 m 
7.9 m 
5.8 m 
8.3 m 
7.6 m 
7.3 m 
8.3 m 
4.7 m 
4.0 m 
8.9 m 
86m 
Datum 
1888 
5. HI, 
5. TIL, 
12. HI, 
12, IH. 
21. III. 
21. III. 
28. III. 
28. HIT. 
8. IV. 
8. IV. 
11. IV. 
11. IV. 
19. IV. 
19. IV. 
26. IV. 
26. IV. 
3. V. 
3. V. 
11, NV. 
UL. V. 
19. 
19. MV. 
Mond 
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GE 
3 
D 
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DD 
6° 
D 
© 
DD 
9; 
Unterschied 
in m zwischen 
Hoch- und 
Niedrigwasser 
6.5 m 
5.5 m 
8.3 m 
8.6 m 
2.4 m 
2.8 m 
39m 
9.1 m 
76m 
6.5 m 
7.9 m 
7.9 m 
D5m 
5.0 m 
8.6 m 
3,6 m 
5.5 m 
4.7 m 
6.1 m 
7.1 m 
5.0 m 
3.'7m 
Bemerkungen. 
Der Unterschied zwischen 
Hoch- und Niedrigwasser ist 
im Sommer und Herbst größer, 
im Winter und Frühling 
geringer, 
Ferner vergrößern starke 
Winde aus NO—0—S0—S 
den Unterschied im Wasser- 
stande, während ihn starke 
Winde aus SW—W—NW—N 
verringern. 
Der größte Unterschied 
zwischen Hoch- und Niedrig- 
wasser (11!/, m) ist in den 
Sommermonaten von Juni bis 
September beobachtet. 
Die Hafenzeit ist nicht 
4h 45min, wie in den engl, 
Karten und Segelanweisungen 
angegeben, sondern 5h 353min, 
Innerhalb eines Zeitraumes von 10 Jahren ist bei südöstlichen Stürmen 
in zwei Fällen die sehr hohe Hochwasserhöhe von 11 m beobachtet worden. Im 
allgemeinen erschwert der starke Tidenhub die Schiffahrt nach Chemurupo 
nicht, denn das Steigen und Fallen des Wassers findet ziemlich gleichmäßig 
statt. Allerdings steigt das Wasser im ersten Drittel der Flut stündlich etwa 
2 m, später dagegen langsamer; ebenso stark ist das Fallen des Wassers während 
des ersten Drittels der Ebbe. 
Beim Loten während des Ein- und Auslaufens muß man besonders vor- 
sichtig sein und die bedeutenden Schwankungen der Tiefen, durch die Gezeiten 
veranlaßt, sorgsam berücksichtigen. Vor den Einfahrten zwischen den Clifford- 
und der Ferrieres-Inseln ist der Tidenhub sehr viel geringer, als in den Engen 
und bei Chemurupo. 
Gezeitenströme, Im allgemeinen laufen die Gezeitenströme längs der 
koreanischen Westküste etwa N und S; bei den Clifford-Inseln setzt der Flut- 
strom nach NO und der Ebbstrom nach SW. Innerhalb der Clifford-Inseln 
ändert die. Stromrichtung je nach der Lage der Inseln und Küsteneinschnitte; 
namentlich innerhalb der Insel Shopaiul wird die Stromrichtung stark von den 
Tiefenverhältnissen der Küstengewässer beeinflußt, So lange klares Wetter ist, 
machen die Gezeitenströme bei entsprechender Vorsicht der Schiffsführung keine 
Schwierigkeiten. 
Vor den Clifford-Inseln und vor der Insel Shopaiul trifft man häufig, 
namentlich bei Springtide, heftige Stromkabbelung. Einem Fremden erscheint 
diese gefährlich, während der Ortskundige, der den Unterschied zwischen unge- 
Fährlichen Stromkabbelungen und denjenigen Stromwirbeln, die von blinden 
Klippen hervorgerufen werden kennt, die ersteren ohne Sorge passiert. 
Von der Insel Shopaiul und der Breton-Inselgruppe an setzt der Flutstrom 
während Springtide in Östlicherer Richtung, Im Prinz-Jerome-Golf und im 
Masampo-Hafen trifft man besonders starke Stromkabbelung, In der Umgebung 
des Warren-Inselchens setzen die Gezeitenströme fast genau auer zur Fahrwasser-
	        
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