Chemurupo oder Chemulpo,
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An- und Einsteuerung. In den älteren Segelanweisungen werden drei Ein-
fahrten beschrieben, nämlich 1, der Westpaß, der zunächst nördlich von Prince
Imerial-Archipel entlang und dann zwischen den Inseln der Whitthall-Gruppe
und der großen Insel Taku chaku hindurchführt für Schiffe mit mäßigem
Tiefgang, die aus den nordchinesischen Häfen kommen; 2, der Flying Fish-
Paß und 3. der Ostpaß. Der Westpaß kann selbst Schiffen mit geringem
Tiefgang nicht mehr empfohlen werden, denn in neuerer Zeit sind die an sich
schon ungenauen Vermessungen zwischen jenen Inselgruppen nicht mehr erneuert
worden, während die sehr starken Gezeitenströme beständig Veränderungen des
Fahrwassers und der Sände veranlassen. Die Ansteuerung zu diesem Westpaß
ist ebenfalls recht unsicher wegen der vielen vorgelagerten und durch keine
Landmarken oder Seezeichen angedeuteten Sände, Die Abkürzung des Weges
durch diesen Paß gegenüber dem Ostpaß beträgt etwa 18 Sm, oder in Zeit für
Dampfer ungefähr zwei Stunden, ein Zeitgewinn, der in keinem Verhältnis zu
dem Risiko steht, etwa auf einer unbekannten oder neugebildeten Untiefe fest-
zugeraten. Um den Flying Fish- und den Ostpaß anzusteuern, muß man zunächst
die Durchfahrten zwischen den der Küste vorgelagerten Inseln hinter sich haben
und die Durchfahrt zwischen Shopaiul und den Breton-Inseln passieren,
Je nachdem man von Norden, Westen oder Süden kommt, steuert man Shopaiul,
Mogudeki, Muruchii oder die Baker-Insel (Toku Somu) an. Karten und Leuchtfeuer-
verzeichnis geben zuverlässige und genügende Auskunft. Bei unsichtigem
Wetter muß im Auge behalten werden, daß die Gründe westlich von den Ferrieres-
und Clifford-Inseln nicht gut ausgelotet sind, und die dort erhaltenen Lotungs-
reihen bei dem felsigen Grunde große Unregelmäßigkeiten in den Tiefen ergeben
dürften, so daß bei den starken Gezeitenströmen doppelte Vorsicht am Platze
ist, Bei den Leuchttürmen auf Mogudeki, Muruchii und der Baker-Insel werden
Nebelsignale gegeben. Zwischen den Clifford- und Ferrieres-Inseln sollte man
versuchen, sich in der tiefen Fahrrinne und auf dem in den Karten angedeuteten
üblichen Kurse zu halten oder, wenn es nicht aufklaren sollte, zu ankern.
Jedenfalls sollte der Ortsunkundige bei dickem Wetter, wenn die betreffenden
Landmarken und Deckpeilungen schlecht auszumachen sind, nicht in die Ein-
fahrten hineinlaufen. Bei den jetzt überall auf den vorgelagerten Inseln und in
der Einfahrt für gewöhnlich zuverlässig brennenden Feuern kann man bei
sichtiger Luft nachts eben so gut wie am Tage den Fluß ansteuern, wie auch
ein- und auslaufen,
Leuchtfeuer siehe Lifv. 1911, Heft VIII, Titel XI, Nr. 1214 bis 1245 u.
N. f. S. 11/801, 2484, 2824. Nach dem Bericht von Kapt. W. Hülsebusch ist die
Errichtung eines Feuers auf einer Insel der Chasseriau-Bank beabsichtigt; dieser
Kapitän schreibt: »Dann wären alle gefährlichen Stellen für die Ansteuerung
und die Einfahrt nach dem Hafen von Chemurupo befeuert«,
Lotsenwesen. Staatlich angestellte Lotsen gibt es nicht. Zwar sind die
Führer der Schlepper mit der ‚Hafeneinfahrt und dem Hafen gut vertraut, sie
übernehmen aber keine Verantwortung und werden aus dem Grunde von den
Dampferagenturen weder als Lotsen angenommen noch empfohlen. Die berich-
tenden Kapitäne halten bei der jetzt durchgeführten Verbesserung der Leuchtfeuer
und Seezeichen Lotsenhilfe zum Ein- und Auslaufen nicht für notwendig, in den
inneren Hafen aber können große Seeschiffe vorläufig noch nicht einlaufen,
Schleppdampfer waren 1909 in Chemurupo verwendbar 3 Privaten gehörige
von 10 bis 30 R-T. Größe und 2 der Militärverwaltung gehörige. Die Taxe für
die Schlepper der Privaten betrug 30 Sen p. R-T. .
Rettungswesen. Rettungsstationen sind nicht vorhanden. Ein Taucher
ist am Orte zu haben. Bergungsdampfer müssen erst von Japan bestellt
werden. Die Signalstation für Zeit- und ‚Wettersignale liegt vom Hafen aus
gut sichtbar auf dem mittelsten Gipfel der Insel Orumi Tö oder Kheum Wolmi.
Sie ist kenntlich an dem rot und weiß wagerecht gestreiften Signalmast, der von
der Reede aus gesehen links neben einem einstöckigen, weißen Hause steht.
Der Weg zur Signalstation und Funkspruchstelle führt vom westlichen Teile der
Insel bei der Ansteuerungsbake in Schlangenwindungen auf den mittelsten der