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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1911.
die mit Az bezeichnet ist, der beweglichen Zunge
mit einer oberen Teilung, mit p — v, und einer unteren,
mit @, h bezeichnet, und dem Läufer mit dem
Strichglas.!)
Die Bestimmung des Azimuts mittels des Stabes
erfolgt gemäß der Formel
sin? 1/, AZ == _sin Ma (P-EW)- Sin A (P—) ;
cosh + cos &
(Lehrb. d. Nav., 2. Aufl, Bd. II, $ 127), wo p den
Polabstand (p == 90° — ö) und v die Differenz
v= gp—h
bezeichnet.
Demgemäß entsprechen die Teilungen folgenden
Funktionen: Die mit p + v und p — v bezeichneten
oberen Teilungen von Stab und Zunge dem Loga-
rithmus des Sinus des halben Winkels; die mit g, h
bezeichnete untere Teilung der Zunge dem Loga-
rithmus des Kosinus, die mit Az bezeichnete untere
feste Teilung dem Logarithmus des Semiversus, Die
Bezifferung gibt die Grade der betreffenden Winkel an.
Der Nullpunkt aller Teilungen liegt am rechten
Ende und ist teils mit 180°, teils mit 0° bezeichnet, je
nach der Funktion, die durch die betreffende Teilung
gegeben ist. Nach links hin mußten die Teilungen
an einer beliebigen Stelle abgebrochen werden, um
den Stab nicht zu lang werden zu lassen. Daher
gehen die Teilungen für p+v und p—Vv nur
bis 0.4°, diejenige für @ und h bis 89.8° und die
für Az bis 6.5° bzw. 353.5°.
Für das Arbeiten mit dem Stabe gelten die für
logarithmische Rechenstäbe allgemein gültigen Regeln
für das Multiplizieren und das Dividieren, Die aus-
zuführenden Multiplikationen und Divisionen ergeben
sich aus der obigen Formel, die in abgekürzter Form
unten auf dem Stabe eingeschrieben ist, so daß man
sie nicht im Kopfe zu behalten braucht. Die Klam-
mern in der auf dem Stabe stehenden Formel be-
deuten jedesmal die betreffende Funktion, nach der
die Teilung ausgeführt ist, und deren Kenntnis für
den praktischen Gebrauch nicht erforderlich ist.
Danach ist zur Ermittelung des Azimuts folgender-
maßen zu verfahren:
1. Man berechne p und v aus
p=90°—6ö und v=h-—g,
wobei die Vorzeichen von d und g@ zu beachten sind,
2. Man bilde p + v und p— V.
3. Man stelle den Läuferstrich auf den Wert
von p + v in der oberen festen Teilung.
4. Man schiebe bei unverändertem Läufer die
Zunge so weit ein, daß der Wert von h in der
unteren Zungenteilung unter dem Läuferstrich steht.
5. Man stelle bei unveränderter Zunge den Läufer-
strich auf den Wert von p — v in der oberen Zungen-
teilung,
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1) In der, Abbildung des Anfangs- und des Endteiles des
Stabes ist der Übersichtlichkeit halber der vorhandene Läufer mit
(HNasplatte und Vertikalstrich nicht wiedergegeben.