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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1911,
Interessant ist, wenn man weiter ostwärts fortschreitet, daß das Fahrwasser
von Travemünde bis Lübeck und dasjenige nach Wismar nahezu an gleich viel
Tagen Eis aufzuweisen hatten, nämlich an 24 bzw. 23 Tagen. Dagegen gestalteten
sich die Eisverhältnisse auf der Strecke von Warnemünde nach Rostock schon
weit ungünstiger, da hier durchschnittlich an 35 Tagen Eis beobachtet wurde.
Schon E. Herrmann’) wies im Jahre 1900 darauf hin, daß Travemünde be-
züglich der Eisverhältnisse günstiger gestellt sei als Warnemünde entgegen den
älteren Ausführungen von Ackermann,”) die das Gegenteil darzutun versuchten.
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Diese Frage dürfte nunmehr an der Hand des vorliegenden lückenlosen Materials
von 8 Jahren in einem für Travemünde günstigen Sinne entschieden sein, soweit
wir nur das Vorkommen von Eis überhaupt in Betracht ziehen. Bezüglich der
Stärke der Eisbildung und der hierdurch verursachten Störung des Verkehrs
liegen allerdings die Verhältnisse umgekehrt (siehe unten!).
Geht man weiter ostwärts, so tritt das frei am Meere gelegene Darsserort
sehr zurück; es hatte im Mittel nur an 10 Tagen Eis gemeldet. Die geschützter
gelegene nördliche Einfahrt in den Bodden bis Stralsund hatte jedoch an 54 Tagen
Eis und ähnelt den Verhältnissen des Rügener Fahrwassers beim Wittower Post-
haus, wo durchschnittlich an 47, und denjenigen des. Stettiner Haffs, wo an
1) E. Herrmann, Die Eisverhältnisse an der deutschen Küste im Winter 1899/1900 (>Ann.
a. Hydr. usw.« 1900).
?) Ackermann, Beiträge zur physischen Geographie der Ostsee.