522 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1911.
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2, Wind- und Stromverhält-
nisse auf der Fahrt von Singa-
pore nach Friedrich-Wilhelms-
hafen vom 17. Oktober bis 10.
November 1910. Nach dem Be-
richt des Kommandos 5. M. 8.
»Planet«, Kommandant Korv.-
Kapt. Dominik,
Die Reise wurde vom Wetter
begünstigt. Es waren durchweg
nur flaue Winde zu verzeichnen,
auch kam nie grobe See auf.
Während der Fahrt von Amboina
nach Friedrich - Wilhelmshafen
machte sich jedoch der Süd-
äquatorialstrom sehr stark gegen-
an bemerkbar.
Die angetroffenen Strom- und
Windverhältnisse sind ‚aus dem
Besteckauszug ersichtlich. In der
Karimata-Straße machte sich der
Übergang zum NW-Monsun schon
recht bemerkbar, während in der
a Java- und Banda-See noch östliche
ä=@ Winde, überwiegend aus süd-
2% Östlicher Richtung, beobachtet
3£ wurden. Auch an der Nordküste
33 von Neu-Guinea wehten stetige
73 NO—SO-Winde. Die Übergangs-
periode machte sich nur durch
die geringe Windstärke und das
Vorkommen von Windstillen gel-
tend. Auffallend war die große
Anzahl der Sternschnuppenfälle
und die Häufigkeit elektrischer
Entladungen am ganzen Himmel.
Die Stromverhältnisse (siehe
Textfigur) zeigen zwar teilweise
gute Uebereinstimmung mit den
vorhandenen Stromkarten, doch
sind große Unterschiede der Art
zu verzeichnen, daß ein Teil den
Charakter des SO-, der andere
den des NW-Monsuns trägt. Wahr-
scheinlich ist dies eine Folge der
Übergangszeit, Der Strom wurde
von Sternsbesteck zuSternsbesteck
ermittelt. Da der zur Navigierung
benutzte Chronometer einen sehr
guten Gang zeigte und zur Orts-
bestimmung prinzipiell drei bis
vier gut zueinander stehende
Sterne benutzt wurden, kann den
Stromangaben vollstes Vertrauen
geschenkt werden.
Vor der Salayar-Straße wurden
einige Lotwürfe mit der Hechel-
mannschen Lotmaschine gemacht,
die vor der Einfahrt inmitten
tiefen Wassers eine Bank fest-
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