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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

520 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1911. 
Winde aus einer Richtung zwischen Südost und Westsüdwest; die Nächte sind 
dann immer kühl. Im Sommer kann die Temperatur bis zu 42°C Wärme er- 
reichen, doch kommt dies nur sehr selten vor; im Winter schwankt die Wärme 
gewöhnlich zwischen 10° und 15,5° C. 
Einsteuerung. Der direkte Weg von See nach einer der eingangs an- 
geführten Buchten führt zwischen der Boston-Insel und dem Kap Donington 
hindurch. Für Segelschiffe mit günstigem Winde ist es aber besser, zwischen Kap 
Donington und dem davor liegenden Donington-Riffe hindurchzufahren, als 
nördlich von dieser Klippe zu passieren, um das sich !/, Sm nach Norden er- 
streckende Riff zu meiden, Passiert man nördlich von der Klippe, so darf man 
dieses Riffes halber die Klippe nicht eher südlicher als rw. 196° (mw. SzW) 
peilen, bis der höchste Punkt vom südlichen Bicker-Inselchen in rw. 224° (mw. 
SW1/,S)-Peilung freikommt von dem Vorlande von Kap Donington. Für nach 
Spalding Cove bestimmte Schiffe sind dann, wenn sie in angemessenem Abstand 
von der Küste bleiben, keine weiteren Schwierigkeiten zu überwinden, Auch 
nach Port Lincoln fahrende Schiffe mit weniger als 6.4 m Tiefgang finden bis 
westlich von der Grantham-Insel auf dem direkten Kurse keine gefährlichen 
Stellen. Vor kurzer Zeit hat jedoch der deutsche Dampfer »Berlin« den Grund 
berührt in nachstehenden Peilungen: Donington - Leuchtturm rw. 203° (mw. 
SzW 5/4 W), Boston-Leuchtturm rw. 241° (mw. SWzW). Stehen Segelschiffe 
innerhalb dieser Insel und müssen kreuzen, so dürfen sie, wenn sie nach der 
Nordwestseite der Bucht hinüberliegen, die 6.8 m (32/, Fad.)-Grenze nicht über- 
schreiten und müssen über den anderen Bug gehen, sobald das Nordende 
der südlichen Bicker-Insel in rw. 67° (mw. NOz01/, O)-Peilung mit dem Südende 
der Grantham-Insel beinahe in Linie kommt. 3 Kblg nordwestlich von der 
5.5 m-Stelle südwestlich von der Grantham-Insel passiert man, wenn man in 
rw. 61° (mw. NOzO)-Peilung die höchste Stelle der nördlichen Bicker-Insel mit 
dem Südende der Grantham-Insel achteraus in Linie bringt, südöstlich von der 
Stelle bleibt man, wenn die Südosthuk der Boston-Insel in rw. 51° (mw. NO!/,O)- 
Peilung mit dem Südende der Grantham-Insel in Linie ist. Benutzen nach der 
Boston-Bucht bestimmte Schiffe diese Einfahrt, so bietet auch für sie das Fahr- 
wasser keine Schwierigkeit, wenn sie den geraden Kurs steuern können, Müssen 
Segelschiffe aber nach der Boston-Bucht aufkreuzen, so müssen sie, wenn sie 
westlich von den Bieker-Inselchen nach Süden stehen, über den anderen Bug 
gehen, wenn der Gipfel von Kap Donington in rw. 72° (mw, ONO)-Peilung mit 
der Nordseite der nördlichen Bicker-Insel in Eins kommt; erfordert der Tiefgang 
des Schiffes mehr als 7.3 m (4 Fad.) Wasser, so laufe man auf höchstens !/, Sm 
Abstand an die Osthuk der Porter-Bucht hinan. Von der Bake auf der Fanny- 
Huk bleibe man in etwa 4 Kblg Abstand, von der Kirton-Huk und dem Strande 
westlich davon in ungefähr 2 Kblg Entfernung. Steuern nach der Boston-Bucht 
bestimmte Schiffe durch die nördliche Einfahrt zwischen der Boston-Insel und 
der gleichnamigen Huk ein, so passieren sie !/, Sm nordöstlich vom Kangaroo- 
Riff, wenn sie den nordwestlich von der Boston-Huk gelegenen Berg Gawler mit 
dem Ostende des langen Sandstrandes im nördlichen Teil der Boston-Bucht in 
rw. 333° (mw. NNW3/,W)-Peilung in Linie halten. An die Boston-Huk selbst 
können sie dicht heranlaufen. Westlich vom Kangaroo-Riff passiert man, wenn 
man den südwestlich von der Stadt Port Lincoln gelegenen North Side-Hügel in 
rw. 224° (mw. SW1/,S)-Peilung nördlich frei von der Maria-Huk hält, und das 
8 Kblg südlich von dieser Huk gelegene Riff meidet man, wenn man die Boston- 
Huk von der Maria-Huk frei hält, !/, Sm südöstlich von der Le Hunte-Untiefe 
bleibt man, wenn man in rw. 224° (mw. SW1/„,S)-Peilung den North Side-Hügel mit 
der Port Lincoln-Landungsbrücke in Eins hält, und in derselben Entfernung 
westlich davon passiert man, wenn man in rw. 199° (mw. SzW1/,W)-Peilung das 
Außenende der Landungsbrücke mit der römisch-katholischen Kapelle in Linie bringt. 
Ankerplatz. In Spalding Cove kann man irgendwo ankern; der beste 
Ankerplatz ist aber in der Bucht, die eben südlich von dem Hügel auf Kap 
Donington liegt. Bei starken nördlichen Winden steht in Spalding Cove 
kurze See.
	        
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