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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

Port Lincoln, 
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liegt und an ihrer Nordostseite durch eine rot und weiß wagerecht gestreifte 
spitze Tonne gekennzeichnet wird, sind die geringsten Wassertiefen 6.4 m. Schutz 
nach See zu erhält die Bucht durch die vorgelagerte Boston-Insel. 
Port Lincoln heißt die Bucht, die zwischen der Kirton- und der Surfleet- 
Huk liegt, Sie ist an der Einfahrt etwa 4 Sm breit und in südwestlicher Richtung 
über 7 Sm lang. Die Wassertiefen betragen in ihr im allgemeinen 7 bis 9 m. 
An der Ostseite der Bucht findet man zwischen der Surfleet-Huk und einem 
Punkte, der 1 Sm von dem innersten Teile der Bucht entfernt liegt, in 1, Sm 
Abstand von der Küste noch 5,5 m Wasser und darüber, Der nordwestliche Teil 
von Port Lincoln ist im allgemeinen seichter als der südliche; die 5.5 m-Grenze 
geht von der Grantham-Insel bis zum innersten Ende der Bucht nirgends dichter 
als auf 1 Sm Entfernung an die Küste hinan. Eine 5,5 m-Stelle von 1 Kblg Aus- 
dehnung liegt im südlichen Teile der Bucht; von ihr peilt die Horse-Klippe an 
der Ostseite der Bucht rw. 94° (mw. O), 1.9 Sm entfernt, und die Südwesthuk 
der Grantham-Insel rw. 55° (mw. NO*/,O), 2!/, Sm entfernt. Eine Bank von 7 Kblg 
Ausdehnung in Ost—West-Richtung und 6.9 m geringster Wassertiefe liegt rw. 66° 
(mw. N0z0!/,0), 1.6 Sm entfernt von der höchsten Erhebung auf der Grantham-Insel. 
Spalding Cove heißt die Bucht zwischen der Surfleet-Huk und Kap Donington. 
Sie erstreckt sich von diesem aus 3 Sm nach Süden und ist fast durchschnittlich 
1!/, Sm breit. Die Wassertiefen in ihr betragen bis zu 1 Sm Abstand vom innersten 
Teile der Bucht im allgemeinen 9.1 bis 14.6 m. 
Landmarken. Für die Ansteuerung siehe unter Louth-Bucht. Zum Ein- 
steuern in die. Boston-Bucht durch die nördliche Einfahrt zwischen der Boston- 
Huk und der gleichnamigen Insel können die schwarze stumpfe Tonne mit Stange 
und Rautentoppzeichen vor dem Nordende des Kangaroo-Riffes, das nordöstlich 
von der Nordhuk der Boston-Insel liegt, und der Leuchtturm (eiserner Gitter- 
turm) auf der Boston-Huk als Landmarken dienen. Die Boston-Huk selbst .ist 
breit und niedrig, doch landeinwärts von ihr liegen zwei runde Grashügel und 
ein Hügel von 52 m Höhe. Zum Ansteuern des Ankerplatzes bilden die Landungs- 
brücke vor dem Dorfe und die !/, Sm innerhalb derselben auf etwas erhöhtem 
Terrain liegende katholische Kapelle Landmarken. In dem Fahrwasser, das 
zwischen Kap Donington und der Boston-Insel nach Spalding Cove, Port Lincoln 
und der Boston-Bucht führt, sind die nördlich von der Surfleet-Huk liegenden 
9 m hohen Bicker-Inselchen als Landmarken zu erwähnen. Nordwestlich von 
ihnen steht auf der Fanny-Huk am Südende der Boston-Insel ein eiserner Gitter- 
turm als Leuchtturm und 90 m landeinwärts eine dreieckige Bake mit schwarz 
und weißen Ringen und rundem Toppzeichen. Zwei Seemeilen westlich von ihr 
liegt die Kirton-Huk, auf der ein runder 67 m hoher Hügel steht; südlich von 
diesem steigt südlich von dem Strande im innersten Teil der Porter-Bucht ein 
Hügel zu 68 m Höhe an. Bei Nacht dienen die Feuer auf dem Kopfe der Eisen- 
bahnbrücke bei der Kirton-Huk und der Landungsbrücke des Dorfes Port Lincoln 
sowie die auf der Fanny-Huk und auf dem Südostausläufer der Boston-Huk 
als Landmarken. 
Ansteuerung. Siehe unter Louth-Bucht, . 
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1911, Heft VII, Tit. IX, Nr. 2712 
und weiter sowie N. f. S. 863/11, 970/11 und 1432/11. 
Rettungswesen. Ein Raketenapparat wird in Port Lincoln unterhalten. 
Hilfe wird gestrandeten Schiffen vom Lande aus geleistet, wenn die Möglichkeit 
dazu vorhanden ist. ; 
Gezeiten und Gezeitenströme. Die Hafenzeit für die Boston-Bucht ist 
1b 50min; die Hochwasserhöhe beträgt bei Springtide 1.8 m. Die Gezeitenströme 
sind nur schwach in ihr und in den Buchten der Umgebung. Außerhalb dieser 
Buchten setzt der Strom in 2 bis 3 Sm Abstand von der Küste während der 
Flut nach Norden, während der Ebbe nach Süden; seine größte Geschwindigkeit 
beträgt 1'/, bis 2 Sm in der Stunde, 
Wind und Wetter, Das Wetter ist im allgemeinen gut, nur im Winter 
regnet es ziemlich viel. Das schlechteste Wetter bringen nördliche bis nord- 
westliche Winde, die aber nie lange vorhalten. Im Sommer wehen gewöhnlich 
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