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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1911,
Schiffsausrüstung. Frischer Proviant ist zu haben; Gemüse ist jedoch
teuer und in größeren Mengen nur auf vorherige Bestellung zu erhalten. An
anderer Schiffsausrüstung ist nur Manila-Tauwerk zu haben; dasselbe ist
teuer. Trinkwasser muß man von Port Adelaide oder Port Pirie beziehen.
Es kosten 10 bis 15 t 40£. Kesselwasser kann aus dem Regierungstank unent-
geltlich entnommen werden, wenn derselbe Wasser enthält; der Tank liegt etwa
1 Sm außerhalb des Ortes.
Auskunft für den Schiffsverkehr. Kapt. C. Carlsen hatte E. Dawson als
Agenten, Vertreter der Firma Wills & Co. in Adelaide. Desertionen der Schiffs-
mannschaften kamen an Bord seines Schiffes nicht vor.
Louth-Bucht.
Nach englischen Quellen. Brit. Adm-Krt. Nr. 2389B, St-Vincent and Spencer Gulfs.
Die Louth-Bucht liegt an der Westseite des Spencer-Golfes etwa 10 Sm
nördlich vom Kap Donington zwischen der Boston-Huk im Südwesten und der
Bolingbroke-Huk im Nordosten, Ihre Breite zwischen den beiden Huken beträgt
etwa 10 Sm, ihre Ausdehnung in nordwestlicher Richtung ungefähr 6 Sm. Die
geographische Lage des Leuchtfeuers auf Kap Donington ist 34° 44’ S-Br. und
136° 0’ O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1911 beträgt etwa 4.3°O; sie ist
ungefähr stationär,
Allgemeines, Die Louth-Bucht wird durch die Küstenformation in drei
getrennt voneinander liegende Buchten geteilt. Die südliche davon liegt inner-
halb der Louth-Insel und erreicht in N—S-Richtung eine Länge von 2'/, Sm.
Zwischen der südlichen Huk der Louth-Insel und der Huk gegenüber auf dem
Festlande ist sie 1!/, Sm breit. Die Wassertiefen in ihr sind im allgemeinen nur
gering, und man findet in %/, Sm Abstand vom Lande vielfach weniger als 1.8 m
Wasser, Quer über der Einfahrt sind aber größtenteils Tiefen von 7.3 m und
vor der ganzen Südwestseite der Louth-Insel in !/, Sm Abstand von der Küste
4.6 bis 5.5 m. In die Bucht mündet der Fluß Todd, der westlichste Fluß von
Südaustralien, Die mittlere Bucht, die den Verschiffungshafen für Wolle bildet,
liegt zwischen der Louth-Insel und der Peake-Huk. Sie ist über 3 Sm tief und
weist durchschnittlich, außer dicht unter Land, Wassertiefen von 7,3 bis 15 m
auf. Die 9 m-Grenze verläuft im allgemeinen in !/, Sm Abstand vom Lande. Die
nördliche oder Peake-Bucht liegt zwischen der gleichnamigen Huk und der
Bolingbroke-Landspitze. Sie hat bei einer ungefähren Tiefe von 3 Sm Wasser-
tiefen von 3.7 bis 12.8 m, und es verläuft die 5.5 m-Grenze im allgemeinen in
3/, Sm Abstand von der Küste,
Landmarken. Auch für die Louth-Bucht ansteuernde Schiffe kommen ebenso
wie für die nach der Harvey-Bucht bestimmten, nach Passieren zwischen der
Thistle- und der Gambier-Insel zunächst die Inseln der Sir Joseph Banks-Gruppe
als Landmarken in Betracht, und zwar dürften außer den schon unter der
Harvey-Bucht angeführten Inseln namentlich die Stikney- und die Sibsey-Insel
von Nutzen sein. Erstere ist 30 m hoch und nicht ganz 1 Sm breit, während
letztere zu etwa 24 m Höhe ansteigt und bei !/, Sm Breite !/„ Sm Länge in
Nord—8Süd-Richtung erreicht. Nordöstlich von ihr, etwa 7 Kblg entfernt, liegt
das 4.5 m hohe, felsige, steil unter Wasser abfallende Inselchen English Island.
im Süden liegt mw. 0SO, 12 Sm vom Kap Donington entfernt, Dangereous Reef,
das aus vier großen und mehreren kleinen dazwischen liegenden Klippen besteht,
die sämtlich über Wasser ragen. Die höchste von ihnen liegt etwa 3.7 m über
Wasser und kann auf 6 Sm Entfernung gesehen werden, Neuerdings ist auf ihr
eine 10,7 m hohe, eiserne Leuchtbake errichtet worden, die ein weißes Blitzfeuer
von 12 Sm Sichtweite zeigt (N. f. S. 970/11). Auf dem Festlande erhebt sich
beim Kap Donington das Land zu einem bewaldeten Hügel von 53 m Höhe, und
4 Sm südwestlich davon steigt der an allen Seiten mit Gestrüpp bewachsene