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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

Franklin-Hafen. 
618 
NW), 21/„, Kblg entfernt peilend. Im südwestlichen Teil des Hafens ankern Schiffe 
auf 2.7 m Wasser in der Peilung: Elbow-Hügel rw. 286° (mw. WzN), das rechte 
äußerste Ende der Mangroven an der Westseite des Festlandes rw. 44° (mw. NO1/,N). 
Hafenanlagen. Eine Landungsbrücke erstreckt sich bei dem Orte Cowell 
160 m weit von der Küste nach dem Meere zu; sie hat an ihrem Außenende 
2.7 m Wasser bei Niedrigwasser. 
Der Ort Cowell liegt am nördlichen Teil des Hafens dicht am Strande; 
ein Hotel, eine Post- und Telegraphenanstalt sind vorhanden. Es besteht 
zweimal in der Woche Postverbindung mit Adelaide. Dampfer besuchen ge- 
legentlich den Hafen, um Wolle zu laden. 
Harvey- oder Tumby-Bucht. 
Nach ‚Fragebogen Nr. 4995 des Kapt. C. Carlsen, S. »Gretchen Hartrodt«, vom April 1909; ergänzt 
nach englischen Quellen. Brit, Adm-Kıt. Nr. 2389B. St. Vincent and Spencer Gulfs. 
Die Harvey- oder Tumby-Bucht liegt an der Westseite des Spencer-Golfes: 
Sie ist zwischen der Tumby-Insel im Süden und der Mündung des Salt Creek im 
Norden etwa 4 Sm breit; ihre Wassertiefe ist nur gering und beträgt bis zu 
durchschnittlich 2 Sm Entfernung von der Küste weniger als 9,1 m (5 Fad.). 
Die Bucht dient als Verschiffungshafen des im Bezirk gewonnenen Kupfererzes 
und der landwirtschaftlichen Produkte. Die geographische Lage des Leuchtfeuers 
auf dem Kopfe der neuen Landungsbrücke ist 34° 23’ S-Br. und 136° 6’ 30” O-Lg. 
Die Mißweisung für das Jahr 1911 beträgt etwa 4.5° O; sie ist ungefähr stationär. 
Landmarken. Für nach der Harvey-Bucht bestimmte Schiffe kommen nach 
Passieren von Thistle- und Gambier-Eiland zunächst die Inseln der Sir Joseph 
Banks-Gruppe als Landmarken in Betracht. Die Gruppe besteht aus 20 Inseln 
und Klippen, die im allgemeinen niedrig sind und nur vereinzelt Erhöhungen 
von über 30 m aufweisen. Die bedeutendsten der Gruppe sind die Inseln Spilsby 
und Reevesby. Letztere ist 2!/„ Sm lang in N—S-Richtung und !/, bis !/, Sm 
breit. Sie trägt an ihrem Südende einen 32.6 m (107’) hohen Hügel von %, Sm 
Durchmesser, der mit Buschwerk bestanden ist, das in der Nähe des Gipfels in 
einem Haufen beisammen steht. Im übrigen ist die Insel 6 bis 12 m hoch mit 
Ausnahme eines 20 m hohen Hügels auf der Sandzunge, die sich vom Nordende 
der Insel 1!/, Sm nach Osten erstreckt. Spilsby-Eiland ist die höchste Insel der 
Gruppe; sie ist die einzige, die bewaldet und auch bewohnt ist. In N—S-Richtung 
ist sie 2 Sm lang und an ihrem nördlichen Teile 1!/, Sm breit; ihr südlicher Teil 
verläuft in einem schmalen %/, Sm langen Steert von !/, Sm Breite. Ein dicht 
mit Eichen bestandener, runder, 49 m hoher Gipfel erhebt sich an ihrem Nord- 
ende. Hat man sich nach Passieren dieser Gruppe der Küste genähert und steht 
noch etwa 3 bis 4 Sm Östlich von der Tumby-Insel, so bilden die etwa 11 Sm 
nördlich von der Insel gelegenen Sheep-Hügel auffällige Landmarken. Auch die 
roten Küstenabhänge der Tumby-Insel und die Küste zwischen dieser Insel und 
der etwa 8 Sm südlich davon gelegenen Bolingbroke-Huk treten hervor, während 
das niedrige Land im Hintergrunde der Harvey-Bucht noch kaum zu sehen sein 
wird. Weiter landeinwärts sieht man einen Höhenzug, in dem 9 Sm westlich 
von der Tumby-Insel der Berg Liverpool als höchster und auffälligster Gipfel 
zu 321 m Höhe ansteigt; mw. ONO, 1!/, Sm von ihm entfernt, erhebt sich ein 
spitzer Hügel zu 244 m Höhe, Im Süden sieht man die 26 m hohe Kirkby-Insel, 
die das Aussehen eines Heuschobers hat; sie liegt 6 Sm östlich von der Boling- 
broke-Huk. Ist man in der Nähe der Bucht angelangt, so wird die schwarze 
Tonne mit Stange und Rautentoppzeichen am Ostende des Tumby-Eiland-Riffes 
zu erkennen sein. Auch die schwarze stümpfe Tonne mit Vierecktoppzeichen 
wird in Sicht kommen, die auf 6.4 m (3'/, Fad.) Wasser vor dem Nordende des 
seichten Wassers liegt, das sich von der Tumby-Insel aus nach Norden zu er- 
streckt. Kapt. C. Carlsen. konnte Mount Liverpool und Tumby-Eiland am
	        
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