accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

Franklin-Hafen, 
611 
136° 57’ 22” O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1911 beträgt etwa 4,7° O und 
ist ungefähr stationär. 
Landmarken, Über Landmarken an der Küste südlich und nördlich vom 
Franklin-Hafen siehe unter Germein-Bucht. Die Küste in der Umgebung des 
Franklin-Hafens ist im allgemeinen sehr niedrig und sumpfig und mit Mangroven 
bestanden. Der 15 m hohe rote Küstenabhang der Vicetoria-Huk an der Nordseite 
der Einfahrt zum Hafen und die Bäume oberhalb der Huk sind die höchste Er- 
hebung an dieser Stelle der Küste und bilden deshalb die auffälligsten Land- 
marken für das Ausmachen des Franklin-Hafens. Beim Näherkommen wird man 
auch die schwarz und rot karrierte Ansegelungstonne mit Stange und Balltopp- 
zeichen ausmachen, die an der Südseite einer 3m (10’) Stelle liegt, von der aus 
die Victoria-Huk mw. N, 1%, Sm entfernt peilt. Eine gute Landmarke zum Ein- 
steuern in den Hafen bildet der 317 m hohe Long-back-Hügel, der mw. NW3/,N, 
11 Sm von der Vietoria-Huk entfernt liegt; 3 Sm nördlich von ihm steigt ein 
Gipfel zu 55 m Höhe an. Innerhalb der Germein-Huk, die an der Westseite .der 
Einfahrt liegt, dient bei der Einsteuerung die !/„ Sm nordwestlich von der 
Observation-Huk gelegene Mangroven-Huk als Landmarke. Eine Anzahl roter 
und schwarzer Tonnen kennzeichnen außerdem das Fahrwasser; die roten bleiben 
einkommend an St-B., die schwarzen an B-B. 
. Gezeiten. Die Hafenzeit an der Einfahrt zum Franklin-Hafen ist 4% Qmin; 
die Hochwasserhöhe beträgt bei Springtide 1.7 m. . ; 
Gezeitenströme. Unter gewöhnlichen Verhältnissen erreichen die Ge- 
zeitenströme, die wenige Minuten nach Hoch- und Niedrigwasser kentern, bei der 
Germein-Huk und: in dem engen Fahrwasser nach dem Hafen nie mehr als 3 Sm 
Geschwindigkeit in der Stunde, Nach anhaltenden südlichen und südwestlichen 
Winden aber, die zu gleicher Zeit den gewöhnlichen Wasserstand im Franklin- 
Hafen um 0.6 bis 0.9 m erhöhen, sind die Gezeitenströme sehr stark ‚und er- 
reichen bei Ebbe querab von der Germein-Huk bis zu 5 Sm Geschwindigkeit in 
der Stunde. 
4 Sm südsüdöstlich von der Germein-Huk setzt der Strom mit 2 Sm Ge- 
schwindigkeit während der Flut nach NOzO, während der Ebbe nach SWzW; 
5 Sm östlich von der Huk setzt er mit 1!/, Sm Geschwindigkeit während der 
Flut nach 0N01/,O, während der Ebbe nach WSW!/,W; 3 Sm südöstlich von 
der Shoalwater-Huk setzt er mit 2 Sm Geschwindigkeit während der Flut nach 
NO, während der Ebbe nach SW. 
Barre. Die Barre vor der Einfahrt zum Franklin-Hafen besteht aus 
felsigem Grund, über dem Sand gelagert ist. Außer wenn ablandige Winde 
wehen brandet es gewöhnlich auf ihr, doch wird die Brandung niemals gefährlich; 
südliche Winde verursachen stärkere Brandung, als Winde aus einer anderen 
Richtung. Die seichteste Stelle der Barre besteht aus der etwa 1 Kblg großen 
Bank mit 3 m (10’) Wasser, an deren Südseite die Ansegelungstonne liegt. Ein 
2 Kblg breites Fahrwasser mit 4.1 m (2'/, Fad.) geringster Wassertiefe führt 
zwischen dieser Bank und dem südöstlichen Ende des Steertes, der sich vor der 
Germein-Huk erstreckt, über die Barre, während das 2 Kblg breite Fahrwasser 
zwischen der Bank und dem Steerte vor der Victoria-Huk 3.7 m (2 Fad.) geringste 
Wassertiefe aufweist. Im allgemeinen ist sonst das ganze Fahrwasser auf dem 
am wenigsten tiefen Teile der Barre zwischen den eben genannten Steerten 
6 Kblg breit mit nicht weniger als 3 m (10) Wasser bei Niedrigwasser. 
An- und Einsteuerung. Nach dem Franklin-Hafen bestimmte Schiffe sollten 
bei der Ansteuerung der Barre sich in mindestens 3 Sm Entfernung von der 
Küste ‘halten, bis die Victoria-Huk rw. 5° (mw. N) peilt; von Norden oder Osten 
kommende Schiffe müssen hierbei noch darauf. achten, daß sie die 9 m-Grenze 
nicht überschreiten. Hat man die Victoria-Huk in der angegebenen Peilung, so 
steuere man darauf zu, bis man die rot und schwarz karrierte Ansegelungstonne 
in Sicht bekommt. Diese lasse man an St-B. und steuere mit rw. 337° (mw. NNW 1 W)- 
Kurs über die Barre hinweg und nach Passieren dieser in dem etwa 3 Kblg 
breiten. und bis zu 6.4 m tiefen Fahrwasser weiter mitten zwischen den beiden 
Tonnen hindurch, die etwa 1 Sm innerhalb der Ansegelungstonne liegen, wobei
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.