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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

510 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1911. 
Zug des Schleppkörpers es erfordert. An dem Querverband T des Stativs ist 
der Pfeil U befestigt, um die Anzahl Grade ablesen zu können, die sich der 
Apparat nach St-B. oder B-B. bewegt hat. 
Ist der Apparat außer Betrieb, so wäre es empfehlenswert, ihn durch eine 
geeignete Vorrichtung völlig festzustellen, 
Will man die Länge des ausgelaufenen Drahtes kontrollieren, so kann ein 
Zählwerk über dem Achsenlager der Rolle angebracht werden. 
Um Gewicht zu sparen, ist der ganze Apparat aus geschmiedetem Aluminium 
herzustellen. Der Schleppdraht ist feinster galvanisierter Stahl. Die genauen 
Abmessungen des Apparates muß die Praxis ergeben. Die in der Skizze vor- 
gesehene Rolle kann etwa 5000 bis 6000 m Draht bequem aufnehmen. Wenn der 
auf den Schleppkörper kommende Druck bei hoher Geschwindigkeit nicht zu groß 
wird, so wäre es von Vorteil, die Arbeit des Aufhievens durch eine dreifache 
Übersetzung zu beschleunigen. 
In vieler Hinsicht wird der oben beschriebene Apparat dem Luftschiffer 
von Nutzen sein, da sich jede Änderung der Stärke wie der Richtung des Windes 
erkennen läßt, so daß man auch die Höhe über dem Wasser finden kann, in der 
die Windgeschwindigkeit am günstigsten ist. Das Kurssteuern ist ebenfalls nicht 
schwierig, da man nur darauf zu achten braucht, daß der Schleppdraht in die 
Kurslinie fällt. Auch um die Höhe über dem Meeresspiegel zu bestimmen, kann 
der Apparat verwendet werden, wenn man die Länge des ausgelaufenen Drahtes 
bis zum Aufschlagen des Schleppkörpers auf dem Wasser durch ein Zählwerk mißt, 
Der oben beschriebene Apparat wird sicherlich einige Mängel aufweisen, 
Der am Gradbogen abgelesene Winkel wird korrigiert werden müssen, da der 
Wind den Draht trotz seiner Dünne mehr oder weniger ausbuchten wird. Dann 
wird der Zeiger der Federwage sich ständig hin und her bewegen, so daß man 
das Mittel aus den Ablesungen nehmen muß. Dennoch glaube ich, daß bei einiger 
Übung und eventuellen Abänderungen sich brauchbare Resultate finden lassen 
werden. 
Den Gebrauch auf See denke ich mir folgendermaßen: 
Hat man die letzten Landmarken passiert, so bringe man den Apparat in 
Tätigkeit, lese ihn stündlich ab und vergleiche den so gefundenen Loggeort mit 
den astronomischen Beobachtungen. Daraus wird man Skalen entwerfen können: 
bei so und sovielen Millimetern der Einteilung wurden die und die Geschwindig- 
keiten erreicht. Ebenso kann man den Betrag feststellen, um den der am Grad- 
bogen abgelesene Winkel fehlerhaft war, Werden derartige Vergleiche fortgesetzt, 
so wird man bald in der Lage sein, den Apparat richtig zu beurteilen und sich 
dann auch bei unsichtigem Wetter seiner mit Erfolg bedienen können. Die 
Gestalt und Größe des Schleppkörpers ist vielleicht auch noch zu ändern; jeden- 
falls glaube ich, daß man für große Geschwindigkeiten kleinere Schleppkörper 
verwenden muß, wie bei geringer Geschwindigkeit über dem Wasser. Für jeden 
Körper müßten dann natürlich besondere Geschwindigkeitstabellen aufgestellt 
werden. 
Franklin-Hafen. 
Nach deutschen und englischen Quellen, Brit, Adm-Krt. Nr. 2389B, St-Vincent and Spencer Gulfs; 
Nr. 785. Franklin Harbour. Letzte Veröffentlichung »Ann. d. Hyvdr.« usw. 1882, 8. 323. 
Franklin-Hafen liegt etwa gegenüber von Wallaroo an der Westseite des 
Spencer-Golfes. Der räumlich ziemlich große Hafen ist nur seicht und wird 
größtenteils von Sandbänken ausgefüllt, die, je nach dem Stande der Tide, über- 
Autet sind oder aus dem Wasser hervorragen. Der Hafen ist gut für Küsten- 
fahrzeuge, aber nicht geeignet für große Seeschiffe, da nur solche mit weniger 
als 3,7 m (12) Tiefgang in denselben gelangen können. Die geographische Lage 
des Beobachtungspunktes auf der Observation-Huk ist 33° 44' 8” S-Br. und
	        
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