Kleinere Mitteilungen.
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des ganzen Tages an und machte die Luft stark unsichtig. Während des Tages
hatten wir auch heftigen Regen. In Caleta Buena war die deutsche Bark
»„Adelaide« nach See vertrieben; in Iquique war ein französischer Segler ge-
kentert und eine italienische Bark gesunken. Beinahe sämtliche übrigen Segel-
schiffe hatten größeren Schaden an der Takelage erlitten.«
Was den Sandstaub betrifft, so ist die von der »Nauplia« mit eingesandte,
umfangreiche Probe durch Herrn Dr. Horn im Mineralogisch - geologischen
Institut zu Hamburg auf Wunsch der Seewarte mikroskopisch untersucht worden,
und es hat sich nach der gefl. Mitteilung des betreffenden Institutes dabei
ergeben, daß der Flugsand hauptsächlich aus Quarzpartikelchen besteht. Das
Resultat ist:
Mineralien
| Geschätzter
0/,- Gehalt
Kalk Ca Cos ....0...0..
A TEN
Feldspat ......0..0....
Glimmer (Biotit) .......
50
10
10
Mineralien
AUßit. » 0000400000
? Zirkon ....0..0.010040.
Erze (Magneteisen) . .....
Geschätzter
9/, - Gehalt.
N
J
5
Am 2. Juli 1911 kam dann wieder stürmisches Wetter auf; hierüber lautet
der Bericht der »Nauplia«: ;
»Um 3t V begann bei diesigem Wetter Regen zu fallen, der bis 4% anhielt.
Dann setzte sehr warmer, östlicher Wind ein, welcher bis Stärke 6/7 zunahm.
Um 8% 10min V flaute der Wind zum leisen Zug ab und ging über Norden bis
Süden. Von 8% 10®in bis 8b 30min V war es still, worauf der Wind 8% 30m V bei
steigendem Barometer und stark fallendem Thermometer sofort mit Stärke 6
einsetzte. Während um 74V das Barometer (auf 0° reduziert) 760.9 mm zeigte
und das Thermometer 24,3°, betrug der Luftdruck um 8% 35min V 762.9 mm: und
die Lufttemperatur 17.3. Durch den starken östlichen Wind wurden sämtliche
Leichter, welche im Hafen verankert waren, vertrieben, ungefähr 30 davon nach
See; die äußersten waren um 81 V etwa 7 Sm von Caleta Buena entfernt. Das
italienische Vollschiff »Cressington« trieb mit seinen Moorings (Bug- und Heck-
anker) ungefär 4 Sm nach See, worauf der Heckanker verloren ging und das
Schiff sich mit beiden Bugankern halten konnte.«
3. Luftspiegelungen und auffällige Strahlenbrechungen. a) Über eine
eigentümliche Strahlenbrechung im Roten Meere berichtet Herr Hans Schmidt,
3. Offizier vom D. »Ambria«, Kapt, Deinat:
Am 1. Juni 1910 abends hatten wir Gelegenheit, an Bord des D. »Ambria«
die Angaben im »Segelhandbuch für das Rote Meer und den Golf von Aden«
1906, S. 45 bis 47, über außergewöhnliche Strahlenbrechung im Roten Meere in
hervorragendem Maße bestätigt zu finden. Zu gleicher Zeit hatten wir noch ein
Beispiel äußerst geringer Sichtigkeit, die uns umsomehr überraschte, als sie fast
unmittelbar der durch Strahlenbrechung verursachten außerordentlichen Sicht-
weite der Feuer. folgte.
Wir hatten um 53 N das Feuer der Brüder in rw. S57°W 7’ Sm Abstand
passiert und peilten am 2. Juni 0% 35min V Shadwan-Leuchtfeuer rw. 5 62°W 4 Sm
ab. Das Schiff machte hiernach auf dieser Strecke 10.8 Sm in der Stunde über
den Grund. Auf dieser Strecke sahen wir plötzlich um 8? N die Blitze des Feuers
der Brüder auf 321/, Sm Entfernung klar und deutlich. Ob auch vor 8 N dies
Feuer zu sehen war, ist ungewiß, da niemand darauf geachtet hatte. Um 8% 26min
verschwand das Kernfeuer, nur der Schein war noch deutlich zu sehen. Um
8h 35%in wurde auch der Schein so schwach, daß er nur noch mit dem Nacht-
glas auszumachen war. Um 8% 42min war der Schein wieder gut mit bloßem Auge
zu sehen. Um 8% 44min kam das Kernfeuer bei 40 Sm Abstand klar und deutlich
ohne Verzerrung oder Verdoppelung durch. Gegen 9% wurden die Blitze hin-