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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

Segelanweisungen für Häfen der Admiralitäts-Inseln, 
zuverlässig. Ihre Habgier erstreckt sich namentlich darauf, in den Besitz von 
Feuerwaffen zu gelangen. 
Für den Hyäne-Hafen. 
Zum Passieren der Barre scheere man in die Verbindungslinie: An- 
steuerungsbake—Südhuk der Insel Pak, und halte auf rw. 107° (mw. OzS)-Kurs 
erstere recht voraus, letztere recht achteraus. Für Schiffe mit mehr als 3 m 
Tiefgang ist das Einlaufen nicht ratsam. Man findet im südlichen Teil des 
Hafens gegen alle Winde geschützte Ankerplätze. Eine aus Palmblättern 
hergestellte Gleitbahn von etwa 80 m Länge kann zum Hinüberschaffen von 
leichten Booten nach dem Papitalei-Hafen benutzt werden. ; 
Ansteuerung des Kelaua-Hafens. 
Man steuere die Insel Potomo (Bird-Insel) an und passiere darauf deren 
Südspitze in etwa 400 m Abstand zwischen dem Inselriff und dem südlich davon 
gelegenen Mittelriff mit rw. 298° (mw, WNW)-Kurs, die Kelaua-Huk recht voraus 
haltend, Diesen Kurs halte man, bis die kleine, nordöstlich von Potomo gelegene 
Riffinsel eben frei von der Nordhuk der Insel Potomo kommt. Von hier an 
steuert man rw. 264° (mw. Wz$)-Kurs, den einzelnen großen Baum auf der Höhe 
recht voraus, die Südspitze der Insel Potomo recht achteraus haltend. Dieser 
Kurs führt nach dem Ankerplatz auf etwa 30 m Wassertiefe, 
Kleinere Mitteilungen. 
1, Wind-, Witterungs- und Seeverhältnisse an der Küste von Südwest- 
Afrika von Januar bis März 1910. Bericht. S. M. S, »Panther«, Komdt. K-Kapt. 
Freiherr v. Müffling. 
Wind. Die vorherrschende Windrichtung ist SW. Aus nördlicher und 
östlicher Richtung wehende Winde sind selten, und dann stets schwächer, als 
südwestliche Winde, In der Nähe der Küste frischt der Wind gegen Mittag auf, 
erreicht zwischen 4b und 5% N seine größte Stärke, und flaut gegen Abend ab. 
Nachts und in den ersten Vormittagsstunden ist meistens Windstille. 
See und Dünung. Die Dünungsrichtung ist fast unveränderlich von SW. 
Änderungen in der Windrichtung beeinflussen sie gar nicht oder nur in geringem 
Maße, Dasselbe gilt für die lokale Windstärke in bezug auf die Stärke der 
Dünung. 
Brandung. Allein die Stärke der Dünung bestimmt die Höhe der Brandung 
und die Landungsmöglichkeit. Die gerade herrschende Windsee ist darauf ohne 
Einfluß, 
Witterung. Bei südwestlichem Winde ist die Luft meistens klar. Nörd- 
liche und östliche Winde pflegen Nebelperioden einzuleiten. Der Nebel ist 
meistens an die Küste gebunden. In der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. März 
ist es 100 Stunden nebelig gewesen. 
Strom. Der Strom setzt stets in nördlicher Richtung. Die Stromstärke 
übersteigt nicht 0,5 Sm in der Stunde; sie ist größer in der Nähe der Küste. 
Dicht unter der Küste weicht zuweilen auch die Stromrichtung von der all- 
gemein nördlichen ab. Ein Zusammenhang mit den Gezeiten besteht aber nicht. 
Der Grund scheint daher im Einfluß der Küstenformation zu suchen sein. 
2. Die Reede von Misrata (Tripolitanien). Nach Bericht des Herrn 
W. Bette, I. Offizier des D. »Achaia«, vom 12, Mai 1910. 
Für die Stadt Misrata bildet die Reede von Lorug den Ankerplatz. Bei 
ihrer Ansteuerung von Westen her ist es ratsam, zunächst möglichst den weißen 
Leuchtturm oder das Leuchtfeuer von Ras Misrata anzusteuern. Der Leuchtturm 
steht etwa 7 Sm westlich von der Reede, Dann steuere man in etwa 2 Sm Ab- 
stand von. der Küste an ihr entlang, bis das niedrige Kap Misrata in Sicht 
kommt. Dieses aus rötlichem Sande bestehende Kap umsteuere man in gutem
	        
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