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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

Germein-Bucht mit Port Pirie, 
A“ 
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Germein-Bucht mit Port Pirie. 
Nach Fragebogen Nr. 1311 des Kapt. H, Jolles, S. »Schiffbek«, vom Februar 1900; Nr. 1539 des 
Kapt. F. Reiners, S. »Neck«, vom September 1900; Nr. 3674 des Kapt. W. Grübmeyer, S. »Elfrieda«, 
vom April 1905, Ergänzt nach deutschen und englischen ‘Quellen. Brit. Adm-Krt. Nr. 2389B, 
St-Vincent and Spencer Gulfs; Nr. 403, Wood Point to Lowly Point, including the approach to Port 
Augusta. Letzte Veröffentlichung »Ann. d. Hydr. usw.«, 1902. "8. 158. 
Die Germein-Bucht mit den beiden Häfen Germein und Port Pirie liegt 
etwa 30 Sm nördlich von Port Broughton an der Ostseite des Speneer - Golfes, 
Ersterer Hafen liegt im nördlichen Teil der Bucht und dient hauptsächlich 
größeren Schiffen, die ihres Tiefganges halber nicht sofort nach Port Pirie ge- 
langen können, zum Entlöschen eines Teils ihrer Ladung; ‘letzterer liegt etwa 
4 Sm innerhalb der Mündung eines Krieks im südlichen Teil der Bucht. Die 
geographische Lage des Leuchtfeuers auf dem Kopfe der Ladebrücke von Germein 
ist 33° 2’ S-Br. und 138° 1’ O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1911 ist etwa 
5° O0 und ungefähr stationär. 
Allgemeines. Die Germein-Bucht ist zwischen der 3!/, Sm nordöstlich von 
der Jarrold-Huk gelegenen Mangrove-Huk im Süden und Ward Spit im Norden 
10 Sm breit; ihre Tiefe ist ebenso groß. Der größte Teil der Bucht wird aber 
durch Sandbänke und Untiefen ausgefüllt, so daß im Verhältnis zu der großen 
Ausdehnung der Bucht nur ein mäßiger Raum für den Schiffsverkehr übrig 
bleibt. Die Bucht bietet gute und sichere Ankerplätze, Die bei Niedrigwasser 
teilweise trocken liegenden Sandbänke lassen keinen Seegang aufkommen, und 
Cockle Spit, in der Mitte der inneren Bucht, gewährt Schutz gegen die gefähr- 
lichen Südwestwinde. Zwei Fahrwasser führen in die Bucht hinein. Das eine 
führt westlich von der außerhalb der Bucht gelegenen Eastern Shoal und nörd- 
lich von Cockle Spit entlang, das andere östlich von Eastern Shoal und südlich 
von Cockle Spit entlang. Das erstere, auch nördliche Fahrwasser genännt, 
ist zwischen dem Nordostende von Eastern Shoal und dem flachen Wasser vor 
dem Südwestende von Ward Spit etwa 2 Sm breit, und die geringste Wassertiefe 
beträgt 7,3 m. Weiter nach innen nehmen dann die Tiefen bis 14.6 und 16,5 m 
zu, werden aber auf dem Ankerplatze vor Germein wieder geringer. Das letztere, 
südliche Fahrwasser, ist zwischen Eastern Shoal und den Untiefen östlich davon 
17/2 Sm breit, zwischen Cockle Spit und dem flacheren Wasser im südlichen Teil 
der. Bucht aber ziemlich enge; die geringste Tiefe dieses Fahrwassers ist 5.8 m 
bei Niedrigwasser, 
Landmarken., Für von Süden mit direktem Kurs nach der Germein-Bucht 
steuernde Schiffe kommt nach Passieren des Tipara-Riffes und der Wallaroo- 
Bucht zunächst das Feuerschiff auf der Middle-Bank als Landmarke in Betracht. 
Es ist jedoch auf dieser Bank ein Leuchtturm im Bau, nach dessen Inbetrieb- 
nahme das Feuerschiff eingezogen werden soll. Weiter nach Norden kommend 
bildet der 145 m hohe Berg Young, der der Germein-Bucht gegenüber an der 
andern Seite des Golfes liegt, eine gute Landmarke; er ist schon auf 22 Sm 
Entfernung auszumachen und erscheint aus größerer Entfernung wie ein Berg 
mit 2 Gipfeln. 6'/, Sm nordöstlich von ihm liegt der runde, mit Gras bewachsene 
Hummock-Hügel 61 m über Hochwasser. Beim Näherkommen dienen dann die 
etwa 10 Sm östlich von diesem gelegene Lowly-Huk mit dem daraufstehenden 
Leuchtturm als Landmarken. Das Fahrwasser nach der Bucht und von da nach 
Port Pirie kennzeichnen eine Anzahl Baken und Tonnen. Auch der nord- 
westlich von der False-Bucht für sich allein liegende Cairn-Hügel, der mw. NNW, 
7 Sm von der Lowly-Huk entfernt gelegene mit Gras bestandene Bay-Hügel, der 
runde ebenfalls mit Gras bewachsene 40 m hohe Hügel Ferguson auf der nord- 
östlichen Einfahrtshuk zum Port Pirie-Kriek, und der 6 Sm östlich davon ge- 
legene 700 m hohe Berg Bluff bilden beim Einsteuern sehr gute Landmarken. 
. Laufen von Süden kommende Schiffe längs der Küste an der Westseite 
des Golfes, oder müssen den Golf aufkreuzende Segelschiffe an diese Küste 
hinanstehen, so bildet, nachdem sie sich nördlich von der Sir Joseph Banks- 
Gruppe und in der Nähe der Harvey-Bucht befinden (siehe auch Harvey-Bucht
	        
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