Port Nolloth (Südafrika),
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Dockanlagen. Eine Aufschlepphelling für Schleppdampfer und Leichter
ist vorhanden, Kleine Reparaturen, wie Schmiede- und Zimmermannsarbeiten
können ausgeführt werden.
Hafenunkosten. Die gesamten Hafenunkosten des 2471 R-T. brutto großen
Schiffes »Omega« betrugen 65£ 8sh4d. .
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen sind im beschränkten Maße erhältlich;
am besten werden dieselben im voraus bestellt, Der Preis beträgt 3 £ 10 sh per
colonial Tonne. Trinkwasser wird aus dem Binnenlande in Tanks auf Eisen-
bahnwagen an die Brücke gebracht und von dort mit Leichtern längsseit der
Schiffe, Das Wasser ist brackig, kann aber zum kochen und trinken gebraucht
werden, Der Preis beträgt 4 sh per 100 Gallonen, Proviant. Hammel- und
Rindfleisch ist zu haben, Gemüse nur auf vorherige Bestellung; beides ist teuer,
Dauerproviant und andere Schiffsausrüstung ist nur auf Bestellung von
Kapstadt zu erhalten. Ballast, feiner Sand, ist zum Preise von 5 sh 6 d per
colonial Tonne zu haben; er wird in Säcken längsseit gebracht. Es können
50 colonial Tonnen im Tage geliefert werden, wenn der Ballast am Strande ge-
graben werden darf, wozu die Erlaubnis des Magistrats nötig ist. Muß der
Ballast hinter der Stadt aufgenommen werden, so: kann genannntes Quantum
nicht geliefert werden.
Auskunft für den Schiffsverkehr. Deutsche Konsularagentur befindet
sich in nächster Nähe der Brücke, Agenten für die Woermann-Linie sind die
Herren Bennett, Webster & Co.; auch Kapitän A, Scheilhas hatte diese
Firma als Agenten. Ein allgemeines Krankenhaus ist vorhanden. Mann-
schaftsentweichungen. Auf Omega versuchten Leute zu desertieren, wurden
aber an Bord abgefaßt. Sollten Deserteure mit einem Boot das Land glücklich
erreichen, so werden dieselben sofort aufgegriffen.
Zeitball oder dergleichen ist nicht vorhanden; Seekarten und nautische
Bücher sind nicht zu kaufen.
Fahrt durch die Magellan- Straße und die Patagonischen Kanäle.
Bericht S. M. S. »Emden«, Komdt. F-Kapt. Vollerthun, vom 14, Juni 1910,
Das Ansteuern der Magellan-Straße bot keinerlei Schwierigkeiten,
Das neue Leuchtfeuer auf dem Kap Virgines ist nur als approximate in die
Karten eingetragen; eine genaue Eintragung ist erforderlich, Die in den Karten
für 1907 befindlichen Mißweisungsangaben sind gegen diejenigen des neuen
Segelhandbuches für den Atlantischen Ozean meist um 2 Grad verschieden. Vor
und beim Ankern in der Possession-Bucht wurde festgestellt, daß große Un-
genauigkeiten in den Karten vorhanden sind. Kap Possession darf nicht als
Peilobjekt benutzt werden. Gut sind Mount Aymont und der Direction-Hügel.
(Siehe Abbild. Nr. 8 u. 4, »Der Pilote« 1903, Heft 14, S, 24 u. 31.)
Für die erste Enge kommen besonders in Betracht Mount Aymont und
der Direction-Hügel, in größerer Nähe auch Delgada Point und Kap Orange.
Auf dem Direetion-Hügel und dem Kap Orange stehen weithin sichtbare Baken,
die in den französischen Vertonungen noch fehlen; (Siehe N. f. S. 05—216.) Die
Refuge-Bake bei Baxa Point ist in den Karten vermerkt, ohne daß ihre Lage
eingetragen ist. Eine genaue Eintragung dieser sehr brauchbaren und weit
sichtbaren Landmarke ist sehr erwünscht. (Siehe »Der Pilote« 1903, Heft 14, S. 32.)
Die Objekte um Philip Bay bis St. Isidro Point sind so fehlerhaft,
daß ein Durchsteuern dieses Fahrwassers bei unsichtigem Wetter gefährlich ist,
Von der zweiten Enge durch New Channel bis Punta. Arenas
bietet die weitere Fahrt bei einigermaßen sichtigem Wetter keine nennenswerten
Schwierigkeiten. Hier, wie in allen Teilen der Straße, sind die in den Karten
angegebenen Bergschraffierungen des Landes vielfach irreführend. Während
z. B. auf der Karte Marta Island und Magdalena Island flach erscheinen, sind
sie in Wirklichkeit ziemlich hohe Felsinseln. Andererseits sind das Kap Orange