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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

Die Witterung an der deutschen Küste im Juli 1911. 
519 
Niederschlag, mm!) 
Zahl der Tage 
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Meter pro Sek. Daten der Tage 
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
Mittl, Wind- 
stärke (Beaufort) 
Stat. 
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4, 2; 1; 5, ' Ss 1 4 19 4 3 2,9 | 3.4 | 2.0 
Die Tabellen von Borkum sind bisher nicht eingegangen. 
Bei durchschnittlich 4 bis 5 Millimeter zu hohem mittleren Barometer- 
stande war die Witterung an der Deutschen Küste im Monat Juli mit Ausnahme 
des äußersten Ostens im Durchschnitt ziemlich warm und sehr trocken; die 
Mitteltemperaturen des Monats lagen meist etwa um 1 Grad höher als die nor- 
male, im äußersten Osten um etwa 1 Grad tiefer, und die Niederschlagsmengen 
waren um 50 Prozent und mehr zu gering. Die mittlere Bewölkung war im 
Westen bei weitem, an der östlichen Ostseeküste etwas zu gering. Die Winde, 
deren Stärke nach den Registrierungen erheblich hinter den Normalwerten 
zurückblieben, wehten vorwiegend aus westlichen bis nördlichen Richtungen. 
Besonders zu erwähnen sind die außerordentlich hohen Temperaturen in der 
etwa am 21. Juli beginnenden »Hitzeperiode«, deren Extremwerte an der Nordsee- 
küste auf mehr als 30 Grad, an der Ostseeküste meist auf 27 bis 30 Grad an- 
stiegen. Als Niederschlagsperioden sind zu nennen der 1, bis 3. und der 16. bis 
18. Auch am 8,, 20, 23. und 26. fielen Niederschläge. Sonst aber herrschte 
meist trockenes und heiteres Wetter. Nebel wurde nur ganz vereinzelt be- 
obachtet. Gewitter traten verbreitet am 2,., 18., 23., 26. und 27. fast an der 
ganzen Küste, vom 28. bis 31. nur an der Nordseeküste auf, Stürmische Winde 
stellten sich vereinzelt am 8., im äußersten Osten verbreitet am 9. und 10. aus 
nördlichen Richtungen, am 15, an der Ostseeküste aus Nordwest, am 16. und 17. 
fast an der ganzen Küste meist aus Nordwest und am 19. aus westlichen 
Richtungen im äußersten Osten ein, 
Vom 1. bis 3. stand das Deutsche Küstengebiet unter dem Einfluß einer 
Depression, die Nordeuropa bedeckte und ostwärts abzog. Bei Winden aus west- 
lichen Richtungen war das Wetter regnerisch und ziemlich kühl; am 2., wo die 
ı) Die Niederschlagswerte sind auf ganze Millimeter abgerundet. 
1) Erklärung siehe »Ann. d. Hydr. usw.« 1905, 8.143.
	        
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