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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1911. 
den Hafen. Peilt der Barn-Hügel rw. 101° (mw, 0!/,S), so laufe man mit dieser 
Peilung als Kurs nach einem Ankerplatz auf der Reede, Bei gutem Wetter ist 
as auch möglich, mit Hilfe des Lotes nachts nach der Reede zu laufen, Können 
Schiffe den eben angeführten direkten Kurs nicht innehalten, so dürfen sie bei 
der Annäherung an das Festland die 11 m-Grenze nicht überschreiten, um die 
bei Springniedrigwasser trocken liegenden Sandbänke zu meiden, die der Küste 
zwischen der Tickera-Bucht und der Einfahrt zum Hafen vorgelagert sind und 
an einer Stelle sich bis zu beinahe 2!/, Sm Abstand vom Lande nach See zu 
arstrecken. Auch an die Middle-Bank laufe man nicht zu dicht hinan, da in 
deren Nähe geringere Wassertiefen gemeldet worden sind, als in der Karte an- 
gegeben ist. Eine Untiefe mit 8.2 m (4’/, Fad.) Wasser bei mittlerem Spring- 
niedrigwasser wurde in neuerer Zeit von einem englischen Kriegsschiff östlich 
von der Middle-Bank auf 33° 37.8’ S-Br. und 137° 37.6’ O-Lg. aufgefunden. 
Leuchtfeuer. Siehe Leuchtfeuer aller Meere 1911, Heft VII, Tit. IX, Nr. 2721. 
Außerdem siehe N. f. S. 1911 Nr. 863. 
Lotsen und Schleppdampfer sind nicht vorhanden. Kapt. C. C. Müllmann 
nahm in Port Adelaide einen Küstenlotsen, der das Schiff für 8 £ Lotsengeld 
nach Port Broughton brachte. 
Quarantäne. Von ausländischen Häfen kommende Schiffe müssen die Visite 
des Gesundheitsbeamten, der gleich bei Ankunft des Schiffes an Bord kommt, 
abwarten, ehe sie mit dem Lande verkehren dürfen, Ein Gesundheitspaß wird 
stets verlangt. S. »Indra« war in Albany für Order gewesen, hatte daher freien 
Verkehr mit dem Lande. Quarantäneeinrichtungen sind nicht vorhanden, Der 
Gesundheitszustand am Orte ist gut. 
Zollbehandlung ist sehr gut. Der bei Ankunft eines Schiffes an Bord 
kommende Gesundheitsbeamte ist auch zugleich Zollbeamter. An Schiffs- 
papieren werden Proviant- und Mannschaftsliste, Schiffszertifikat und Klarierungs- 
schein vom letzten Hafen verlangt. 
Ankerplatz auf der Reede. Schiffe können auf 10 m Wasser über gut 
haltendem Grund etwa 2 Sm westlich von der Einfahrt nach der südlichen 
Hamilton-Lagune ankern. S. »Triton« ankerte im Januar 1888 auf 10 m Wasser, 
Barn-Hügel in Linie mit der Außentonne des Fahrwassers von Port Broughton 
rw. 98° (mw. 01/,S) peilend. Die Lage des Schiffes war hier gut und bequem, 
der Ankergrund sehr gut haltend. Kapt. G. Reinicke schreibt, daß er ruhig 
noch näher an die Tonne hätte hinanlaufen können, da die Wassertiefe !/z Sm 
von derselben entfernt bei Niedrigwasser noch 7,3 m beträgt. S.»Hans Wagner« 
hat während vierwöchentlichen Aufenthaltes immer vor einem Anker und 90 m 
Kettenlänge gelegen. Nach Kapt. H. Meyer ist der Ankerplatz auf der Reede 
zut und hat harten Sandgrund. Nach seiner Ansicht ist es für Schiffe mit mehr 
als 6.4 m (21') Tiefgang aber nicht ratsam, östlich von der weißen Tonne zu 
ankern, die auf der Reede auf etwa 8.2 m Wasser ausgelegt ist, da während 
seiner Anwesenheit der Wasserstand bei starkem Nordwinde oft bis zu oder mehr 
als 1 m niedriger war als gewöhnlich. 
Gezeiten und Gezeitenströme. Die Hafenzeit für die Webling-Huk ist 6% 
L0min die Hochwasserhöhe beträgt bei Springtide 1.8 bis 2.7 m, Auch für die 
Gezeiten dieses Ortes gilt das für Wallaroo Gesagte. 
Die Gezeitenströme laufen nach Kapt. H. Meyer bei Springtide mit 
etwa 1 bis 11/2 Sm, bei Nipptide mit !/„ bis 1 Sm Geschwindigkeit; sie werden 
aber durch Wind etwas beeinflußt. 
Barre. Vor der Mündung des Mundoora-Kanals liegt eine 135 m lange 
Barre, die 1.8 m Wasser über mit Gras bewachsenem Grund hat, 
Wind und Wetter, Kapt. G. Reinicke, S, »Triton«, schreibt: »Auf dem 
Ankerplatze auf der Reede von Port Broughton wehte in der Zeit vom SS. bis 
23, Januar 1888 der Wind am Tage gewöhnlich von See her, wobei er sich 
meistens allmählich von N nach S veränderte, In der Nacht war östliche Land- 
brise vorherrschend. Der Wind wehte in der Regel mit nur geringer Stärke, 
namentlich war dies nachts der Fall, Am 12. Januar wurde die Seebrise, die 
um Mittag eingesetzt hatte, gegen Abend stürmisch mit heftigen Böen; am 15.
	        
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