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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1911.
Abweichungen der Stärke des SO-Passates auf St. Helena vom 11 jährigen Mittel.
Fetter Druck bedeutet +, gewöhnlicher Druck —,
1892 | 1893 ! 1894 ! 1895 | 1896 | 1897 | 18908 | 1899 | 1900 | 1901 | 1902
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September —
Oktober 2.6
November 1.5
Dezember 1.5
L6
3.2
20
a
9.4 0.7 0.7
1.9 )+ 5 z.0 da
28 0,5 3,8 5.4 0.5
2.1 0.7 | 0.7 3.0 | 9.6
J.4 3.7 1.8 4.1 0.1 |
3 95 | 16 0.4 )
) 72 0.3 L0 „1 | 33
5.0 1.2 0.7 3,0 293 13
2,8 63 | 10 0.9 3 99 | 26
3 x. 1.4 | 00 3.0 03 05 | 18
0.8 | 0.9 10 | 08 | 09 17 | 05 1 13 |
2,5 12. 06 | 19 | 07 ' 09 | 01 | LO
19
15
0.1
4S
n.3
UL
2.4
13
Rd
11 jähriges Normalmittel der Windstärke des SO-Passats auf St. Helena, in Miles per hour.
Jan, Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept, Okt. Nov. Dez,
166 161 14.9 15.3 140 156 156 189 214 19.5 1988 18.3
Auch die Schwankungen in der Ausbildung und Stärke des SW-Monsuns
der westafrikanischen Küste, denen ja der Lauf der Äquatorialgegenströmung
neben anderen Ursachen gleichfalls unterworfen ist, werden sich in denen der
Temperatur zu erkennen geben. Solche Schwankungen für den Monsun festzu-
stellen, war mir leider aus Mangel an für die einzelnen Monate des beobachteten
Zeitraums vorliegendem Beobachtungsmaterial unmöglich. Ich möchte nur da-
rauf hinweisen, daß vom Januar bis Juni in den einzelnen Jahren sich die
größte Übereinstimmung in dem Gange der Schwankung der Temperatur von
Station 7 mit dem der in der Nordäquatorialströmung gelegenen Stationen aus-
prägt. Es ist dieses auch ganz erklärlich; denn wie oben ausgeführt, wird das
1°-Feld in jenen Monaten von der Nordäquatorialströmung durchsetzt. Man
vergleiche dazu besonders jenen Zeitraum in den Jahren 1895, 1896, 1898 usw.
Was nun schließlich den Gang der Schwankungen in Station 8 angeht, so
konnten auch für diese leider keine durchaus bestimmenden Faktoren ermittelt
werden; denn synoptische Wetterkarten existieren noch nicht für jene Gegenden,
denen man die wechselnde Steilheit der Gradienten und damit auch die wech-
selnde Windstärke hätte entnehmen können. Nun bestehen allerdings schon seit
einer Reihe von Jahren Windbeobachtungen der Engländer für den SO-Passat,
die auf den Inseln des südatlantischen Ozeans, vor allem auf St, Helena aus-
geführt werden. Doch können diese natürlich für jene ferne an der Grenze des
SO -Passates, einen Teill) des Jahres sogar außerhalb desselben gelegene
Station nur bedingt als für die Schwankungen bestimmend angesehen werden,
Zum Vergleiche betrachte man dazu die in ähnlicher Weise wie für den NO-Passat,
so hier für den SO-Passat, während der Jahre 1892 bis 1902 hergestellten Kurven
(siehe Taf. 27), deren Werte den seit Februar 1892 von den Engländern auf St. Helena
gemachten Windbeobachtungen entnommen wurden, (Diese enthalten in den
ersten Jahren noch viele Lücken und wurden 1903 bis Anfang 1905 wegen eines
Defektes des Anemographen überhaupt ausgesetzt.) Statt der Abweichungen der
Luftdruckdifferenzen zweier Orte wurden hier nun diejenigen von der mittleren
Windstärke?) (auf den Normalmitteln jener 11 Jahre beruhend) eingesetzt. Wir
konstatieren auch für eine Reihe von Jahren eine große Übereinstimmung, die,
wenn wir die ferne Lage der Station bedenken, sowie auch den Umstand, daß
das Normalmittel für die Stärke des SO-Passats aus Mangel an längerer Be-
obachtungszeit nur für eine kleine Periode gebildet werden konnte, als absolute
angesehen werden kann.
1) Während des März und der angrenzenden Monate. .
2) Entnommen den "Tabellen von »The Trade Winds of the Atlantic Ocean«, Meteorological
Office, London 1910.