accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

Kleinere Mitteilungen. 
447 
3. Sammlung der Beobachtungen von Himmelserscheinungen, Die Vereini- 
gung von Freunden der Astronomie und kosmischen Physik erläßt folgenden Aufruf, 
‚Die wissenschaftliche Forschung hat auf dem Gebiete der Astronomie und kos- 
mischen Physik ein immer dringenderes aber auch für das gesamte Kulturleben 
immer bedeutsameres Bedürfnis nach Helfern aus allen Lebenskreisen, da es 
eine Reihe von sehr wichtigen und interessanten Erscheinungen in den fernen 
Himmelsräumen, wie auch in den oberen atmosphärischen Regionen gibt, für 
welche von der geringen Zahl der astronomischen Fachmänner und der Stern- 
warten nur Vereinzeltes oder Unvollständiges geleistet werden kann, Verlaufen 
doch diese Erscheinungen vielfach so, daß sie nur bei gleichzeitiger und über 
weite Räume verteilter Ausschau möglichst vieler Beobachter tiefer erforscht 
werden können. 
Die Vereinigung von Freunden der Astronomie und kosmischen Physik 
wendet sich deshalb mit der Bitte um Mitarbeit an alle, welche sich in den ver- 
schiedensten Tages- und Nachtzeiten im Freien aufzuhalten pflegen und sich 
dabei des Ausblickes auf den Himmel mit Interesse und einigem Verständnis für 
die dortigen Vorgänge erfreuen, insbesondere an die Lehrer aller Unterrichts- 
stufen, die Geistlichen aller Bekenntnisse, an alle mathematisch oder natur- 
wissenschaftlich speziell Vorgebildeten, wie Ärzte, Tierärzte und Apotheker, 
Uhrmacher, Bau-, Eisenbahn- und Bergbeamte und Techniker aller Art, Militärs, 
Land- und Fortwirte, sowie Geschäftsleute verschiedenster Art, Natur- und 
Sportsfreunde aus allen Berufskreisen, wesentlich auch an die Luftfahrer, sowie 
in besonderer Weise an die gebildeten Deutschen in den Kolonien, überhaupt in 
den. andern Erdteilen und auf Seereisen und bittet sie, ihre Adressen zwecks 
näherer Information und Verständigung an F. Dümmler, Berlin W 30, Rosen- 
heimerstraße 12, zu senden. , 
Eingehende mathematische Kenntnisse werden bei solcher Mitarbeit nicht 
vorausgesetzt; doch soll das Verständnis der Erscheinungen und die daraus 
hervorgehende tiefere Freude an denselben durch das Zusammenwirken in be- 
sonderer Weise gepflegt werden.« ; 
Dem Wunsche der Vereinigung zur Verbreitung dieses Aufrufs durch 
Veröffentlichung in »Ann. d. Hydr. usw,« beizutragen ist hiermit gern Rechnung 
getragen worden, da die seefahrenden Kreise. ganz besonders Gelegenheit haben 
werden und berufen zu sein scheinen, die Bestrebungen der Vereinigung zu 
unterstützen. Es mag jedoch dabei betont werden, daß es der Wunsch der 
Schriftleitung der »Ann, d. Hydr. usw.« ist: es mögen die Mitteilungen außer- 
gewöhnlicher Vorgänge, die auf See beobachtet werden, an »Ann, d. Hydr. usw.« 
durch die Mitarbeit an der Sammlung der Vereinigung nicht beeinträchtigt 
werden.. Handelt es sich doch bei der Sammlung der Vereinigung in erster 
Linie um Angaben bereits bekannter Erscheinungen, deren zusammenfassende 
Bearbeitung gefördert werden soll, während »Ann, d. Hydr. usw.« als Zeitschrift, 
sich naturgemäß auf die Veröffentlichung ungewöhnlicher Erscheinungen und 
Vorgänge heschränken muß. . Hr. 
4. Der Beginn der österreichischen Terminfahrten im Adriatischen 
Meere. Im Oktoberheft 1911 dieser Zeitschrift war nach einem Aufsatz von 
Professor Brückner in Wien über die geplante österreichisch-italienische Unter- 
suchung des Adriatischen Meeres berichtet worden. Ende Februar haben nun- 
mehr diese Fahrten begonnen. Da die erste Fahrt der Österreicher einen 
Einblick in die ganze Organisation gewährt und auch schon einige wichtige 
Ergebnisse gezeitigt hat, so soll hier ein kurzer Bericht nach einem Aufsatz 
Brückners in den Mitteilungen der k. k. Geographischen Gesellschaft in Wien 
(1911 S. 193 ff.) und einer Mitteilung Grunds in der Zeitschrift der Gesellschaft 
für Erdkunde zu Berlin (1911 S. 262 ff.) gegeben werden, 
Als Fahrzeug war von der Kriegsmarine der Dampfer »Najade« — 560 t 
groß — zur Verfügung gestellt, der allerdings erst umgebaut werden mußte. 
Es wurden Kabinen eingebaut und auf Deck ein Laboratorium errichtet. An 
der Reeling wurden vier kleinere Handwinden und, weiter mittschiffs eine 
große elektrische Winde angebracht. Zum Loten und zur Serienarbeit dienten
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.