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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

Der Amunyoku Kan oder Yalu-Fluß und seine Häfen, 
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zwei schmale Fahrwasser von See nach dem eigentlichen Flusse und bis Antung 
hinauf. Das östliche Fahrwasser leitet in etwa 10 Sm Abstand von dem Tefa To- 
Leuchtturm, bei der roten Leucht- und Einsteuerungstonne Nr. 2 (siehe Land- 
marken) beginnend, dicht‘ bei dem Shurerii-Leuchtturm auf der westlichsten 
Insel der Banjo-Gruppe und an den Tasarugi-Inseln vorbei und vereinigt sich 
etwa 2 Sm westlich von dem Orte und der Reede Yong am Po. mit dem westlichen 
Fahrwasser. Dies letztere führt von der roten Leucht- und Ansteuerungstonne 
Nr. 2 zwischen den Sänden, die der Küste bei Taatonko und den Shin To-Inseln 
vorgelagert sind, hindurch, 
Landmarken. Bei der Ansteuerung des Ostfahrwassers von Süden kommend 
bieten die 265 m (870’) hohe Insel Tefa To mit dem weißen, eisernen, 21 m hohen 
und 99 m über Wasser ragenden Gerüst des Leuchtfeuers und nachts das Feuer 
desselben gute Landmarken. . Die in nächster Nähe herumliegenden kleineren 
Inseln haben nur Höhen von 90 bis 120 m (300 bis 400’), wodurch diese Insel- 
gruppe gut unterschieden werden kann, noch ehe man das Leuchtfeuergerüst 
ausmacht. Weiter. nördlich beträgt die Höhe der dort liegenden größeren Insel 
Ka To 332 m (1088’). und die der Halbinsel Chorusan 375 m (1240) und 387 m 
(1270). Die stufenweise Zunahme der Berghöhen nach dem Festlande zu wird 
besonders aus: westlicher: Richtung auffallen. Seit auf der Insel Shurerii das 
Leuchtfeuer- in Betrieb ist, soll nach Angabe des I, Offiz, F. Lieber die rote 
Leucht- und Ansteuerungstonne Nr, 2 auf 39° 31’ N-Br. und 124° 22’ O-Lg. einge- 
zogen worden sein... (Vielleicht handelt es sich nur um eine vorübergehende Ein- 
ziehung dieser Ansteuerungstonne, die man dauernd kaum entbehren möchte.) 
Bei der Ansteuerung des Westfahrwassers bietet die Küste selbst keine bemerkens- 
werten Landmarken, nur die rote Leucht- und Ansteuerungstonne Nr. 2 bezeichnet 
die Einfahrt. Wenn man westlich versetzt ist, so werden die beiden 12 Sm 
westlich von der Tonne Nr. 2 liegenden Inseln Talu Tau 198 m (650’). und 
Siau lu Tau 73 m (240') hoch in Sicht kommen. Diese beiden Inseln sind. die 
einzigen zuverlässigen Landmarken für die Westeinfahrt, denen man sich nach 
der Karte gefahrlos bis zur 9 m (5 Fad.)-Grenze nähern kann, im Falle die See- 
zeichen gelegentlich fehlen sollten, 
Ansteuerung. Bei der Navigierung im Golf von Pe Chili ist stets im Auge 
zu behalten, daß dieser Meeresteil noch nicht gut vermessen ist. Man sollte sich 
dem Lande daher nicht mehr nähern, als notwendig erscheint. Namentlich meide 
man die Gegend zwischen den beiden Ansteuerungstonnen der Einfahrten wegen 
der weit herausreichenden Sände, die besonders im Frühjahr nach dem Auftauen 
des Eises und der Schneeschmelze Änderungen unterworfen sind; neue Sände 
werden angeschwemmt, alte abgetragen. In südsüdwestlicher Richtung 14 Sm 
von Talu Tau liegt das Wrack des Chih Yuen, die Stelle ist möglichst zu meiden. 
Welche Einfahrt man benutzen will, hängt hauptsächlich davon ab, ob vorher 
ein Lotse bestellt worden ist und wo sich dieser aufhält. Ist die Wahl des Fahr- 
wassers von keinen anderen Beweggründen als vom Standort des Lotsen ab- 
hängig, so erscheint es bei klarem Wetter gleichgültig, welche Einfahrt man an- 
steuert. Ist es aber unsichtig, was nicht nur bei wirklichem Nebel, sondern auch 
bei frischen und stürmischen westlichen Winden der Fall ist, wobei man auf 
das Lot angewiesen ist, dann erscheint es richtiger, die westliche Einfahrt zu 
wählen, Hier nehmen die Tiefen bis zur 5.5 m-Linie (3 Fad.-Linie), mithin auch 
bis zur Tonne Nr. 2 gleichmäßig ab, der Grund ist nach der Karte überall rein, 
und man kann sich bis dicht an die Ansteuerungstonne heranloten. Zum. Ein- 
laufen wartet man, wegen der Enge der betonnten Kanäle, besser Tageslicht ab 
und geht außerhalb der Ansteuerungstonnen zu Anker, vor der östlichen Einfahrt 
z. B. in der Deckpeilung: Feuer der auf 39° 31’ N-Br. und 124° 22’ O-Lg. ge- 
legenen Ansteuerungstonne (siehe Bemerkung unter Landmarken) unter Shurerii- 
Feuer in 14 m (8 Fad.) auf schwärzlichem feinem Sande. . D. »Tsingtau« ankerte 
vor dem West-Fahrwasser: Ansteuerungstonne rw. 340° (mw. NzW!/,W) in 2 Sm 
Abstand auf 9 m (5 Fad.) Schlickgrund. . ; 
Leuchtfeuer vgl. »Leuchtfeuer aller Meere« 1911, Heft VIII, Titel XI, Nr. 1195 
und Nr. 1200 bis 1203,
	        
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