Fusan. oder Pusah,
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in der Mitte des Wellenbrechers steht. Die Baken bestehen aus hölzernen Pfählen
mit durchbrochenen, rautenförmigen Toppzeichen; die auf‘ den Baken 3,3 m über
Wasser brennenden weißen Festfeuer sind ungefähr 1 Sm weit. sichtbar. Alle
Schiffe müssen in der Nähe des im Bau befindlichen Wellenbrechers vorsichtig
fahren.
Reparaturen können nur in beschränkten Grenzen ausgeführt werden; sie
werden von einer kleinen Maschinenfabrik und Gießerei hergestellt. Den Preis
für alle diese Arbeiten muß man vorher vereinbaren. . Docks, Hellings usw, sind
hicht vorhanden. 2
— Hafenunkosten. Tonnengelder wurden von den beiden Dampfern »Deike
Rickmers« und »Maria Rickmers« vorher in Chemulpo bezahlt. Sn
Die Stadt Fusan, im .nördlichsten, flachen Teile der Bucht‘ von ‘ Tsau
liang-hai gelegen, ist für die Schiffahrt von keiner Bedeutung mehr; sie.ist noch
von. einer Mauer umgeben und nur. als Bahnstation. bemerkenswert, Der ganze
Handelsverkehr des Hafens hat seinen Mittelpunkt in Sorio erhalten. Namentlich
seit der tatsächlichen Besitzergreifung durch Japan hat sich die dortige japanische
Ansiedelung stark vergrößert derartig, daß die ganze Stadt ein.japanisches Aus-
sehen erhalten hat, . Die chinesische Ansiedelung ist ebenfalls im. Wachsen be-
griffen und wird durch eine auf dem Konsulatsgebäude wehende chinesische Flagge
kenntlich gemacht. Auch viele Europäer befinden sich am Orte, Die Straßen sind
gerade angelegt, gut und sauber unterhalten und in ihnen zahlreiche Läden mit
allen möglichen Waren zu verhältnismäßig nicht zu hohen Preisen. Sorio hatte
1910 23880 Einwohner, Es entwickelt sich schnell als Endpunkt der Bahnlinie
nach der koreanischen Hauptstadt und Ausgangshafen für die tägliche Post- und
Passagierbeförderung von dort nach den japanischen Haupthäfen.
Handelsverkehr im Jahre 1907 betrug der Wert der Einfuhr: 890357 £,
der Ausfuhr 448 946 £; im selben Jahre wurden eingeführt 12 000 t Kohlen und
250 000 Kisten Petroleum, . Ausgeführt wurden. hauptsächlich: Bohnen, getrocknete
Fische, Getreide, getrocknete oder‘ eingesalzene: Häute und Reis; eingeführt:
Schirting, Batist, Musselin und andere leichte Baumwollgewebe, . namentlich aus
China und Japan, Metallgegenstände aus Kupfer und Zinn, Strohsäcke und Seile,
Anilinfarben, Petroleum, Zündhölzer, Seidenwaren und Holz, Die Verkehrsmünze
ist der japanische Yen. 2
Dampferlinien. Regelmäßige Dampferverbindung von deutschen Linien nach
dem Hafen von Fusan besteht nicht, aber Dampfer in wilder Fahrt, namentlich
Petroleumdampfer (Petroleum in Kisten) kommen über Chemulpo häufig dahin,
Wie schon erwähnt, unterhält die’ japanische Eisenbahngesellschaft. durch ihre
Dampfer tägliche Verbindung. nach. Shimonoseki, mit den anderen
japanischen Haupthäfen je nach den Umständen; auch. nach‘. chinesischen und
den sibirischen Häfen ist mittels dieser japanischen Dampferlinie Verbindung
möglich. Sorio steht in Bahnverbindung über Choragu und Fusan nach der
koreanischen Hauptstadt Söul und nach Masampo und über Söul.weiter mit der
sibirischen Bahn. Telegraphische. Verbindung ist mit dem internationalen
Kabelnetz vorhanden... Ein Telegraphenkabel liegt in der Südeinfahrt, leitet von
Sorio nach Teishin Kutsu, der NW-Ecke von Choragu somu hinüber und ist durch
Baken an den Landungstellen bezeichnet. Ein zweites Kabel leitet ebenfalls an
derselben Stelle von Sorio aus nach Tsu-shima und von da. weiter nach Japan.
Vgl.‘auch unter Einsteuerung in die Südeinfahrt. Die unmittelbare Nähe
der Mündung des Hauptstromes von Korea, die allerdings nur von Booten
passierbar ist, des Tatung, ermöglicht es, dem Hafen von. Fusan: auf. dem
Wasserwege. alle Landesprodukte billig heran und zur weiteren Verschiffung zu
bringen. Eine nach mehreren Tausenden zählende japanische ; Fischer-
bevölkerung ist in und in der Nähe von Fusan ansässig und dehnt ihr Ge-
werbe beständig aus, geht auch dem Walfang nach. ;
Schiffsausrüstung. 80000 Tankkisten mit Petroleum sind beständig auf
Lager, von japanischen Kohlen der Mitsui-Gesellschaft 400 bis 1000 t; der
Preis für die Tonne wird von Kapt. A. Rupp zu’9 bis 11 Yen im Jahre 1909
angegeben... .Man muß die. Bestellung wegen. Bunkerkohlen möglichst zeitig