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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1911.
Auf dem Ankerplatz 3/, Sm von der Flußmündung betrug der Hub 8 Fuß.
Beide Hochwasser folgten dicht hintereinander, das Wasser fiel zwischen beiden
1.5 bis 2 Fuß,
Vom 9. September ab war es nicht mehr möglich, Ladung zu löschen; die
fortwährend wechselnden Winde erzeugten eine derartig hohe Brandung, daß
wir schließlich gezwungen wurden, mit dem Rest der Ladung die Rückreise an-
zutreten.
Etwa eine Seemeile nördlich der Mündung des Krutogorova tritt ein
Höhenzug bis dicht an die Küste heran, der steil zum Meere hin abfällt und
eine sehr gute Landmarke bietet. Am südlichen Abhang heben sich zwei weiße
Flächen von viereckiger Form von dem braunen Gestein deutlich ab. An diesen
Höhenzug schließt sich eine allmählich ansteigende Bergkette, welche sich nach
dem Innern zu fortsetzt und mit Busch und niedrigem Laubwald bestanden ist.
Etwa 4 Sm nördlich des Krutogorova liegt auf halber Höhe ein graues, von
See aus gut sichtbares Haus, welches von russischen Kolonisten bewohnt wird.
Bei Krutogorova war die Reise der »Lysholt« beendet. Die nachfolgenden
Angaben sind den Aufzeichnungen einer im Jahre 1908 mit dem Dampfer »Eutin«
ausgeführten Reise entnommen.
Oblukowina. Etwa !/, Sm südlich der Mündung dieses Flusses stand
zwischen zwei kleinen Hütten eine hölzerne Bake, die in Form einer Pyramide
auf einem viereckigen Unterbau errichtet war. Sie trug an einer Stange als
Toppzeichen eine Scheibe. Wie schon erwähnt, steht der Oblukowina mit dem
Krutogorova durch eines der typischen Haffs in Verbindung; auch von seiner
Mündung erstreckt sich ein Arm nordwärts. Bei halber Tide konnte die Barre
passiert und etwa 1/, Sm flußaufwärts gefahren werden.
Der Ankerplatz war etwa 1’/, Sm vor der Flußmündung in 5 Faden
Wasser.
Fusan oder Pusan.
Nach Fragebogen Nr. 4859 des Kapt. W. Hülsebusch, D. »Deike Rickmers- vom August 1908;
Nr. 4083 des Kapt. A, Rupp, D. »Maria Rickmers« vom Mai 1909. Ergänzt nach deutschen,
amerikanischen, englischen und japanischen Quellen. D. Adm-Krt. Nr. 299 Ost-Chinesisches Meer,
als Übersegler. Brit. Adm-Krt. Nr. 104 Korean Archipelago, Southern Portion; Nr. 1259 YFusan
Harbour, Plan. Letzte Veröffentlichung in »Die wichtigsten Häfen Chinas« 1901 Seite 261; der
„Pilote« 1902 Seite 92.
Fusan an der Bucht von Tsau liang hai ist der koreanische Name eines
Hafens an der Südostküste von Korea. Nach dem Entdecker wird der Hafen
von den Engländern auch Chosan Harbour of Braughton genannt; die Japaner
nennen ihn Pusan, Seit 1876 ist er dem japanischen, seit 1883 dem europäischen
Handel geöffnet, Nach der Einverleibung Koreas in das japanische Reich ist
Fusan seit 1910 auf weitere zehn Jahre dem Ausland gegenüber als Vertrags-
hafen garantiert. Das Leuchtfeuer von Uno-se oder Channel Rock, auf dieser
Klippe im Hafen von Fusan, liegt auf 35° 6’ 30” N-Br. und 129° 4’ 2” O-Lg.
Die Mißweisung für das Jahr 1911 beträgt 4.3° W; die jährliche Anderung kann
vernachlässigt werden.
Landmarken, Wenn man von Süden kommt und die westliche Durchfahrt
der Tsu Shima-Straße benutzt, bietet die Felseninsel Ari-somu oder Sentinel-
Eiland mit dem 116 m über Wasser, 7.9 m über dem Erdboden hohen, sechs-
eckigen, eisernen, weißen Leuchtturm eine gute Landmarke. Da kein Wärter
auf der Insel vorhanden ist, so kann es vorkommen, daß das Feuer mitunter
nicht brennt, und dann längere Zeit vergeht, ehe es wieder angezündet wird.
In solchen Fällen und bei unsichtigem Wetter ist es gut, das Lot, trotz der
lückenhaften Angaben der Seekarten in der Straße, zu gebrauchen, da im allge-
meinen die Tiefen an der Koreaseite geringer sind, als in der Nähe von Tsu
Shima. Weiter nördlich gewähren die Inseln Craigie 29 m, Aunt 39 m und