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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1911. 
eine gute Vertonung von SO in 6 Sm Abstand ge- 
sehen.‘ Die Kami-Insel fällt, von südlicher bis öÖst- 
licher Richtung betrachtet, ziemlich steil nach 
Osten ab, ihr höchster Gipfel erhebt sich bis zu 
179 m (587’), stellenweise zeigen die steilen Fels- 
abhänge eine helle bis weiße Farbe, Nach Westen 
zu flacht sich die Insel allmählich nach dem Meere 
ab.‘ Man sollte die Nähe dieser Insel wie auch die 
Durchfahrten westlich von ihr und Östlich von der 
Suga-Insel vermeiden, denn der Grund ist unrein 
und diese ganze Gegend noch keineswegs zuverlässig 
ausgelotet. Auch östlich von Kami shima liegen 
sehr gefährliche Riffe mit nur 2'/, m Wasser, das 
Kozukami- und das Shimosa-Riff, von denen man 
sich aber, nachdem Baken und Feuer auf dem öst- 
lichen Strande von Kami shima im Jahre 1910 
arrichtet worden sind, bei Tage und bei Nacht gut 
frei halten kann. Von See und aus südöstlicher 
Richtung sieht das Vorgebirge der Atsumi-Halb- 
insel, Irako zaki, wie eine Insel aus und kann 
mit Kami shima verwechselt werden, wenn man 
noch weiter als etwa 4 Sm von der Einfahrt absteht. 
Dennoch wird man, bei genauer Betrachtung der 
Vertonung, über die Einfahrt nicht in Zweifel sein 
können, da _der Steilabfall von der Kami-Insel nach 
Osten, der der Irako-Huk nach Westen zu gelegen 
ist. Außerdem liegt etwa 8 Kabellängen östlich 
von der 83 m (272’) hohen Irako-Huk ein 154 m 
(505’) hoher spitzer Berg, an den sich weiterhin 
das bergige Land der‘ Atsumi-Halbinsel anschließt, 
während die Kami-Insel von SO aus als isoliert 
liegender höchster Felsen der Umgebung erscheint. 
Nachts und bei klarem Wetter bieten die neuen 
Leuchtfeuer von Kami shima bzw. von Suga shima 
gute Ansteuerungsmarken, Bei unsichtigem Wetter 
können regelmäßige Lotungen in kurzen Abständen 
über den Schiffsort und den einzuhaltenden sicheren 
Kurs orientieren, wenn man das tiefe Wasser an 
der Gori-Küste westlich von 137° O-Lg. allein schon 
wegen der Taino-Untiefe, über der es bei bewegter 
See brandet, meidet und mit nördlichem Kurse recht 
auf die Atsumi-Küste zuläuft, der man sich bis auf 
| Sm gefahrlos nähern kann. Auf den nördlichen 
Kursen gelangt man allmählich in flacheres Wasser 
und wird bald die Atsumi-Küste sichten. Sind die 
Tiefen aber unregelmäßig und nehmen sie plötzlich 
zu oder ab, dann befindet man sich westlich von 
137° O-Lg. und muß mit östlichen bzw. nordöstlichen 
Kursen auf die Atsumi-Bank zu gelangen suchen. 
Hat man die Atsumi-Bank angelotet und die Küste 
gesichtet, dann gelangt man mit Westkurs und 
bei 1 Sm Abstand von Land unmittelbar in die 
Irako-Straße, was durch die plötzlich zunehmenden 
Wassertiefen einwandsfrei festzustellen ist. Auch 
der Irako-Huk ist eine gefährliche Untiefe mit 
nur 5,5 m Wasser 3/, Sm in südwestlicher Richtung 
vorgelagert, was namentlich bei unsichtigem Wetter 
und wenn man, wie oben beschrieben, die Atsumi- 
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