Mororan (Japan).
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Kohlenfirma sofort nach Ankunft des Schiffes an Bord kommen und alle Hafen-
formalitäten für das Schiff besorgen. Beim Verlassen des Hafens sollen dieselben
Zeichen gegeben werden.
Hafenunkosten. Tonnengelder betragen 5 Sen per R-T. netto. Kapt.
Thode bezahlte an Gesamtunkosten etwa 270 Yen, davon Tonnengelder 133.25,
Lotsen 15, Gesundheitspaß 5, Zollgebühren 24, Schiffshändler 79.70, Telegramm
14.50 Yen.
Die Stadt Mororan liegt an der Westseite, im innersten Teil des Hafens.
Dieselbe gewinnt immer mehr an Bedeutung infolge ihres sicheren Hafens und
der in der Nähe gelegenen Kohlenminen, mit denen sie durch eine Eisenbahn
verbunden ist. Die Stadt zählt etwa 10000 Einwohner.
Handelsverkehr. Im Jahre 1908 besuchten 108 Schiffe von 277 580 R-T.
Raumgehalt den Hafen,
Einfuhr besteht aus geringen Mengen Stückgütern, aus Eisenfabrikaten
und Baumaterialien. Ve
Ausfuhr besteht aus Kohlen, Eisenerz, Stahl, Briketts, Getreide, Holz,
Seetang. Der Wert der Einfuhr betrug im Jahre 1908 444 767 £, der der Aus-
fuhr 138 357 £. . ;
Dampferlinien. Es besteht tägliche Dampferverbindung mit Hakodate und
Mori an der Südseite der Iburi-Bucht. Eine Eisenbahn verbindet die Stadt
mit der Sapporo-Yoronai-Eisenbahn, von der ein Zweig nach Otaru führt.
Mororan ist an das Telegraphennetz von Japan angeschlossen. Ein unter-
seeisches Kabel führt von Mororan nach Mori, Eine Straße führt nach Hakodate
und Sapporo. ; .
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen japanischen Ursprungs sind gewöhnlich
in reichlichen Mengen vorhanden, Wegen Bunkern vgl. unter Hafenanlagen,
»Laden und Löschen«. Frischer Proviant ist zu billigen Preisen zu kaufen;
gute Fische sind reichlich vorhanden. Andere Schiffsausrüstung ist zu
haben. Trinkwasser wird von einem Dampfwasserboot .zum Preise von 60 bis
80 Sen per cbm geliefert. Nach Kapt. A. Schau und W. Thode ist das Wasser
gut, nach anderen Quellen ist es zum Trinken nicht zu empfehlen. . Ein Kranken-
haus ist am Orte. Kapt. A. Schau und W, Thode hatten Hokaido Tanko
Kisen-Kaisha als Agenten, welche Vertreter der Firma Dodwell & Co. in Yoko-
hama sind.
Yokkarchl.
Nach Fragebogen Nr. 4346 von Kapt. A. Schulze, S. »Renee Rickmers« vom März 1907 und nach
dem Meteorologischen Tagebuch Nr. 6997: von Kapt. A. Schulze, S. »Mabel Rickmers« vom
Januar 1910; ergänzt nach englischen und amerikanischen Quellen, D. Adm-Krt. Nr. 300, Japanisches
Meer. Brit. Adm-Krt. Nr. 2347, Japan, Nipon, Kiusiu, Shikoku. and Part of the Korea; Nr, 996
Kii Channel to Tokyo, Nr. 952 Owasi Bay to Takamatsu no Saki including Owari and Mikawa Bays.
(Hierzu eine Vertonung.) ‘
Yokkaichi liegt in der nordwestlichen Ecke der Owari-Bucht, die tief in
die Südküste der Insel Nipon einschneidet; diese Bucht wird auch Isi-See genannt,
Das Leuchtfeuer für diese Reede liegt auf 34° 58’ N-Br. und 136° 39’ O-Lg. Die
MißBweisung für das Jahr 1911 beträgt 4.4° W; die jährliche Anderung ist so
gering, daß sie vernachlässigt werden kann.
Allgemeines. Die Reede von Yokkaichi war bisher der bedeutendste Ein-
und Ausfuhrhafen an der Owari-Bucht. Durch die neuen Hafenanlagen in der
Atsuta-Bucht dürfte Yokkaichi bald von seiner früheren Bedeutung einbüßen,
aber immerhin bleibt der Platz wegen seiner günstigen Lage unmittelbar an
einer tiefen Reede und als Bahnstation in Verbindung mit dem Hinterlande und
den Handelszentren Japans.einer der Haupthäfen in der Owari-Bucht.
N Landmarken und Ansteuerung. Bei der Ansteuerung zur Einfahrt in die
Öwari-Bucht bieten bei Tage Kami shima an Backbord und Irako-zaki an
Steuerbord sehr gute Leitmarken. Die Brit-Adm-Krt. Nr. 952 gibt von diesen
Ann. d. Hydr. usw. 1911, Heft YII.