Mororan (Japan).
375
Nach Kapt. A. Schau sind, wenn man sich vom Süden her dem Hafen
nähert, die elektrischen Lampen der Bahnhofs- und Landungsanlagen durch das
Tal zwischen den Bergen Ponmoi und Sokuryo bedeutend früher zu sehen als
das Feuer von Daikoku-jima. Dieselben dürften deshalb bei Nacht auch als
Landmarken in Betracht kommen.
Wind, Wetter, Klima. Folgende Angaben stammen aus fünfjährigen, in
Mororan gemachten Beobachtungen.
Monat
Januar .
Februar. .
März. .
April...
Mai. .
Juni, . .
Juli...
August . ,
September .
Oktober. .
November ,
Dezember .
Barometer | Thermometer | Regen oder Schnee
mm
SC
Tage
753.6
756.7
756.9
757.2
756.1
754.1
(98.4
754.4
(57.7
761.0
757.7
755.4
3.1
27
— 0.1
5.0
{38
-143
17.8
21.1
18.0
179
WW
\
9
ı
13
11
Wind
W; NW; O0
W; O0; NW
W; O0; NW
OÖ; W; NW
O0; W; NW
O0; W: NW
OÖ; W; NW
O0; W; NW
Ö; W; NW
NW; O0; W
W; NW; 0
W.NW:.O
. Von Mitte September bis Ende März sind steife Nordwestwinde vor-
herrschend, die im Hafen schweren Seegang verursachen. Schnee fällt von
Anfang November bis Anfang April; der meiste Regen fällt im September und
Oktober, die Witterung im April ist veränderlich. Eis bildet sich im Hafen nicht.
An- und Einsteuerung. Wenn nach Mororan bestimmte Schiffe die Iburi-
Bucht erreicht haben, so können sie beim Einlaufen nach dem Hafen an beiden
Seiten von Daikoku-jima passieren, Vorzuziehen ist jedoch die Einfahrt nördlich
von der Insel, da sie. die breitere ist und als einzige Gefahr die 6.4 m unter
Wasser liegende felsige Untiefe ONe aufweist. Man meidet leicht diese Untiefe,
von der der Leuchtturm auf Daikoku-jima rw. 137° (mw. SO°/,S,) 7 Kblg entfernt
peilt, wenn man in 2 bis 4 Kblg Abstand nördlich von der Insel Daikoku passiert,
Wählt man die südliche Einfahrt, so umfahre man Yenrumu oder Yetomo-zaki,
die äußere südliche Einfahrtshuk in gutem Abstand, um das Riff zu meiden, das
sich von der Huk aus 3!/, Kblg in westlicher Richtung erstreckt; an verschiedenen
Stellen liegen Klippen des Riffes in der Wasserlinie. In beiden Durchfahrten
darf man aber auch nicht zu dicht an die Insel Daikoku heranlaufen, da die-
selbe von einem ziemlich steil unter Wasser abfallenden Riff umgeben wird, das
sich an Stellen beinahe bis zu 1 Kblg Abstand von der Insel erstreckt. Shiku-
zushino Hana (Arutoro) umfahre man in 4 Kblg Abstand und halte dann den
106 m hohen Hügel, der dicht am Wasser und eben östlich neben dem 22 m
hohen Inselchen Uyenchashi (Chiyashi) und östlich von der Stadt gelegen ist;
in der Peilung rw. 157° (mw. Sz01/„0), bis man auf 7 oder 9 m ankern kann. Man
kann jederzeit, auch nachts, ein- und auslaufen, ;
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1911, Heft VII, Tit. XI,
Nr. 2400, 2403, 2406, 2409, 2412, 2255.
Funkspruchstelle befindet sich beim Leuchtturm auf Shiriya-zaki.
Lotsen sind im allgemeinen für den Ortskundigen nicht notwendig; es ist
auch nur ein Lotse vorhanden, der sich in der Stadt Mororan aufhält und den
Schiffen auf die äußere Reede in einem Sampan entgegenkommt, um sie auf der
inneren Reede vor Anker zu bringen. Dieser Lotse ist ein früherer japanischer
Kapitän, der lange Jahre auch Mororan beständig angelaufen hat. Für das
Einlotsen bezahlte Kapt. Thode 15 Yen, ausgehend hatte er keinen Lotsen an
Bord. Für den Ortsunkundigen hält es Kapitän Thode zweckmäßig, nachts. nur
bis auf die äußere Reede zu laufen und östlich von Daikoku etwa querab von
Shikuzushin Hana zu ankern, um bei Tageslicht die innere Reede mit Lotsen-
hilfe aufzusuchen.