Kleinere Mitteilungen.
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Schiffen hierher gebrachten Fang zu verarbeiten, Die geographische Lage der
Edwards-Huk an der Nordeinfahrt zur Bucht ist nach der Brit. Adm-Krt. Nr. 3579
54° 18’ S-Br. und 36° 26’ W-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1911 beträgt an-
genähert 4° W, die jährliche Anderung + 8,
Allgemeines. Der Hafen von Grytriken soll der beste Süd-Georgiens sein,
Er ist nach jeder Seite hin von hohen Bergen eingeschlossen, so daß man nur
wenig Zug verspürt. Immerhin muß man das Schiff gut vertäuen, da bei
Stürmen aus irgend einer Richtung zeitweise heftige Windstöße von den Bergen
herunterwehen; nach den Windstößen tritt dann wieder absolute Windstille ein,
In der Bucht sollen über 11 m Wassertiefe sein, doch bezweifelt Kapt. W. Möller,
daß auf der‘ Barre querab von der meteorologischen Station soviel Wasser vor-
handen ist.
Landmarken. Etwa 1 bis 2 Sm nordwestlich vom Kap Larsen-Leuchtturm
liegen zwei dunkle Berge mit einem Paß dazwischen, wodurch die Ansicht die
Form einer Hängematte gewinnt. Durch den Paß sieht man in weiter Ferne
einen Gletscher. Es ist dies eine charakteristische Landmarke und den dortigen
Walfischfängern wohl bekannt, 11 Sm südöstlich von Kap Larsen liegt Kap
George, eine freistehende Kuppe, die einem Heudiemen sehr ähnlich sieht. Das
Kap ist sehr gut auszumachen und schon lange zu sehen, bevor man querab
von Kap Larsen ist. Kapt. W. Möller hielt das Kap zuerst für die Insel vor
Hafenansicht von Grytriken (Süd-Georgien).
Eingesandt von Kapt, W, Möller, D. „Irmgard Horn“,
Meteorl. Station. Kleine Klippe,
der Ostspitze der Cumberland-Bucht. Diese ist jedoch nach seinen Angaben viel
niedriger als das Kap. Zum Einsteuern nach der Cumberland-Bucht und
zum King Edward Cove dienen .dann der Nordenskjöld-Gletscher, die Hobart-
Klippe, die in der Mitte aber etwas außerhalb der Hafeneinfahrt liegt, die meteoro-
logische Station auf der Edwards-Huk und die Landungsbrücke der Walfisch-
fängergesellschaft als Landmarken. Man vergleiche hierzu die Hafenansicht
nach einer von Kapt. W. Möller eingesandten und erläuterten Photographie,
An- und Einsteuerung. Kapt. W. Möller berichtet; »Nach Aussage von
Kapitänen, die seit mehreren Jahren zwischen Buenos Aires und Grytriken
fahren, empfiehlt es sich, den Kurs von Recalada-Feuerschiff aus nicht direkt
auf Süd-Georgien, sondern etwas westlicher, etwa zwischen Shag Rocks und Süd-
Georgien, zu setzen. Wenn man auch während der ersten Tage etwas westliche
Versetzung haben kann, so bekommt man doch ziemlich sicher während der
letzten Tage östliche Versetzung; auch ist die Küste westlich von der Cumber-
land-Bucht reiner als östlich davon. Am letzten Tage setze man dann den Kurs
auf Kap Buller, Hat man schönes Wetter, so macht es an der Hand einer Karte
keine großen Schwierigkeiten, den Schiffsort auszumachen. Leider war in Buenos
Aires keine Karte von Süd-Georgien zu erhalten, so daß ich mich mit einer von
Kapt. Larson gezeichneten Skizze behelfen mußte. Ich fand mich nach der-
selben recht gut zurecht, obgleich sie, wie mir später gesagt wurde, nicht ganz
einwandfrei sein soll. Bei unsichtigem Wetter und bei Nacht empfiehlt es sich
beizudrehen, oder von der Küste abzuliegen, bis es aufklart bzw. Tag wird, oder
man Gelegenheit hat, einen ortskundigen Mann von einem Walfischfänger zu