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Schuppen sind längsseit dieser Landungsbrücke errichtet, um die Stückgüter
zu lagern. . ; .
Hafenordnung ist in dem Hafenbuch der Mitsui Mining Company enthalten,
sie weicht im allgemeinen nicht von den in geschlossenen Häfen notwendigen
Bestimmungen ab. Lotse bzw. Hafenmeister geben die notwendige Auskunft
über die örtlichen Bestimmungen, bis das Schiff an seiner Liegestelle vertäut
ist. Im Außenhafen und im Kanal darf im Fahrwasser nicht geankert werden;
Dockanlagen und Reparaturwerkstätten sind in Miike nicht vorhanden,
Hafenunkosten. Jedes ein- oder auslaufende Schiff, einerlei ob Segler oder
Dampfer, hat Hafenabgaben zu zahlen: . ;
il, Wenn in Ladung 20 Sen für jede Tonne Ladung. “
2. Wenn in Ballast, oder wenn weder Ladung ein- noch ausgeladen wird,
oder wenn das Schiff nur den Hafen als Nothafen anläuft, 6 Sen für jede
Registertonne.
3. Wenn vor Anker und das Schiff länger als die zum Löschen und
Laden festgesetzte Zeit liegt, für je 24 Stunden auf die Registertonne einen
Zuschlag von 2 Sen. »Dorothea Rickmers« und »Maria Rickmers« als Dampfer,
die nur Kohlen holten, wurden nach anderen Grundsätzen behandelt. Beide
zahlten 5 Sen für jede Netto-Registertonne. Für »Dorothea Rickmers« stellten
sich die Gesamtunkosten folgendermaßen:
Hafenabgaben für jede Netto-Registertonne (Tonnages dues) 5 Sen — 133.25 Yen
Für Aufsicht wegen Nachtarbeit an die Zollbehörde. . .-. . 248.00 «
Lotsengeld für Ein- und Auslotsen . . . ‚200.0. 2500 «
Summe . . . 206.25 Yen.
Die Stadt ist erst im Werden begriffen, sie besteht vorerst aus Arbeiter-
ansiedlungen und einigen Geschäftshäusern,. Ankommend sieht man nur die
Hafenschuppen mit Verwaltungsgebäuden und die zwei hohen Schornsteine der
Heizanlagen für die Förderungsmaschinen der Kohlen, Die ältere Ortschaft
heißt Ömuta, sie liegt etwa 2 Sm von den neuen Hafenanlagen entfernt und ist
Bahnstation an der Linie Kumamoto—Hakata —Moji. Hier. in Ömuta befinden
sich auch die Hauptgeschäftsräume, Betriebsanlagen, Hospital usw. der Mitsui
Busan Kaisha oder der Mitsui Mining Company. Hafen und Ortschaft von Miike
verdanken ihre Entstehung den nahen nur etwa 2 km von der Küste belegenen
Kohlengruben, die zu den ergiebigsten Japans gehören. Im Jahre 1903 begann
die Familie Mitsui als Besitzerin der Miike-Gruben den Bau des Hafens. Nach
einem Übereinkommen mit dem Staat, erfolgte einerseits der Bau auf Kosten
der Unternehmer, anderseits wurde dafür die Eröffnung des. Hafens für alle
Nationen garantiert. Die Hafenanlagen sind geschaffen, um die Verladung und
Verschiffung der Miike-Kohlen möglichst zu verbilligen und zu fördern. Denn
früher wurden die Miike-Kohlen nach den durch die Bahn mit den Gruben ver-
bundenen Häfen, oder mittels Leichtern nach den Häfen des Shimabara-Golfs ver-
laden, was die Kohlenpreise natürlich erhöhte. Jetzt hat die früher sehr bedeutende
Ausfuhr der Miike-Kohle über Kuchinotsu, im Jahre 1901 betrug sie 487 353 t
im Werte von 3194 984 Yen, ganz aufgehört. Obwohl Miike hauptsächlich als
Ausfuhrhafen für dortige Kohlen bestimmt ist, dürfte doch ein wesentlicher Teil
der früher ausschließlich über Moji ausgeführten Landesprodukte neuerdings
über Miike verschifft werden. Das ist um so wahrscheinlicher, als die Baum-
wollspinnereien von Miike, Kurume und Kumamoto hauptsächlich in der Nähe
des neuen Hafens liegen und die Firma Mitsui & Co. die Ausfuhr in Händen
hat. Im Jahre 1908 wurden über Moji jährlich für 12 Millionen Mark Roh-
baumwolle und für 4 Millionen Mark daraus angefertigter Fabrikate ausgeführt.
Die hauptsächliche Bedeutung des neuen Hafens von Miike für den Verkehr
besteht darin, daß die Firma Mitsui & Co. ihre eigenen Dampfer’ von dort fahren
läßt, um den Kohlentransport nach den größeren Häfen Ostasiens zu unterhalten,
Die Kohlenausfuhr beträgt jährlich etwa 1'!/, Millionen Tonnen, ist aber beständig
im Wachsen begriffen.