Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1911.
Wir wollen noch untersuchen, welche Werte die Strömungsgeschwindigkeit
und das Gefälle für den Fall gezwungener Mondwellen am Aquator annehmen.
Wir haben gesehen, daß bei freier Wellenbewegung unter dem Einfluß
von ausschließlich inneren Kräften der Zustand gekennzeichnet wird durch die
Differentialgleichung
BE 2 BE
dB 7 dx?)
worin ce? == gh und das rechte Glied ein Maß für die innere Kraft ist. Bei einer
gezwungenen Welle kommt noch eine äußere Kraft ins Spiel, so daß nun der
Zustand ausgedrückt wird durch
d?5 — 5 A ad? Tr
de 5 Öa X-
Diese äußere Kraft ist aber keine andere, als die fluterzeugende Kraft
Hsinn (— Se)
€
worin nun 0’ = 450 m per Sek.
Die horizontale Verschiebung wird die Form annehmen müssen:
SS Wei __ X)
5 =— sinn (t &):
worin B’ in solcher Weise bestimmt werden muß, daß dieser Wert der Differential-
gleichung genügt:
eE _ „ d?£ ] ( x
Fra + Hsinn|t— er
{37) findet man
daE a X}
de = —Fn?sinn (t—%)
ds B'n? ( 2)
dr © 7 7 an
Werte in (38) ergibt sich:
/ 2 e&
H=—-—B nalı —
Die horizontale Verschiebung eines Wasserteilchens wird so unter dem
Einfluß dieser erzwungenen Bewegung
H . X
— ————7Zmm-— sinn ( —_ 3).
5 ( e? ce’
n? 1)
H x
kt m cos n(t— 3)
€ C
n (1 ze )
HKh x
7 N cos n —3)
n e(1 — A)
er?
oder, alle Formeln zusammengestellt, für x= 0
Kraft = Hsinnt
Strömungsgeschwindigkeit u = — EI cos nt
5)
. % x & H .
Horizontale Verschiebung £ = — ——— zz — sin nt
2 nn
5 (1 GH)
Vertikale Verschiebung » = — — A cos nt.
ne’ (1 — >)
Bei einer Meerestiefe von 3000 m ist die Geschwindigkeit der freien Welle
* — 171 m per Sek.