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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

v. Schönberg: Instrumente .der Kriegs- und Handelsmarine. 297 
Am Barometerstand bei der Lotung 
Maß- m 7 
stab ab-] 700 | 710 | 720 | 730 | 740 | 750 | 760 | 770'| 780 | 790 | 800 
gelesene m 
Tiefen 
Verbesserte Wassertiefen 
35 32.2 
40 ı 368 
45 | 41.4 
50 46.1 
32,7 
37.4 
42.0 
46.7 
33.2 
37.9 
42.6 
47.4 
33.6 
38.4 
43.2 
48.0 
uk 
38.9 
43.8 
48.7 
4.5 
39.5 
44.4 
49.3 
35.0 
40.0 
45.0 
50.0 
35.5 
40.5 
45.6 
50.7 
35.9 
41.1 
46.2 
51.3 
36.4 
41.6 
46.8 
52.0 
36.8 
42.1 
47.4 
532.6 
55 
60 
65 | 
70 
50.7 | 51.4 
55.3 | 56.1 
59.9 | 60.7 
645 | 654 
52.1 
56.8 
61.6 
66.3 
52,8 
57.6 
62.4 
672.2 
53.6 
538.4 
63.3 
68.2 
54,3 
59.2 
64.1 
69.1 
55.0 | 55.7 
60.0 | 60.8 
65.0 | 65,9 | 
70.0 | 70.9 
56.4 
51.6 
66.7 
71.8 
57.2 
62,4 
67.6 
72,8 
| 
| 
57.9 
63.2 
68.4 
78.7 
SO 
90 
LOO 
L10 
73.7 
82.9 
92.1 
101.3 
74.7 
S4.1 
93.4 
102.8 
75,5 
85.3 
94.7 
104.2 
76,8 
86.4 
96.1 
105.7 
77.9 
37.6 
97.4 
107.1 
78.9 
838.8 
98,7 
108.6 
80.0 
90.0 
100.0 
110.0 
al 
91.2 
101.3 
111.5 
82,1 
92.4 
102,6 
1129 
83.2 
93.6 
104.0 
114.3 
84.2 
94.7 
105.3 
115.8 
120 
130 | 
140} 
150 
110.5 
119,7 
128.9 
{385.2 
112.1 
{21.4 
130,8 
140.1 
113.7 
(23.2 
132,6 
142.1 
15.3 
124.9 
34.5 
144.1 
L16.8 
126.6 
136.3 
146.1 
(18.4 
128,3 
‚38.2 
L48.0 
120.0 
130.0 
140,0 
150.0 
121.6 
131.7 
141.5 
152.0 
123.2 
133.4 
A 
150.0 
124,7 
(35.1 
145.5 
155.9 
126.3 
136.8 
137.4 
157.9 
160 
L70 
180 
147.4 
156.6 
165.8 
409,5 
158,8 
168.2 
51.6 
161.1 | 
170.5 | 
153.7 
163.3 
172.9 
155.8 
L65.5 
175.3 
157.9 
167,8 
177.6 
160,0 
170.0 
180.0 
162.1 
172.2 
1824 
164.2 
174.5 
184.7 
166.3 
176.7 
157.1 
168.4 
178.9 | 
189.5 
Am 
Maß- 
stab ab- 
gelesene 
Tiefen 
35 
40 
45 
50 
55 
60 
65 
70 
80 
90 
100 
110 
120 
130 
140 
150 
160 
170 
180 
Die Marineverwaltung ist hierbei von der Voraussetzung ausgegangen, 
daß in erster Linie die navigatorische Sicherheit des Schiffes kommt und erst 
in zweiter Linie die genaue Feststellung der Tiefe, wie sie z. B. für die Ver- 
messung nötig ist. Deshalb der Sicherheitskoeffizient bei Tiefen unter 20 m. 
Die Glasröhren müssen, um nicht zu teuer zu sein, natürlich fabrikmäßig her- 
gestellt werden; billige Glasröhren haben bis zu 10°%, Fehler; teuere 2% und 
weniger, Dies wird für die Marine in besonderen Druckapparaten bestimmt, 
indem aus jeder Lieferung eine gewisse Anzahl willkürlichgewählter Röhren 
herausgegriffen werden, 
Die hier angegebene Formel II, 4 kann man nötigenfalls benutzen, um 
Lotröhren zum zweitenmal zu benutzen, indem man von den schon gebrauchten 
Röhren einen entsprechenden Teil abbricht. 
Die nach diesen Grundsätzen gefertigten Maßstäbe werden von der Firma 
Bamberg & Co., Friedenau, mit Genehmigung des Reichs-Marine-Amtes auch 
an Private geliefert. Jedem Maßstab wird eine, im Verlag der Firma K.Siegismun d, 
Berlin, gedruckte Erläuterung (wie hier abgedruckt), beigegeben. Da alle zum 
Maßstab und zu der zugehörigen Erläuterung nötigen Rechnungen im Reichs- 
Marine-Amt ohne jede Honorarberechnung und Abgabe ausgeführt worden sind, 
so kann der Preis niedrig gestellt werden. 
Um gebrauchte Lotröhren wieder benutzen zu können, wird ferner in der 
Deutschen Mechaniker-Zeitung 1910 S. 97 folgendes Verfahren empfohlen: Die 
alten Röhren werden, nachdem die Kappe vom oberen Ende entfernt ist, zur 
Reinigung auf etwa 10 Minuten in konzentrierte Schwefelsäure getaucht, dann 
in Wasser, dann in Ammoniakwasser und schließlich in destilliertem Wasser 
gespült und getrocknet. Nun fertigt man folgende Lösung: 
Zu 100 g »Le Page’s Liquid Glue« (Gelatine-Lösung) werden unter Um- 
rühren zuerst 3.4 g feingepulvertes Silbernitrat (Höllenstein), dann 1.95 g fein 
gepulvertes Kaliumchromat gegeben; man rührt so lange mit einem Glasstab um, 
bis die ganze Masse, welche für 120 Röhren ausreicht, gleichmäßig rot gefärbt 
ist. Diese Mischung saugt man 10 cm hoch in die Röhren, kehrt diese um und 
läßt die viskose Masse 24 Stunden ablaufen, Der unten hängengebliebene ver- 
härtete Tropfen wird mit einem Draht entfernt, eine Scheibe Kupfer- oder Zinn-
	        
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